Nicht existenter Friedensvertrag, ewige Siegerjustiz; dazu: Dekonstruktivismus !

Herr Schütze, Dienstag, 06. März 2012, 22:08 (vor 2083 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Dienstag, 06. März 2012, 22:52

Guten Abend, Herr Lentze!

Ich beziehe mich auf Ihren Text als Reaktion auf andere Texte zum immer noch nicht abgeschlossenen Friedensvertrag.

„Ich habe überhaupt erst spät, durch Lesen in der JF, zumal der Leserkommentare, davon erfahren. Anderenfalls wüßte ich überhaupt nichts davon. Wie viele andere Deutsche.“ (**).

Ja, das ist nicht gut. Eigentlich müßte ich mich darüber sehr aufregen, doch das entspricht nicht meinem Naturell.

„Was können wir tun, um diesen unnatürlichen Zustand zu ändern? Zunächst wohl, immer wieder darauf hinzuweisen. Bisher habe ich mich weitgehend auf die Durchleuchtung des Feminismus beschränkt. Dessen Thematisierung wird auch weiterhin nötig sein, weil es immer noch Männer, sogar sehr gebildete Männer gibt, welche diesbezüglich völlig ahnungslos sind. Doch die Sache mit dem ausbleibendem Friedensvertrag interessiert mich zunehmend.“ (**).

Hier schließt sich auch der Kreis zu dem Thema „Nationalsuizid“, mit dem Sie, Küchenzaubermeister, Intensivlehrer und zum geringeren Teil auch ich uns auseinandergesetzt haben. Denn der Grund dafür, daß viele, die den Selbsthaß, den Autorassismus, den Autogenozid, den Volksselbstmord, den nationalen Suizid - oder wie auch immer man es bezeichnen will - doch von der Propaganda derjenigen, denen sie am meisten nützt, gelenkt werden, hängt eben auch sehr stark mit dem noch nicht abgeschlossenen Friedensvertrag zusammen, über den Sie und Scepticius Scepticissimus gesprochen haben, und auch mit dem Dekonstruktivismus, über den Sie, Aestheticius Aestheticissimus und Scepticius Scepticissimus gesprochen haben. Der nicht existente Friedensvertrag und also die schon allein deshalb weiterhin gültige Siegerjustiz sind am meisten dafür verantwortlich, daß sich hierzulande kaum noch jemand gegen die Propaganda der im Sinne dieser Siegerjustiz Herrschenden wehren kann. Verstärkt wird das durch den alles Traditionelle zerstörenden Dekonstruktivismus, der „Vorlaüfer“ hat und also nicht erst seit seinem Bekanntwerden wirksam ist.

– Das Deutsche Reich ist nicht erloschen, es kann gar nicht erloschen sein, weil kein Friedensvertrag existiert; die Bundesrepublik Deutschland ist zwar angeblich der Rechtsnachfolger, kann es aber gar nicht sein, weil das Deutsche Reich nicht aufgehört hat zu existieren und es keinen gültigen Rechtsakt gibt, der das Ende des Deutschen Reiches rechtlich dokumentiert. Man muß sich als Historiker mit den juristischen Spitzfindigkeiten auskennen, um hier ganz genaue Auskunft geben zu können. Cui bono? Wem nützt das? Wem nützt es, wenn es eine solche rechtliche Regelung gibt, die jeder alltägiche Menschenverstand als etwas Verrücktes, Unnormales oder Krankhaftes bezeichnen würde, so lange gültig ist? Im Grunde wären wir zu nichts verpflichtet, was mit dem Deutschen Reich zu tun hat, weil die Bundesrepublik Deutschland aus den eben genannten Gründen nicht der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches sein kann, obwohl sie sich als einen solchen deklariert. Die Bundesrepublik Deutschland könnte der Rechtsnachfolger des Deutschen Reiches oder das Deutsche Reich selbst nur dann sein, wenn es einen dies rechtlich dokumentierenden Friedensvertrag gäbe.

– Der Dekonstruktivismus sorgt mit seiner Zerstörungswut nicht etwa dafür, daß es einen Friedensvertrag geben könnte, obwohl man sagen könnte, daß der nicht existente Friedensvertrag doch inzwischen selbst auch bereits Tradition sei und vom Dekonstruktivismus zerstört gehöre; doch der Dekonstruktivismus bezieht seine Zerstörungswut fast ausschließlich auf traditionelle Objekte der Zeit vor 1945; er hat ja seit seinem Bekanntwerden auch Einzug in die Politik gehalten, sich mit dem Parteienkartell verbündet - ob man jetzt eher die Dekonstruktivisten als Dekonstruktivisten der Parteipolitik oder eher die Parteipolitiker als Parteipolitiker des Dekonstruktivismus bezeichnen will, ist dabei nicht so wichtig -, und mit seinem Nihilismus macht der Dekonstruktivismus alles nur noch schlimmer und schneller schlimmer. Der mafiotische Banken-Sozialismus ist übrigens auch dekonstruktivistisch: die Wirtschaft und Staaten sind seine Opfer („Patienten“); Mittelschicht und Nation sollen verschwinden - das wünscht sich auch der dekonstruktivistische Politiker, sagt es aber nicht öffentlich, sondern nur hinter geschlossenen Türen, z.B. in der Bilderberg-Gruppe (**).

Zu Ihrer Frage: „Was können wir tun, um diesen unnatürlichen Zustand zu ändern?“ (**).

