Vielleicht (vielleicht!) doch kein Widerspruch

Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 21:22 (vor 1699 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Mann, Samstag, 22. Dezember 2012, 21:41

Guten Abend, Herr Lentze!

Ja, richtig, Sie hatten geschrieben:

„Der große Gedanke von der Auferstehung, der in den heiligen Mysterienstätten Ägyptens gepflegt wurde, wurde durch die Begierde, die äußere Gestalt, die Leibesform zu erhalten, ersetzt.“

Ersetzt! Ja, das könnte es vielleicht sein, Herr Lentze! Ich muß aber dennoch darauf verweisen und bestehen, daß das nicht eindeutig ist, weil gemäß meinem Wissen über die altägyptische Kultur die Auferstehung in eben dieser Kultur immer eine große Rolle gespielt hat und diese von Ihnen angesprochene Ersetzung nur in den ägyptischen „Ausnahmezeiten“ und in den sehr späten und (darum) dekadenten, fremdbestimmten Zeiten der Ägyptenkultur passiert sein kann. Das Mißverständnis zwischen uns hatte wirklich damit zu tun, daß wir eben „vorgeprägt“ sind, aber bei mir eben nicht in erster Linie durch Spengler und Brune, wie Sie meinten, sondern durch Allgemeinbildung und Geschichtsstudium, wie ich meinte und meine. Daß der sogenannte „Auszug aus Ägypten“ ausgerechnet zu einer solchen „Ausnahmezeit“ passiert sein soll, ist schon sehr seltsam, merkwürdig und vielleicht auch deshalb zum Teil des Bibeltextes geworden. Ich hatte ja schon diese Vermutung, aber so richtig daran glauben mag ich trotzdem noch nicht, weil es so sehr unwahrscheinlich ist.

Immerhin haben wir jetzt die Möglichkeit zum Weitermachen!

Mit freundlichem Gruß!

Herr Mann


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