Zwei persönliche Fragen und zwei entsprechende Antworten.

trel ⌂, Sonntag, 26. Februar 2012, 18:52 (vor 2095 Tagen)
bearbeitet von trel, Sonntag, 26. Februar 2012, 19:28

Hallo, Herr Lentze!

Sie haben u.a. geschrieben:

„Was mich betrifft, so arbeite ich an mir selbst, und bin beinahe dankbar für jeden Verlust, den ich äußerlich erleide. Das ist natürlich nur möglich, wenn man an ein ewiges Leben »glaubt«. Dann kann ein äußerlicher Verlust (aktuell meines Sohnes, der sich voriges Jahr von mir losgesagt hat) eine neue innere Kraft erwecken und zugleich eine äußere, unerwartete Schicksalswende herbeiführen.“ (998).

Dazu habe ich zwei Fragen:

1.) Warum sind dann im Internet so viele Foren, Blogs, Kommentare und andere Texte von Ihnen zu finden?
2.) Wie kann sich denn ein Kind - noch dazu dann, wenn es so jung ist wie Ihr Sohn - von seinem Vater „lossagen“?

Guten Tag Herr Schütze!

Zu (1.):

So viele? Nun ja, zwei Foren, die hauptsächlich mir selbst als Notizbücher dienen; eine autobiografische Seite und drei Themenseiten. (Die beiden Weblogs hatten bzw. haben nur Experimentalcharakter.)

Ich sehe keinen Widerspruch zwischen Gelassenheit und Selbstmitteilung. Natürlich würde ich gerne möglichst viele Menschen erreichen. Aber ich weiß, daß es in jedem Äon eine große Zahl von Menschen gibt, die sich nicht belehren lassen. Das ist auch gar nicht zu bedauern.

So konnten wir nur dadurch Menschen werden, daß wir die Tiere aus uns herausgesetzt haben. Wir haben zugelassen, daß sich andere Wesen lange Zeit vor uns verkörperten, mit der Folge, daß diese Wesen - man nennt sie Tiere - sich ihre eigenen Entwicklungsmöglichkeiten abgeschnitten haben. Die Tiere haben, bedingt durch vorzeitige Inkarnation, ihre Evolution frühzeitig einstellen müssen; viele Tierarten sind wegen Fehlanpassung sogar längst ausgestorben. Der Mensch und die Menschheit dagegen evoluieren ununterbrochen weiter.

Man kann das zweifach bewerten. Man kann einerseits sagen, daß wir die Wesen, die zur Tierheit wurden, hinuntergestoßen haben, um auf ihrem Rücken aufzusteigen. Man kann aber auch sagen, daß diese Wesen auf ihre Evolution verzichtet haben, um unseren Aufstieg zu ermöglichen. Auf jeden Fall kann immer nur ein Teil auf Kosten des anderen Teils sich aufwärts entwickeln. Das nennt man Differenzierung.

Zukünftig werden wir aber verpflichtet sein, den Tieren eine neue Chance zu geben bzw. ihnen ihre Großzügigkeit zu danken. Darin liegt der berechtigte Kern der Tierschutzbewegung, ja der Naturschutzbewegung überhaupt. Nur müssen wir vorsichtig sein, daß diese Bewegung nicht instrumentalisiert wird von Menschenhassern, die ihrerseits unter dem Einfluß von Widersachern aus der Geistsphäre stehen.

Auch die gegenwärtige Menschheit beginnt sich erkennbar zu differenzieren in zwei Teile, von denen der eine Teil so etwas wie eine neue Tierheit bilden wird, während der andere, zunächst sehr viel kleinere Teil sich zukünftige Möglichkeiten schafft.

Wenn Sie mich fragen, warum der zukunftsfähige Teil zunächst kleiner ist, so antworte ich mit dem Hinweis darauf, daß die Menschheit gegenüber der jetzigen Tierheit auch sehr klein angefangen hat. Das Seiende bildet eben eine Pyramide, wobei das Höchstentwickelte die kleinste Zahl ausmacht.

Dazu noch eine Bemerkung: Tiere re-inkarnieren nicht, Menschen schon. Was wir bei Tieren als Arten bezeichnen, sind Gruppen-Seelen, die sich als einzelne Tiere punktuell verkörpern, ohne dabei wesentliche Fortschritte zu machen.

Was nun diejenigen Menschen betrifft, die eine neue Tier-Art bilden werden, so dürfte das Gleiche gelten. Wer nicht auch rein geistige Gedankenformen aufnimmt, wird sich im nächsten Leben nicht an das vorherige Erdenleben erinnern, also auch keine entscheidenden Veränderungen mehr durchmachen können. Er wiederholt dann nur in kurzer Folge das Bisherige, ohne seinen Kulturkreis zu verlassen, so wie das z.B. für die autochthonen Schwarzafrikaner großenteils noch zutrifft.

Fazit:

Ich halte es für normal und unabänderlich, daß viele Menschen einen Weg gehen, der keine Zukunft hat. Ebenso halte ich es für normal und unabänderlich, daß es darum zu schweren Konflikten kommen wird, auch zu Verfolgungen. Menschen, die weiter waren als der Durchschnitt, mußten sich immer schon nach außen tarnen, ja bisweilen verstecken.

Unsere Aufgabe kann es also nicht sein, Andere um jeden Preis zu überzeugen. Unsere Aufgabe ist vielmehr, einen - mehr oder minder verborgenen - Vorreitertrupp, die Grundlage einer neuen Evolutionsspitze zu bilden. Wenn wir untereinander kommunizieren, dann nicht, um Anderen ihr Unvermögen nachzuweisen, sondern um uns selbst zu helfen, voranzukommen!

