Zu "Individualität" und zu "Gynokratie".

trel ⌂, Dienstag, 28. Februar 2012, 02:17 (vor 2091 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Abend Herr Schütze!

So ist z.B. jedes Lebewesen und also auch jeder Mensch nur genetisch-biologisch ein „Individuum“ (lat. in = „un“, „nicht“ + lat. dividere = „teilen“) - ein „Unteilbares“ -, denn schon soziobiologisch gibt es keine „Individuen“ mehr, weil jedes „Unteilbare“ jede Art von Kollektivform (**) auf Dauer zerstört.

Da widerspreche ich nicht; allerdings hatte ich an etwas Anderes gedacht, nämlich an die unsterbliche "Individualität" im Sinne Steiners. Das ist ein Terminus, für den man auch "unsterbliche Seele" nehmen kann. Jedenfalls geht es um den Menschen, der hinter der Verkörperung steht. Hinter der Verkörperung steht ein unsichtbarer Mensch, der mehr umfaßt als das, was von ihm gerade verkörpert ist. Von diesem unsichtbaren, umfassenden Menschen ist die Rede, wenn es im Vaterunser heißt: "Dein Name werde geheiligt." Denn der unsichtbare Mensch ist göttlich, jedenfalls eher göttlich als der verkörperte. Letzterer kann viele Schwächen und Fehler haben.

Das ist freilich ein großes Thema, denn ein Mensch, der sich z.B. in der schwarzen Rasse verkörpert hat, läßt vergleichsweise mehr Biologisches als Ewiges erkennen. Es gibt reife und weniger reife Individualitäten; solche die sich seit der Erde-Mond-Trennung immer wieder verkörpert haben, aber auch solche, die jetzt zum erstenmal die Erde betreten.

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Um der Gynokratie kein „Schießpulver“ zu liefern, hatte ich Ihnen ja angeboten, mir per E-Brief zu antworten (**).

Es ist tatsächlich so, daß ich den Verrat meines Sohnes verhältnismäßig gelassen hingenommen habe. Ich bin ja ein alter Mann (62), und ich habe, wie man so sagt, viel durchgemacht. Und vor Allem bin ich überzeugt, nicht nur einmal zu leben. Das mag dazu beigetragen haben, daß ich mich immer gut auf das Wesentliche konzentrieren konnte. So habe ich während des Sorgerechtsstreits, also zur Zeit größter seelischer Belastung, das Abendgymnasium besucht, mit gutem Ergebnis (1,9) abgeschlossen und ein Studium begonnen.

Davon abgesehen ist natürlich der Verrat des eigenen Kindes mit das Ärgste, was einem passieren kann, schlimmer noch als die Untreue der eigenen Frau. Als Christ wendet man sich dann eben umso mehr zu Einem, der einen nie verrät: Jesus Christus. Man gibt Zeitliches hin in der Hoffnung, Ewiges zu gewinnen. Und diese Hoffnung ist wesentlich verschieden von Illusion. Illusionen pflegt man zu verlieren, die Hoffnung - im christlichen Sinne - aber nicht. Diese ist eine Kraft, die mit der Zeit nur wächst. Man muß nur den Anfang geschafft haben.

Grüße!
trel

P.S.:
Kennen Sie "Rückkehr von morgen" von Georg Ritchie? Ein inzwischen sehr verbreiteter, knapp 100 Seiten umfassender Erlebnisbericht über eine Nahtod-Erfahrung. Äußerst lesenswert, nicht moralisierend, vielmehr spannend und ergreifend, vor Allem glaubwürdig.


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