Zunächst muß man eine andere Frage erwähnen: Was wurde bisher getan, um diesen unnatürlichen Zustand zu ändern? Seit 1945 haben alle deutschen Politiker das Thema zunächst aufgeschoben, dann be- und verschwiegen und schließlich verneint, nihilisiert bzw. „dekonstruiert“. Am meisten Verrat haben bei diesem Thema die Politiker der CDU begangen, besonders dadurch, daß sie sich zunächst von den Vertriebenen wählen ließen, um diese dann total(itär) zu enttäuschen, indem sie die Diebe des Eigentums der Vertriebenen, also deren Vertreiber und Diebe zu „Heiligen“ und den Vertriebenen die Rückgabe ihres Eigentums zum Verbot machten.

Es ist richtig, auf den „unnatürlichen Zustand“ (**) des nicht existenten Friedensvertrages und dabei erklärend „immer wieder darauf hinzuweisen“ (**), daß jede friedensvertragslose Existenz auch eine friedenslose Existenz ist und diese entweder mit Blut und Geld oder aber nur mit Geld bezahlt wird. Die meisten Menschen hierzulande gehen von der falschen Annahme aus, daß nur darum, weil keine Bomben mehr vom Himmel fallen, auch kein Krieg mehr sein könne. Diese falsche Annahme hat Auswirkungen! Nicht wenige Menschen hierzulande gehen auch von der falschen Annahme aus, daß die „Michelei“ der Grund sei für die heimliche Akzeptanz dieses unnatürlichen Zustandes. Und auch diese falsche Annanhme hat Auswirkungen. Zwar ist es richig, daß wir hierzulande immer mehr michelige Politiker an der Macht haben, aber dadurch wird die falsche Annanhme trotzdem nicht richtig. Denn wenn ein Staat, ein Volk, eine Nation bedingungslos kapituliert hat, dann hatten und haben die, die diese bedingungslose Kapitulation forderten und immer noch fordern, einen Grund dazu, auch und vor allem den Grund zur Lüge.

Zwar fehlen Persönlichkeiten in unserer Politik, doch die fehlen in der Politik der anderen westlichen Länder ebenfalls. Man stelle sich nur mal vor, wie noch weiter heruntergekommen die „Vereinigten Staaten“ und das „Vereinigte Königreich“ bereits wären, wenn nicht Deutschland, sondern sie den 2. Weltkrieg verloren hätten, und die Micheligkeit ist bei ihnen mindestens genauso häufig vertreten wie bei uns. Die 1945 geschaffenen Tatsachen wirken auch zu stark, als daß wirklich einer unter den schwachen Politikern an ihnen rütteln könnte - wir Abendländer haben einfach keine starken Persönlichkeiten mehr, und für Deutschland ist das wegen der verlorenen Weltkriege, des ganz im Sinne der Siegerjustiz nicht geschlossenen Friedensvertrages, also der friedenslosen Zeit seit 1945 und des Dekonstruktivismus seit 1990 ganz besonders nachteilhaft.

Wir sollten also aufklären!

Herr Lentze, Ihr Hauptinteresse gilt der „Durchleuchtung des Feminsimus“(**) - und das ist auch gut so, außerdem einer der Hauptgründe für mein Interesse an diesem Forum -, und auch ich sehe das wie Sie, daß „dessen Thematisierung ... weiterhin nötig sein“ wird, „weil es immer noch Männer, sogar sehr gebildete Männer gibt, welche diesbezüglich völlig ahnungslos sind.“ (**). Das ist völlig richtig. Meiner Meinung nach sind Sie ein guter „Durchleuchter“ nicht nur des Feminismus, sondern auch der Probleme bei der Rezeption des Feminismus. Fast wäre ich geneigt zu sagen, bleiben Sie dabei. Fast ..., denn man weiß ja nicht, was passiert, wenn Sie sich jetzt mehr der Durchleuchtung eines anderen Themas widmen. Trotzdem macht es mich hoffnungsvoll, daß Sie „die Sache mit dem ausbleibenden Friedensvertrag“ zunehmend interessiert, weil sie so wichtig ist.

Noch einmal kurz zu dem Film über den Volksselbstmord:

Wenn z.B. das entscheidende und handelnde Subjekt in dem Film über den Volksselbstmord gar nicht mehr erkennbar ist, weil es gar nicht vor Ort, nicht in der Nation selbst existiert, dann ist es im Grunde auch egal, wer über dieses Thema wie berichtet, denn das entscheidende und handelnde Subjekt ist ja eben gerade nicht „der Deutsche“, sind nicht „die Deutschen“, ist nicht „die Gesellschaft“ oder sonstwer, sondern die unsichtbar wirkenden Globalisten, und die werden in dem Film nicht einmal mit einer Silbe erwähnt - wie erwünscht. Ein Filmemacher kann bei dem Thema heutzutage nur noch der Propaganda dienen. Anders ist das bei dem Thema nicht mehr möglich, und am meisten zu verdanken haben wir das dem nicht existenten Friedensvertrag, der der Siegerjustiz Ewigkeitscharakter verleiht, und dem Denkonstruktivisms, der alle Objekte der Traditionen zerstört - besonders die der Zeit vor 1945 -, sodaß gerade für Deutsche nur noch die bedingungslose Kapitulation, die Siegerjustiz, der nicht existente Friedenvertrag, der ewiger Krieg (militärisch und/oder wirtschaftlich) „unzerstört“ übrigbleiben.


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