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Zu (2.):

Tatsächlich ist es ungewöhnlich, daß ein Kind, das durch die Gynokratie gegen seinen Vater instrumentalisiert wird, sich erst mit 14 Jahren von seinem Vater lossagt. In der Regel geschieht das ja viel früher. Von einem 14-jährigen Kind erwartet man, daß es sich nicht mehr so einfach instrumentalisieren läßt.

Hier ist aber in Betracht zu ziehen, daß der Junge eine negride Mutter, folglich auch etwas von der negriden Seelen-Art hat. Neger neigen zur Anpassung. Sie handeln erwartungs-orientiert. Auch mein Sohn hat etwas von dem negriden Naturell: Er möchte niemandem wehtun.

Nun ist es aber die Mutter, die am lautesten schreit, wenn er ihr nicht zu Willen ist. Ich dagegen bin das Wagnis eingegangen, das auch Gott mit uns Menschen eingegangen ist: Ich habe ihm frühzeitig die Freiheit gewährt. Vielleicht zu früh.

Zu bedenken ist auch, daß die biologische Mutter meines Sohnes ihrerseits von einer rechtlichen Mutter instrumentalisiert wird, einer Vormünderin. Diese kriegt Geld für die Funktion, die sie ausübt. Auf diese Weise ist das Vermögen, das mein Sohn per Testament von meiner Mutter geerbt hat, bereits aufgebraucht. Die Vormünderin wird wiederum von der Familienrichterin unterstützt, und diese von Gynokratie insgesamt. Dagegen habe ich eine sehr schwache Position.

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Es bleibt die Frage, wie ich die Entscheidung meines Sohnes zu bewerten habe.

Für mich steht fest: Wer seinen eigenen Vater verrät, wird auch jeden anderen Menschen verraten, sobald die Gelegenheit sich bietet. Wäre ich gegenwärtig ein Personalchef, so würde ich einem Vater-Verräter niemals eine verantwortliche Position einräumen. Ich würde ihn nicht einmal zum Freund haben wollen.

Nun sagte mir jemand, daß Heranwachsende in dem Alter noch keine verantwortlichen Entscheidungen treffen können, da sie sich der Folgen ihres Handelns nicht bewußt sind. Ich solle also nachsichtig sein und offen bleiben für meinen Sohn, falls er mich irgendwann aufsuchen sollte.

Dagegen möchte ich ein Erlebnis anführen.

Meine Mutter reagierte einmal auf etwas, das ich in Zusammenhang mit meinem Bruder sagte, mit etwa folgenden Worten: "Ja, das hat auch schon euer Vater gesagt: Wir dürfen dem K.-F. kein Geheimnis anvertrauen; der ist imstande, uns alle ins KZ zu bringen!"

Mein Vater hatte viele Jahre im KZ verbringen müssen. Er war denunziert worden. Wieweit er selbst dazu beigetragen hat, das sei hier nicht diskutiert. Entscheidend ist, daß mein Bruder zum Zeitpunkt, da er Anlaß zur Äußerung meines Vaters gegeben hat, höchstens etwa 8 Jahre alt gewesen sein kann; ferner, daß meine Mutter dies mit innerer Zustimmung berichtete; und schließlich, daß der Charakterzug, den meine Eltern übereinstimmend meinem Bruder zuschrieben, sich viel später bewahrheitet hat.

Mein Bruder hat nämlich, wie ich erst viel später erfuhr, Briefe, die ich an ihn schrieb (meist Reiseberichte aus Afrika) ungelesen einem Staatsanwalt übergeben, und dies in der Hoffnung, dies würde zu meiner Einweisung in eine psychiatrische Anstalt führen. Er war nämlich überzeugt, daß ich (latent?) verrückt sei. Irgendwer muß ihm Derartiges gesagt haben. Hinzu kam, daß er in dem Einfamilienhaus meiner Mutter mit dieser allein leben wollte. Ich stellte für ihn eine Bedrohung dar, weil ich ebenfalls bei meiner Mutter wohnte, wenn ich in Deutschland arbeitete, um mir finanzielle Grundlagen für mein afrikanisches Transportunternehmen zu erarbeiten. In der Absicht, mich loszuwerden, handelte mein Bruder völlig gewissenlos. Was ihn an Gewalttaten gegen mich hinderte, war nur seine Feigheit.

Aus dem Aufgeführten leite ich ab, daß wesentliche Charakterzüge eines Menschen sich anscheinend schon viel früher als erst mit 14 Jahren erkennen lassen.

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Dagegen wiederum muß ein Christ bedenken, daß der Mensch im Prinzip entwicklungsfähig ist, auch moralisch. Und zur Entwicklung des Anderen kann man selbst beitragen, auch durch Gebete. Zu den letzten Worten meines Sohnes mir gegenüber gehörten diese, daß ich für ihn beten möge. Übrigens ist er, anders als mein Bruder, keineswegs bösartig oder gar rachsüchtig. Er hat mich auch niemals bestohlen oder direkt belogen. Er geht nur gerne den Weg des geringsten Widerstandes. Das unterscheidet ihn von mir.

Das unterscheidet ihn auch von meinem Vater. Wie ich erst vor nicht langer Zeit erfuhr, hätte er seinen KZ-Aufenthalt wahrscheinlich vermeiden können, wenn er einige Kameraden verraten hätte. Er blieb jedoch standhaft. Ich zitiere aus meiner Autobiografie:

[image]

Gleichwohl ist natürlich möglich, daß mein Sohn zur Besinnung kommt, vielleicht auch wegen meiner Fürbitte. Das muß vorerst dahingestellt bleiben.

Gruß
trel


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