Karma des Feminismus

Herr Mann, Freitag, 21. Dezember 2012, 02:06 (vor 1797 Tagen)
bearbeitet von Herr Mann, Freitag, 21. Dezember 2012, 02:41

Ich grüße Sie, Herr Lentze, und wünsche Ihnen - wie uns allen -, daß dieser angeblich von den Maya zum „Tag des Weltendes“ erklärte 21.12.2012 das Gegenteil beweisen wird.

Ich habe einige Fragen zu Ihrem am 27.03.2012 veröffentlichten Aufsatz (im Weblog „MANN,PASS AUF“): Die Zukunft ist männlich. Zunächst einmal zu Steiners „nachatlantischen Kulturepochen“:

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Ausgerechnet die „griechisch-lateinische ... Kultur-Epoche“ ist die mittlere und „spiegelt“ sich nicht. Abgesehen von der Zahlenspielerei: Warum ist es gerade sie? Angelsachsen sind Germanen, das Angelsächsische ist ein Dialekt des Germanischen, also ist der Begriff „Gemanisch-Angelsächsich“ nicht korrekt.

Sie behaupten, Abraham und sein Stamm hätten in Agypten nicht bleiben können, wiel sie „dort den Auferstehungsgedanken verloren“ hätten, und haben dabei nicht berücksichtigt, daß doch gerade in Ägypten der Auferstehungskult begangen wurde.

Aus Ihren folgenden Zitaten geht die Quelle nicht eindeutig hervor:

„»Die babylonische Dekadenz bestand darin, daß die Seelen, wenn sie sich zu den Göttern aufschwangen, das Irdische mit seiner Stoffesschwere nicht mehr wirklich hinter sich lassen konnten, sondern fortan das Allzu-Irdische in das religiöse Leben hineintrugen. Das Prinzip der geistigen Unzucht kam auf. Statt daß der Mensch seine Seele weiterhin zur reinen Vermählung mit dem Geist erhob, mischte er die irdische Sinnlichkeit und Leidenschaftlichkeit in seinen Umgang mit der Götterwelt. .... So entstand im Umkreis der babylonischen Tempel eine ganze Welt von Sexualkulten, in denen religiöse Inbrunst und geschlechtliche Sinnlichkeit ineinander übergingen.« (Qeulle?) Dazu gehörte die Tempel-Prostitution. Es ist falsch, anzunehmen, daß es sich hierbei um die »Kulturform« eines vermeintlich »ältesten Gewerbes der Welt« gehandelt habe. Ganz im Gegenteil: »Das Prostituierten-Wesen ist nicht im alltäglichen Leben aufgekommen; seine Entstehung liegt durchaus auf kultischem Boden. Babylonien ist das klassische Land, in welchem es unter den in den Tempeln Dienenden zuerst die Hierodulen, d.h. die Prostituierten, gab. Alle Laster, die auf Rauschwirkungen abzielen und in Süchtigkeiten übergehen, haben so ihren Ursprung in Kultzusammenhängen vorchristlicher Kulturen ...« (Qeulle?).“

Die baylonische Dekadenz kann man auch so verstehen, daß sie die eine Meta-Kultur darstellt und die gesamte Zeitspanne von der Entstehung der Mesopotamien-Kultur bis zu unserer Kultur, also bis heute, umfaßt und vielleicht wirklich, so wie es das Modell von Steiner auch zeigt, von der griechisch-römischen Kultur als der Zwischenzeit (über die von Steiner angegeben Jahreszahlen ließe sich noch streiten) zwar nicht unterbrochen, aber dennoch beeinträchtigt - wie auch immer - worden ist. Wenn das stimmt, dann leben wir immer noch in dieser Meospotamien-Kultur im Sinne dieser (babylonischen) Dekadenz.

Dafür spricht viel, zumal sich in dieser Meta-Kultur - nach einer Vorbereitungszeit durch die Trenung der Seßhaften von den Nichtseßhaften - die Trennung der Schriftlichen von den Nichtschriflichen, die Trennung der Geschichtlichen von den Nichtgeschichtlichen (auch die Vor- oder Urgeschichtlichen genannt) vollzog. Wie sehr das mit den von Ihnen angesprochenen Phänomen zusammenhängt, ist eine spannende Frage.

