Kognitive Hysterie

Scepticius Scepticissimus, Montag, 05. März 2012, 21:47 (vor 2087 Tagen) @ trel
bearbeitet von Scepticius Scepticissimus, Montag, 05. März 2012, 22:09

In diesem Zusammenhang möchte ich auf Paul Julius Möbius und seine schon 1894 erschienene Schrift "Über den Begriff der Hysterie und andere Vorwürfe vorwiegend psychologischer Art" hinweisen.

Im Wikipedia-Artikel zu Möbius lesen wir dazu:

Noch heute bedeutend und von wissenschaftshistorischem Wert sind seine Arbeiten zur Psychogenese psychiatrischer und Nervenkrankheiten, so unter anderem zur Hysterie. Er postulierte darin erstmals für den deutschen Sprachraum psychologische Ursachen einer Krankheit. Deswegen und weil er überzeugend die suggestive Heilwirkung der Elektrotherapie herausstellte, bezeichne Sigmund Freud Möbius als einen der Väter der Psychotherapie.

Manche nennen auch Franz Anton Mesmer als „den“ Vater der Psychotherapie bzw. Psychoanalyse, z.B. Peter Sloterdijk in seinem Buch „Der Zauberbaum“ mit dem Untertitel „Die Entstehung der Psychoanalyse im Jahr 1785“ und dem Unteruntertitel „Ein epischer Versuch zur Philosophie der Psychologie“ (1985). Ich habe dieses Buch gern gelesen!

Ich selbst habe im Jahre 2008 folgende Definition vorgeschlagen:

Schlitz-gesteuertes Denken bezeichnet den Durchschlag uterus-gestützter Willenskräfte auf die Ebene des Denkens, Vorstellens und Erinnerns. Dort werden diese Kräfte dann schöpferisch und bilden mentale metastasierende Karzinome. Alternativer Begriff: Kognitive Hysterie.

[image]Der Begriff ist gut gewählt, weil zutreffend. Wer hier glaubt, man sei deshalb gegen Frauen, also ein Frauenfeind, irrt gewaltig, denn man ist ja nur gegen den Feminismus, und den lehnt ja auch die überwältigende Mehrheit der Frauen ab, also sind es doch gerade die Feministinnen, die frauenfeindlich sind - ein Blick in deren Gesichter, deren Mimik und Gestik reicht doch auch schon aus, um bestätigt zu bekommen, daß sie keine Frauen sein wollen, sondern Männer: sie sehen alle aus wie Männer oder, wenn sie noch jung sind, wie Buben, also Jung(en)s! Auch in diesem Fall war zuerst der Wunsch bzw. die Phantasie da, bevor auf sie dann die Form nur folgte („form follows fantasy“). Die Geschichte jeder Gesellschaft verrät sich auch durch die Geschichte ihrer Architektur!


Was den Philosphen Derrida betrifft, so habe ich niemals etwas mit ihm anfangen können. Er ist mir einfach unverständlich. Ich empfinde ihn als verrückt. Dasselbe gilt für Frau Butler. Eine Zeitlang habe ich versucht, sie zu verstehen - andere Feministinnen, wie S.M.Gearhart, verstehe ich sehr gut, so glaube ich jedenfalls -, aber bei Butler fehlt mir jedes Verständnis.

Derrida, Butler, Libeskind und viele andere Dekonstruktivisten sind Juden (selbstverständlich nicht alle), und deren Denken und Empfinden war den Nichtjuden immer schon unverständlich und suspekt - Juden als Inbegriff des Feindlichen, des Verbotenen, des Bösen. Deswegen und wegen des Machtwillens, der auch in Juden steckt, waren Juden immer schon bemüht, die traditionellen Herrschaftsstrukturen der Nichtjuden zu zerstören - Entschuldigung: zu „dekonstruieren“. Seit es den Dekonstruktivismus gibt, fällt ihnen das leichter als je zuvor. Daß heute bereits das Wort „Jude“ zum Tabu geworden ist, macht es den Nichtjuden gerade hierzulande so schwierig, darüber überhaupt zu reden, ohne ein Berufsverbot oder eine Strafe durch das Gericht zu riskieren.

Gruß

P.S. Ist es eigentlich überhaupt erlaubt, hier Fotos ohne Copyright zu veröffentlichen? (Falls nicht ...: weg damit!) Oder nur unter Angabe der Quelle? Quelle zu obigem Bild: http://www.dkp-queer.de/2010-06-20/judith-butlers-zivilcourage/

Hilfe !


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum