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Zur Evolution gehört auch die Devolution.

admin @, Mittwoch, 17. April 2013, 10:59 (vor 1437 Tagen)
bearbeitet von admin, Mittwoch, 17. April 2013, 11:08

In einem "Spiegel"-Artikel, den ich gerade las, ist von einer Frühform des Menschen, dem sogenannten homo floresiensis die Rede.

Noch vor knapp 20.000 Jahren lebte in Indonesien ein zwergenhafter Verwandter des Menschen. Forscher haben das Rätsel seines winzigen Gehirns gelöst: Der Flores-Hobbit entwickelte sich rückwärts.

[...] Auf der indonesischen Insel Flores fanden sie die Überreste des Homo floresiensis. Er war etwa einen Meter groß, der Kopf hatte die Größe einer Grapefruit.

[...]

Das zeige, dass sich Menschenartige unter speziellen Bedingungen auch in gegensätzliche Richtungen entwickeln können - der Hobbit-Mensch entwickelte sich rückwärts, um sich besser an die Umwelt anzupassen. Letztlich hat es nichts gebracht, unser rätselhafter Verwandter starb aus.

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Allerdings:

"Um sich besser an die Umwelt anzupassen" - dieser Satz ist absolut unwissenschaftlich. Sofern man Wissenschaft an ihrem Ideal mißt, nicht an ihren real existierenden Entartungen.

Es handelt sich um einen Finalsatz. Der drückt einen Zukunftsplan, eine Absicht aus. Dazu gehört ein bewußter Wille. Wer oder was aber ist das Subjekt dieses Willens? Etwa der homo floresiensis selbst? Der wird damit beschäftigt gewesen sein, seine alltäglichen Bedürfnisse zu befriedigen, nicht aber, das Gehirn seiner Art zu reduzieren.

Es müßte also schon ein Neo-Darwinist als Motor dieser Devolution dahintergestanden haben. Oder eine Art Gott, als welche man sich "die Evolution" gewöhnlich vorstellt.

Machen wir es uns doch einfacher: Dieser Mensch ist schlicht ent-artet. Er ist degeneriert. Er wurde von allen guten Geistern verlassen, weil er zu viel gewixt hat. Bei den heutigen Bonobos kann man das ja in den Zoos noch gut beobachten, bei anderen Affen übrigens auch. Wenn der Mensch in seiner Abwendung von unserem Schöpfer und im Mißbrauch seiner Lebenskräfte einen gewissen Punkt überscheitet, dann gibt es kein Zurück mehr, weil dann auch das hierfür nötige Bewußtseins-Organ - das Gehirn - zu sehr degeneriert ist.

Übrigens:

Der Gott oder Abgott, der gemeint ist, wenn jemand "die Evolution" beschwört, den gibt es, und zwar in der Imagination der Schlange, wie sie als das verführende Wesen im Paradies durch die Genesis beschrieben wurde. Ein Wesen, das sich von Gott abgekoppelt hat, auf seine Weise durchaus evoluiert und devoluiert, dies aber immer horizontal, vom Trieb nach Macht und Lebensraum gesteuert. Der Mensch, solange er Mensch bleibt, bewegt sich aber nicht nur horizontal. Er hat auch eine Vertikale; im Idealfalle ist er Gott verbunden, zumindest aber nimmt er Geistiges auf. Wo nicht, da "fällt" er, nicht sofort und nicht gleich völlig; vielmehr "verfällt" er.

Es gab Einschnitte in der Geschichte der Menschheit, da waren solche "Fälle" endgültig. Wer kann mit Sicherheit behaupten, daß solche Fälle, individuell und kollektiv, nicht auch zukünftig eintreten werden?

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Vergleiche hierzu Matthäus 25,1-13:

"In dieser Zeit wird es mit dem Reich, das der Himmel regiert, wie mit zehn Brautjungfern sein, die ihre Fackeln nahmen und dem Bräutigam entgegengingen. Fünf von ihnen handelten klug und fünf waren gedankenlos. Die Gedankenlosen nahmen zwar ihre Fackeln mit, aber keinen Ölvorrat. Die Klugen dagegen hatten neben ihren Fackeln auch Ölgefäße mit.

Als nun der Bräutigam lange nicht kam, wurden sie alle müde und schliefen ein. Um Mitternacht ertönte plötzlich der Ruf: 'Der Bräutigam kommt! Geht ihm entgegen!' Da standen die Brautjungfern auf und richteten ihre Fackeln her. Die Gedankenlosen sagten zu den Klugen: 'Gebt uns etwas von eurem Öl; unsere Fackeln gehen aus!' Doch diese entgegneten: 'Unser Öl reicht nicht für alle. Geht doch zu einem Kaufmann und holt euch welches!'

Während sie noch unterwegs waren, um Öl zu kaufen, kam der Bräutigam. Die fünf, die bereit waren, gingen mit in den Hochzeitssaal. Dann wurde die Tür verschlossen. Schließlich kamen die anderen Brautjungfern und riefen: 'Herr, Herr, mach uns auf!' Doch der Bräutigam wies sie ab: 'Ich kann euch nur sagen, dass ich euch nicht kenne.'" - "Seid also wachsam!", schloss Jesus, "denn ihr kennt weder den Tag noch die Stunde."

Also nochmals: Es gibt Momente der Endgültigkeit, Zustände ohne Rückkehr.

admin


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