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Generaloberst Helmuth von Moltke und Rudolf Steiner

admin @, Sonntag, 18. März 2012, 20:59 (vor 2014 Tagen)

Helmuth von Moltke (1848-1916), Generaloberst und Chef des deutschen Generalstabs im Ersten Weltkrieg, begegnete Rudolf Steiner erstmals im Jahre 1904.

Er hatte seine Bücher über Nietzsche und Haeckel sowie das eben erschienene Buch „Theosophie“ gelesen und schätzte die klare Gedankenführung Rudolf Steiners: „Klar und fesselnd ist er immer. Kein philosophierender Schriftsteller ist mir bisher so verständlich gewesen wie er.“ (Brief vom 8.3.1904 an Eliza von Moltke) Die Tochter Astrid Bethusy-Huc berichtete später, dass zwischen ihren Eltern und Rudolf Steiner oft bis tief in die Nacht über Welt- und Menschheitsprobleme gesprochen wurde.

Quelle.

Vergleiche hierzu auch den diesbezüglichen Wikipedia-Artikel, dem ich entnehme:

Beide hatten auch Kontakt zu Rudolf Steiner, dessen esoterische Schülerin E.[liza] von Moltke war. Die in diesem Kontext entstandenen „Post-mortem-Mitteilungen“ von Moltkes sind seit ihrer Herausgabe 1993 erstmals einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich. Die 2 Bände enthalten u.a. die seinerzeit für seine Frau erstellte und nicht veröffentlichte Einschätzung der Kriegsschuldfrage durch von Moltke. Die Mitteilungen werfen ein erhellendes Licht auf die Geschehnisse unmittelbar vor dem und während des Ersten Weltkrieges und zur Person des Kaisers als „geistige Null“.

Dem folgenden Forum-Eintrag ist zu entnehmen:


Rudolf Steiner empfing aufgrund seiner Medialität vom 1916 verstorbenen Generalstabschef Helmuth von Moltke über 80 Mitteilungen, die Steiner als Briefe an dessen Frau Eliza von Moltke schickte. Diese Briefe wurden 1993 im Perseus-Verlag unter dem Titel "Helmuth von Moltke 1848–1916. Dokumente zu seinem Leben und Wirken, Band 2" veröffentlicht. Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Begegnung zwischen Helmuth von Moltke und Rudolf Steiner für beide Seiten ein sehr großer Segen war.

Rudolf Steiner verschaffte der intensive Kontakt mit dem Ehepaar Moltke seit 1904 Einblick in die spirituellen Hintergründe des Ersten Weltkriegs. Dadurch konnte Steiner umfassende Erkenntnisse der menschheitsgeschichtlichen Mission Mitteleuropas und speziell Deutschlands erlangen.

[...]

Für Moltke brachte die Beziehung zu Steiner, dass Moltke die Ursachen des Ersten Weltkrieges und seine Rolle darin aus geistiger Sicht zu verstehen begann. Dadurch wurde Moltke, der seit seiner Amtsenthebung durch Wilhelm II. ein gebrochener Mann war, geheilt. Moltke berichtet in seinen Post-mortem-Mitteilungen von seiner Inkarnation als Papst Nikolaus I. (820-867). Ein Schwerpunkt von Nikolaus’ Pontifikat war die Missionierung der Slawen, zu welcher er Cyrillius und Methodius beauftragte. Dieses Engagement in Osteuropa führte zu Spannungen mit der Ostkirche in Konstantinopel und letztlich im Jahr 1054 zur Trennung der Orthodoxen und der Katholischen Kirche. Dadurch, so Moltke post-mortem, konnte sich die katholische Kirche der "orientalischen Dämonen" entledigen, welche die Ostkirche im Griff hatten. Diese Abspaltung stelle den Ausgangspunkt dar für ein geistiges Christentum in Mitteleuropa, das durch Rudolf Steiners Anthroposophie realisiert wird.

admin


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