„Halten wir fest: Sexualität und Reproduktion wurden in Mesopotamien erstmals systematisch getrennt, und zwar durch die Tempelprostitution. Diese wurde ausgeübt durch Frauen, wie übrigens auch die Gottheiten großtenteils weiblich waren. Daß sie damit begannen, über Männer Macht auszuüben, diese aber auch Widerstand leisteten, ist dokumentiert durch das Gilgamesch-Epos, das älteste Epos überhaupt. Damit sind wir auf die ersten dokumentierten Ursprünge des Feminismus gestoßen.“

„Wenn es nun aber verschiedene Fraktionen gibt, so darf man sich fragen: Gibt es ein verbindendes Minimum? Ja, das gibt es. Was der Feminismus mindestens einfordert, ist die Herrschaft des Weibes über die menschliche Reproduktion. Diese Forderung beansprucht absolute Geltung. Sie begnügt sich keineswegs mit einer Geltung in dem Freiraum, den ihr das Patriarchat von sich aus gewährt. Nein, sie stellt das Patriarchat radikal in Frage! Und sie beinhaltet:

1.) Alleinige Entscheidungsgewalt über die Zeugung.
2.) Alleiniges Recht auf die Tötung Ungeborener.
3.) Alleiniges Sorgerecht über die Geborenen.

In der Folge gilt heute bereits:

1.) Kein Mann kann sicher sein, nicht als Vergewaltiger angeklagt und verurteilt zu werden.
2.) Kein Mann kann dem Willen einer Frau, das von ihm gezeugte Kind vorgeburtlich zu töten, rechtswirksam widersprechen.
3.) Kein Mann kann heute verhindern, daß die Frau sein geborenes Kind ihm entzieht und ihn obendrein unterhaltspflichtig macht.

.... Übrigens fällt auch die Prostitution unter die weibliche alleinige Entscheidungsgewalt über die Zeugung, wiewohl sie das feministische Minimum überschreitet. Manche Feministinnen behaupten nämlich, daß die Prostitution eine von Männern gewollte Einrichtung zur sexuellen Ausbeutung von Frauen sei. Wir sollten uns von dieser Argumentation nicht beeindrucken lassen. Wer behauptet, daß die Frau sexuell ausgebeutet werde, möge angeben, was ihr danach fehlt, das sie vorher hatte. Nichts fehlt ihr, im Gegenteil. Es ist vielmehr der männlichen Kunde, dem danach etwas fehlt. Zumindest wird er um sein Geld, meist aber auch um seine Zeugungflüssigkeit erleichert. Man stelle beide, Mann und Frau, hinterher auf die Waage, und das Ergebnis wird immer eindeutig sein. Wer dann noch einwendet, daß der Kunde ja begierig auf den Sexhandel sei und einen hohen Lohn zahle, will damit sagen, daß nicht die Frau den Mann verführt, sondern der Mann die Frau anregt, den »Beruf« der Prostituierten zu ergreifen. Entsprechend müßte er dann aber auch sagen, daß nicht der Rauschdrogen-Anbieter sich seine Abhängigen schafft, sondern der Abhängige andere dazu verführt, den »Beruf« des Drogenhändlers zu ergreifen. Eine gleichermaßen absurde Argumentation! Ich kann nur immer wieder betonen, daß keine Prostituierte und kein Drogenhändler jemals gezwungen worden ist, ihren bzw. seinen »Beruf« zu ergreifen - außer in Zusammenhang mit der Organisierten Kriminalität. Diese ist aber ein Thema für sich, da sie sich einer Vielzahl von Formen des Verbrechens bedient. Prostitution an sich ist nichts anderes als kalkulierte Ausbeutung des Mannes und zugleich Degradierung des Mannes. In Schweden z.B. ist es geltendes Recht, daß Prostituierte ihren »Beruf« straflos ausüben dürfen, die Kunden jedoch, wenn sie das Angebot annehmen, bestraft werden. Hier zeigt sich ganz unverhüllt, daß der Feminismus sich der Prostitution als eines Herrschaftsinstrumentes über den Mann bedient, um indirekt eine gruppenbezogene Steuer einzutreiben - was im Islam schon früher üblich war, in Schweden jedoch auf direktem Wege - als »Männersteuer« - nicht eingeführt werden konnte. Die Feministin Gudrun Schyman hatte genau dies versucht!“

„In diesem Zusammenhang sei die dritte Forderung aus der Programmschrift S. M. Gearharts erwähnt. Sie lautet:

3.) Der Anteil der Männer muß auf ungefähr 10 % der menschlichen Rasse reduziert und festgeschrieben werden.

