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Antirassismus ohne Rassismus

admin @, Dienstag, 02. April 2013, 11:07 (vor 1545 Tagen) @ admin

Siehe Die "antirassistische" Praxis (1) von Dr. Claus Wolfschlag, online veröffentlicht in der rechtskonservativen Zeitung JF.

Zu den Stereotypen der „multikulturellen“ Argumentation gehört, daß „Rassismus“ und „Fremdenfeindlichkeit“ vor allem dort stattfänden, wo wenige Fremde anwesend wären. Die logische Konsequenz daraus ist klar: Packt man ordentlich Fremde in einen Ort, verschwindet der „Rassismus“ offenbar sukzessive. Wieder hat man also ein weiteres gutes Argument dafür gefunden, die „Vielfalt-Gesellschaft“ auch in versteckteste Winkel Vorpommerns tragen zu müssen. Aber abgesehen von der durchsichtigen Absicht könnte man die Argumentation dennoch hinterfragen. Sie lässt nämlich meist unbeantwortet, weshalb der „Rassismus“ eigentlich verschwinden sollte, wenn man die Leute nur mit möglichst vielen Menschen anderer Rassen oder Kulturen konfrontiert.

Die „christliche“ Antwort-Variante würde vermutlich lauten: Die Einheimischen bemerken, daß da eigentlich ganz nette Menschen zu ihnen gekommen sind und erkennen deshalb, dass ihre vorher geäußerten Ressentiments gegen das Fremde falsch waren. Die „antifaschistischere“ Antwort-Variante dürfte hingegen lauten: Indem mehr Fremde hinzuziehen, wächst das Risiko für „Rassisten“ einmal „aufs Maul“ zu bekommen, wenn sie weiterhin ihre Klappe aufreißen. Hier wäre also kein geistiger Lernprozess Ursache der Veränderung, sondern ein durch latente Drohung entstandener Verstummungsvorgang.

Die „antideutsche“ Variante der Erklärung dürfte noch einen Schritt weitergehen: Wo keine Deutschen mehr leben, da finden endlich auch kein „Rassismus“ und keine „Fremdenfeindlichkeit“ mehr statt. Das stimmt zwar nicht, wie ein Blick auf die Welt zeigt, aber darum geht es ja auch gar nicht. Es geht der neuen Weltordnung schließlich um das, was im Wilden Westen des 19. Jahrhunderts bereits eingeprobt wurde. Sind erst einmal die (indianischen) Eingeborenen beseitigt, steht nichts mehr der allein auf Produktion und Konsum basierenden Gesellschaft aus entwurzelten Einwanderern entgegen.

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Der Antirassismus ohne Rassismus ist ein höchst seltsames, dabei spezifisch deutsches Phänomen. In Israel, dem sich deutsche Politiker so sehr verbunden wissen (sagen sie), gibt es - umgekehrt - Rassegesetze.

Man nehme zum Vergleich einen Menschen, der ein überreagierendes Immunsystem besitzt, das auch auf unschädliche Stoffe abwehrend reagiert. Es handelt sich um einen Allergiker.

Dann vergegenwärtige man sich einen Menschen, der ein zu schwaches Immunsystem besitzt. Er stirbt an - normalerweise - ganz harmlosen Infektionen.

Zuletzt stelle man sich einen Menschen vor, der überall Allergiker wittert, wo keine sind, und in ihnen eine ganz große Gefahr vermutet. Und der in Krankheitskeimen seine Retter und Befreier sieht, im Sinne von "Deutschland, verrecke!" Müßte man den nicht als einen potentiellen Selbstmörder bezeichnen?

admin


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