Interessante Thesen!

Herr Schütze, Sonntag, 26. Februar 2012, 22:17 (vor 2092 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Sonntag, 26. Februar 2012, 22:43

Guten Abend, Herr Lentze!

Das permanente Wiederholen des Bisherigen, wie es z.B. noch bei den Schwarzafrikanern üblich ist, hat in der Tat kulturelle Gründe. Es sieht nicht so aus, als ob sie jemals aus diesem Teuefelkries herauskommen würden.

„Anderen ihr Unvermögen nachzuweisen“, wie Sie schreiben (**), ist sehr häufig gar nicht die Absicht der meisten Menschen, wenn sie sich mitteilen wollen - das sieht aber häufig für denjenigen so aus, der der jeweils Andere ist. Ich könnte bei dieser Aussage von Ihnen durchaus auch vermuten, Sie zählten auch mich zu denjenigen, die den „Anderen ihr Unvermögen nachzuweisen“ trachten. Doch das ist nicht der Fall. Jedenfalls ist es nicht mein erstes, auch nicht mein zweites, wahrscheinlich auch nicht mein drittes, sondern eher vielleicht mein viertes Motiv für derartige Gespräche, die wir aus dem Internet kennen - also auch solche in Ihren Foren und Blogs. Auch ich führe solche Gespräche hauptsächlich, „um uns selbst zu helfen, voranzukommen!“ (**). Ich benutze dabei nur einen anderen (Erkenntnis-)Weg und auch ein anderes (Sprach-)Werkzeug als Sie.

Ihre Autobiographie ist ebenfalls interessant! Wer genau aber ist dieser Herr Friedrich Loop?

Die „Lossagung“ Ihres Sohnes von Ihnen muß Sie doch aber auch traurig stimmen - zumal Sie selbst ein ähnliches Schicksal mit Ihrem Vater erlebt haben. Hier drängen sich einem schon wieder Freuds Aussagen zum „Wiederholungszwang“ auf. Die Gedanken zur Wiederholung sind aber bei Nietzsche viel besser, also zutreffender, kommen der Wirklichkeit und auch der Wissenschaftlichkeit viel näher als als bei Freud. Freud hat seine gesamte Psychoanalyse von Nietzsche. Er hat sie von ihm abgeschrieben - leider nur zu schlecht. Für mich ist auch der Aspekt, wie Menschen es immer wieder schaffen, aus dem „Wiederholungszwang“ ohne Hilfe herauszukommen, viele interessanter und wirklichkeitsnäher als der absurde Aspekt, daß Menschen darin gefangen bleiben, solange ihnen kein „Arzt“ hilft.

Wer hat denn den Text über die Vernehmung Ihres Vaters im Jahre 1936 (siehe: Kopie **) verfaßt? Auch Friedrich Loop? Wenn ja: Warum?

Sie haben mal irgendwo geschrieben, daß Sie für Ihr „Sosein“ auch bereit wären, ins Gefängnis zu gehen. Ihr Vater scheint auch so eine „Einstellung“ gehabt zu haben. Und er ist ja tatsächlich im Gefängnis gewesen. Hier drängen sich schon wieder die Aussagen zum „Wiederholungszwang“ auf ...!

Freundliche Grüße!

H. S.


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