Zustimmung: Das ist kein Dekonstruktivismusbau, sondern ein Zerstörungsbau

trel ⌂, Montag, 05. März 2012, 15:45 (vor 2027 Tagen) @ Scepticius Scepticissimus

Unter Kunst verstehe ich nicht die Darstellung der Wirklichkeit, "so wie sie ist". Dafür gibt es die Geschichtsschreibung und die Journalistik. Zur Journalistik rechne ich übrigens auch das, was an Zeitgeschehen oftmals in Youtube-Videos dargestellt wird.

Kunstwerke aber dienen gewissermaßen der Verewigung. Man denke an die antiken Pyramiden, an die Skulpturen des Praxiteles, usw.

Aber vorübergehende Krankheitszustände gehören nicht verewigt, ja nicht einmal veröffentlicht.

Jeder, der in sich geht, wird in sich Unvollkommenheiten finden, ja sogar solche, deren er sich schämen muß, wenn er anständig ist. Diesen Aufdecken kann durchaus eine heldenhafte Leistung sein, denn man neigt ja zur Verdrängung.

Aber nachdem man es aufgedeckt hat, muß man es dann auch bekämpfen, heilen. Das ist das Gegenteil von Verewigen, und zugleich das Gegenteil von Zurschaustellen.

Was insoweit für Personen gilt, gilt auch für Völker. Wenn wir aufdecken, daß wir versagt haben, wir selbst zu bleiben, dann muß sofort die Antwort kommen: Wiederherstellung vergangener Größe, jedoch ohne die früher gemachten Fehler.

Die Größe gehört dargestellt und verewigt, nicht die Abirrung.

Christlich theologisch gesprochen: Nicht der Sündenfall gehört dargestellt, sondern die göttliche Urbildlichkeit des Menschen. Die brauchen wir als Vorbild, und sie ist die Wahrheit, die uns freimacht.

Der Fall macht uns gefesselt, und seine verewigende (architektonische) Darstellung verschlimmert das nochmals. Dahinter stehen teuflische und satanische Mächte.

trel


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