Gefahr und Chance des Genderismus angesichts der Weihe-Nacht.

trel ⌂, Donnerstag, 27. Dezember 2012, 01:50 (vor 1551 Tagen)

Tretet ein durch die enge Pforte. Breit und bequem ist nur der Weg, der in den Abgrund führt. Und es sind die Vielen, die ihn gehen. Aber eng ist die Pforte und voller Bedrängnisse der Pfad, der zum höheren Leben hinführt, und nur wenige sind es, die ihn finden. (Matth. 7, 13-14)

Wir stehen vor einer Spaltung der Menschheit. Die obigen Sätze weisen darauf hin. Es gibt den "Mainstream", das ist der Hauptstrom, der staatlich gefördert wird und in dem der Willenlose sich treiben läßt; und es gibt den Nebenstrom oder Gegenstrom, der bekämpft wird, aber "in den Himmel" führt, das heißt, uns eine Zukunft sichert.

Etwas Ähnliches hat es vor langer Zeit bereits gegeben. Das war die Abspaltung der Menschheit von der Tierheit.

Damals hatte die Tierheit überhandgenommen. Alles war "durchprobiert"; riesige Tierarten - Saurier - waren entstanden, vermochten aber nicht zu überleben. Die Tierheit war an ein Ende gelangt, was ihre quantitative Vermehrung und die Vermehrung ihrer Arten betrifft. Die Tierheit blieb, aber sie blieb in Erstarrung; sie evoluierte nicht mehr.

Ähnlich sieht es mit der heutigen Menschheit aus: sie ist gewissermaßen an ein Ende gelangt. Ihre quantitative Vermehrung wird begrenzt durch den Hunger; ihre rassische, ethnische und kulturelle Vielfalt wird nicht mehr nur begrenzt, sondern reduziert durch Vermischung. Und genau dies ist die Grundlage für den in Christus wiedergeborenen Menschen, den "Neuen Adam" nach Paulus, einen Menschen neuer Art.

Der Genderismus arbeitet dieser Differenzierung zu. Eines seiner Ziele ist die Reduzierung der Menschheit weltweit durch Zerschlagung der Familien; ein anderes ist die Homosexualisierung, also die Gleichmachung oder die Ent-Artung im strengen Wortsinne. Denn das, was als "Vielfalt" bezeichnet wird, ist nur die zynische Umschreibung von Zersplitterung, Zerschlagung. Die geschlechtlichen Arten, von denen es nur zwei gibt, und die sonstigen Arten, deren Zahl ebenfalls begrenzt ist, sollen immer mehr zersplittert, vermischt oder relativiert werden, bis sie aufgehen in einem ununterscheidbaren bzw. "selbstbestimmt" definierten Brei.

In diesem "Menschen"-, besser: Anthropoiden-Brei, in dem die Individuen zuletzt nicht mehr geboren, vielmehr gemacht werden durch künstliche Besamung, können sich Menschen, die gottgewollt sind, nicht mehr verkörpern. Sie bedürfen einer völlig neuen Grundlage.

Diese wurde rechtzeitig geschaffen durch Jesus Christus, dem Urbild des gottgewollten Menschen. Seine Geburt, die eine ganze besondere, über Jahrhunderte vorbereitete, vorher nie gewesene war, feiern wir jedes Jahr in der Weihe-Nacht. Mit ihr feiern wir aber keineswegs nur eine Vergangenheit, sondern vielmehr unsere Zukunft. Eine Zukunft, die zunächst einmal nur Wenige ergreifen werden.

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So besehen, gewinnt der Genderismus einen positiven Aspekt. Er übersteigert das Anthropoidentum, das keine Zukunft hat, dermaßen, daß er es damit gleichzeitig begrenzt. Damit aber schafft er Raum für etwas Neues.

Umgekehrt müssen die meisten Individuen im Christentum etwas Negatives, eine existenzielle Gefahr erblicken. Warum, das kommt in den eingangs zitierten Sätzen zum Ausdruck. Die Mehrheit nämlich wird ihm, zunächst einmal, nicht folgen können, das heißt, sie wird in den Abgrund fahren, in die evolutive Erstarrung. Als Erlöser tritt Christus nur auf für diejenigen, welche dem staatlich geförderten "Mainstream" widerstehen und dadurch in - ebenfalls existenzielle - Schwierigkeiten gekommen sind. Er gibt Frieden denen, die eines guten Willens sind.

