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Der Einstellungswandel im Judentum.

admin @, Montag, 14. Januar 2013, 00:57 (vor 1535 Tagen)
bearbeitet von admin, Freitag, 29. März 2013, 20:42

Die Einstellung des Judentums vor der Gründung des Staates Israel war internationalistisch. Es leuchtet unmittelbar ein, daß Juden in der bolschewistischen Bewegung, in der links-ideologischen Bewegung überhaupt, überproportional vertreten sein mußten. Selber staats- und heimatlos, waren sie affin zu den "vaterlandslosen Gesellen". Auch Marx war ein Jude.

Vielleicht noch auffälliger ist der Anteil des Judentums in der psycho-analytischen Bewegung. Nicht nur Freud war Jude, sondern fast alle anderen ihrer Vertreter waren es auch. Der einzige bedeutende Nichtjude war Jung. Gerade er aber ist auch ihr untypischster Vertreter, da er dem Geist den Vorzug gab vor dem Tier im Menschen.

Literarisches Urbild des Juden ist Ahasver. Es handelt sich um einen Menschen, der angesichts unseres Erlöser lachte und daraufhin unsterblich wurde; unsterblich aber in seinem unerlöstem Dasein. Diese Art von Unsterblichkeit ist das Gegenbild zur Tod-Überwindung unseres Erlösers. Dieser hat den Tod überwunden; jener ist ihm ausgeliefert, indem er ihn sucht, ohne ihn jemals zu finden.

Der Ursprung des "Ewigen Juden" wird also in einem Verrat gesehen. Sein Urbild ist der Verrat des Judas an Christus, ein freilich mißlungener Verrat. Und es ist bezeichnend, daß im Namen Judas der Jude durchscheint. Der Jude in literarischer Reinform ist ein ewiger Judas, ein Mensch, der über das Angebot des Ewigen Lebens lachte und die Ewigkeit jetzt als Karikatur verkörpern muß.

Adolf Hitler, obwohl vermutlich ohne jüdische Wurzeln, bezeugte eine bemerkenswerte Affinität zum Judentum. Er sah im deutschen Volk das Auserwählte Volk, so wie die Juden es im jüdischen Volk sahen. Er übernahm die Blut- und Boden-Bewegung aus dem Zionismus. Völkermord hielt er für genauso legitim wie die Juden im Alten Testament den Völkermord für legitim gehalten haben.

In Hitler radikalisierte sich das Judentum bis hin zu einer Umkehrung. Auf die Katastrophe folgte der Staat Israel, ein rechtsradikaler Staat mit Rassegesetzen, dessen Geist, würde er sich im deutschen Volk verkörpern, durch die Regierung mit allen politischen und rechtlichen Mitteln auf das Erbitterste bekämpft würde. Darin liegt der Einstellungswandel im Judentum, ein Umschlag der radikalsten Art.

Dies ist wahrlich ein Paradox: Derjenige Staat, dem die heutige deutsche Politiker-Klasse sich verbunden weiß und verpflichtet fühlt wie keinem anderen Staat auf dieser Erde (eingeschlossen die USA), ist zugleich derjenige, dessen Geist sie bekämpfen würde wie nichts Anderes, wenn er das deutsche Volk beseelen würde.

Kein Staat verteidigt die Einheit von Volk, Nation und Territorium so sehr wie der jüdische; kein Staat verleugnet ihn so sehr wie der deutsche. Und dennoch gibt es keine zwei Staaten auf der Welt, die zu ihrer Identitäts-Erhaltung dermaßen aufeinander angewiesen sind.

admin


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