Ihre ersten beiden Forderungen sind ja bereits erfüllt.:

1.) Jede Kultur muß jetzt Schritte unternehmen, damit die Zukunft weiblich wird.

2.) Kein Mann kann dem Willen einer Frau, das von ihm gezeugte Kind vorgeburtlich zu töten, rechtswirksam widersprechen.

Warum erscheint uns die dritte Forderung - zunächst einmal - unrealistisch? Der hauptsächliche Grund dürfte nicht darin liegen, daß Männer sich wehren würden. Ich bezweifle, daß sie es täten. Der wahre Grund ist vielmehr, daß dann die Männersteuer, die faktisch weltweit entrichtet wird - sei es ingestalt von Haushaltsgeld, Prostituierten-Lohn, Einkommenssteuer, Sozialversicherungsbeiträge, oder wie auch immer - entfiele. Zudem würde die Menschheit in eine vor-industrielle Gesellschaft zurückgeworfen, so wie sie S. M. Gearhart in ihren utopischen Romanen beschreibt. Doch die weitaus meisten Frauen wollen in einer solchen Gesellschaft nicht leben. Und sie wissen, daß die Welt, welche ihnen ihre heutigen Bequemlichkeiten sichert, nur durch männliche Arbeitskraft ermöglicht wird. Die Frauheit benötigt einen Anteil von Sklaven, der nicht 10 %, sondern 48 % innerhalb der Bevölkerung ausmacht.“

Es ist die männliche Arbeitskraft, ja - man sollte sie jedoch insbesondere Leistungskraft oder Leistungsfähigkeit nennen, weil sie es hauptsächlich ist, die allen Frauen (und übrigens auch nicht wenigen Männern) die Bequemlichkeiten sichert. Diejenigen, die die bedeutendste Leistung erbringen, sind von der Anzahl her eher wenige. Ob der Wunsch, die Anzahl der Männer bis auf 10 Prozent zu reduzieren, damit etwas zu tun hat, ist sehr wahrscheinlich. Um auch in Zukunft in Bequemlichkeiten schwelgen zu können, müßte der Feminismus diejenigen Männer, die die bedeutendsten Leistrungsträger sind, regelrecht selektieren, also züchten. Zwar züchten sich Menschen sowieso, aber es war und ist (und wird noch lange sein?) diese Züchtung eine kulturelle Angelegenheit, besonders der Erziehung (Pädagogik), Bildung. Das war und ist im Vergleich zu den Zielen des Feminsimus, der ja ein Totalitarismus ist, sehr harmlos. Damit die Mindestanzahl an Leistungsträgern erreicht wird, müssen gerade sie genügend Nachkommen haben - nicht zu wenige, aber auch nicht zu viele (eine Geburtenrate von 2,1 bis 2,4 pro Weib ist ausreichend) - und kulturell möglichst auf der Höhe bleiben. Doch das funktioniert natürlich nicht ewig. Wir sehen bereits heute den in Zukunft noch größer werdenden Schaden, für den auch und insbesondere der Feminismus die Schuld trägt. Das Konzept des Feminsimus könnte, wie gesagt, u.a. darin bestehen - beispielsweise mittels Klonen, das ihm ja mittlerweile dank der Kultur, die auch diese Technik hevorbrachte und deswegen mit ihrer Geschichte wahrscheinlich sogar den größten Teil der Schuld trägt, zur Vefügung steht -, genau eben nur denjenigen Menschen das Leben zu erlauben, die er gemäß seiner eigenen Wünsche braucht, und denjenigen Menschen das Leben zu verbieten, die er gemäß seiner eigenen Wünsche nicht braucht oder fürchtet.

Könnte er damit letztlich Erfolg haben?