Aus demselben Grunde kann auch die "Frohe Botschaft", also das Evangelium, keine frohe Botschaft für die Mehrheit sein. Jesus selbst sagte, er sei gekommen, nicht um den Frieden, sondern um das Schwert zu bringen und eine Entscheidung herbeizuführen. Daß er verfolgt wurde, und daß alle wahren Christen zumindest einmal im Leben verfolgt werden, ist also alles Andere als verwunderlich. Verwunderlich wäre vielmehr, wenn die Verfolgung ausbliebe.

Nun muß man sich fragen: Was nützt uns die Geburt Gottes, wenn sie bewirkt, daß die meisten Individuen in die totale sexuelle "Selbstbestimmung", also in die Ent-Artung, somit in den evolutiven Endzustand getrieben werden? Sie gewinnen die Vertierung und verlieren die Menschlichkeit. Ist er das wert, der in Christus neu geborene Mensch?

Denken wir noch einmal zurück an die Tiere. Wie sie das wurden, was sie jetzt sind: Bedauerliche Geschöpfe, festgelegt in ihrem Sein, ausgesetzt der Verfolgung und Quälerei durch den Menschen. Sie wurden erniedrigt, damit der Mensch entstehe und auf ihren Rücken aufsteige. Der Mensch wurde zum Evolutionsführer. Er konnte es aber nur werden durch Erniedrigung der Tiere.

Heute beginnen wir, die Tiere zu schützen, zu würdigen, zu erheben. Aber das liegt nur daran, daß der Mensch, so, wie er damals wurde, selbst an sein Ende gelangt ist.

Früher bestand Feindschaft. Gerade unsere Abspaltung von den Tieren bedeutete den totalen Krieg. Noch heute fallen in primitiven menschlichen Gesellschaften unzählige Individuen den Tieren zum Opfer; nicht nur parasitischen Tieren, wie der Anopheles-Mücke, sondern auch z.B. den Krokodilen. Das sind Nachfahren der ehemaligen Saurier, die zu ihrer Zeit ungeheure Menschenfresser gewesen sind. Dieser Krieg muß die Götter in Atem gehalten haben: Wird die Abspaltung - die Emanzipation - gelingen? Wird der Mensch überleben?

Tatsächlich hat es sehr lange gedauert, bis sich die Menschheit nennenswert vermehrt hat. Es lag an den Gefahren, die von Tieren ausgingen.

Vor dieses Problem sehen wir uns, die Feminismus- und Genderismus-Kritiker, auch gestellt. Weil wir Christen sind. Christen? Da werden die Meisten jetzt aber protestieren! Aber ich bestehe auf das, was ich sage: Wer sich dem "Mainstream", dem Hauptstrom, verweigert, tut dies aus einem Christus-Impuls, ob er sich dessen bewußt ist, oder nicht.

Die Frage ist also nur, wie konsequent er es tut. Viele von denen, die jetzt im anti-feministischen und anti-genderistischen Lager stehen, werden irgendwann die Seite wechseln, weil sie die heute schon Konsequenten, die bekennenden Christen, nicht akzeptieren können. Sie werden nicht nominell das Lager wechseln, aber sie werden dem entsprechen, was wir ingestalt etwa der "rotlackierten Nazis", der faschistischen Antifaschisten und Bessermenschen, bereits kennen. Es sind die Spalter, Ausgrenzer und Rauswerfer in jeder zukunftsgerichteten Bewegung.

Indessen sehe ich keinen Grund, anzuklagen - weder die "Altmenschen", die zurückbleiben müssen, damit wir aufsteigen, noch die internen Spalter, die sich in einem Zwischenreich verirrt haben. Denn sobald auch die neue Evolutionswelle in die Erstarrung kommt, was unvermeidlich ist, werden wir dadurch, daß wir fallen, die Zurückgebliebenen erhöhen, so wie das die heute Zurückbleibenden mit den Tieren tun. Auch dies ist gottgewollt.

Resümieren wir:

Es sind harte und aufregende Zeiten, auf die wir zueilen. Es kommt zur globalen Spaltung und zu Kriegen bisher ungekannter Art, d.h. zum Krieg der Geschlechter und zum Krieg der Arten, weil ein neues "Geschlecht", eine neue Art entsteht. Viele Individuen wissen nicht und/oder lassen noch nicht erkennen, in welchem Lager sie stehen. Unzählige Gruppen und Untergruppierungen werden sich bilden und wieder auflösen.

Viele Individuen werden verzweifeln an der Sinnlosigkeit, die sie in ihrem Leben erkennen; Andere werden durch dieselben Umstände den Sinn ihres Lebens erst finden. Für die Götter und für die, welche es distanziert betrachten können, wird es aufregend werden.

trel


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