Der nächste Absatz in Ihrem Aufsatz hinterläßt allerdings wieder einige Fragen, insbesondere bei denen, die Steiners Anthroposophie nicht kennen:

„Diese instrumentalisierende Einstellung ist es, die in der mesopotamisch-ägyptischen Kultur-Epoche in Gestalt der Tempelprostitution veranlagt wurde. Was darüber hinaus geht, nämlich die Forderung nach Reduktion des Mannes auf 10% oder noch darunter, fällt in die viel frühere Zeit der alten Lemuris, kurz nach der Geschlechtertrennung, als der ursprünglich zwittrige Mensch weiblich gestaltet war und der Mann das Neue und insofern die Bedrohung schlechthin darstellte. Damit meine ich, zunächst einen Teil der Frage nach dem Karma des Feminismus beantwortet zu haben. Es ist das Vergangenheits-Karma. Verfolgen wir dieses zeitlich zurück, so kommen wir zunächst auf die mesopotamische Kulturen der Geburts-Mysterien und seiner Entartungen, nämlich die Tötung Ungeborener, sowie die Tempel-Prostitution. Gehen wir noch weiter zurück in eine prähistorische Vergangenheit, so kommen wir in die Lemurische Zeit, als gleichzeitig mit der Erde-Mond-Trennung auch die Geschlechter-Trennung einsetzte, die Frau aber noch eine Zeitlang die Führerschaft innehatte. Eine Frage bleibt: Wenn manche Feministen die Prostitution als eine männliche Erfindung, ja als ein männliches Herrschaftsinstrument bezeichnen - in Wirklichkeit ist es ja ein weibliches -, was motiviert sie dazu? Hierzu müssen wir ein weiteres Thema aufgreifen. Zuletzt sei dann auch noch das Zukunfts-Karma des Feminismus thematisiert.“

„Eigentlich liegt ja die Lösung des Rätsels »auf der Hand«: Frauen sind leib-schöpferisch: Sie gebären Kinder - aus dem Unterleib; Männer sind geist-schöpferisch: Sie gebären Ideen - aus dem Kopf (später: Kehlkopf). Darum ist auch der Ausdruck »Phallokratie«, mit dem Mary Daly das Patriarchat beschreiben will, so abgründig dumm und falsch. Es ist vielmehr der Kopf, durch den Männer herrschen. Wenn man schon ein neues Wort für männliche Herrschaft prägen möchte, dann sollte man also von einer »Phrenokratie« sprechen, und nicht von einer »Phallokratie«. (Demgegenüber wäre der Ausdruck »Hysterkratie« für die Weiberherrschaft durchaus sachgerecht.) Es ist also klar, daß der Feminismus das Patriarchat köpfen muß.“

Die Thesen sind interessant. Hat Steiner das Karma ähnlich verstanden wie die indische Kultur (vgl. Hinduismus, Buddhismus)?

Zu der Einteilung der Epochen könnte ich Veränderungsvorschläge machen, lasse es aber hier aus Platzgründen sein. Nur soviel: Wie Sie wissen, läßt Herr Schütze, von dem ich Sie übrigens herzlich grüßen soll, sich durch mich vertreten, weil er in Südamerika unterwegs ist. Wie er bin auch ich ein Bruneaner, und das Modell von Hubert Brune favorisiert andere Jahreszahlen als das Modell von Rudolf Steiner. Gemäß Brunes Theorie muß man von mehreren Millionen Jahren für die Menschenevolution ausgehen. Ich verweise im Zusammenhang mit den Jahreszahlen oder Zeitabschnitten auf folgende Webadressen:

- http://www.Hubert-Brune.de/nomaden.html -
- http://www.Hubert-Brune.de/hmmnk_hnmhk.html -
- http://www.Hubert-Brune.de/bilder/evolutionsperiodik.jpg -
- http://www.Hubert-Brune.de/bilder/oekonomie.jpg -

Freundliche Grüße!

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P.S.) Kleiner Tipp am Rande: Wenn Sie einen HTML-Anker setzen und ihm einem Namen geben, müssen Sie vor den Namen des Textankers unbedingt das „#“-Zeichen setzen, damit der Textanker auch seinen Dienst erfüllen kann.


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