Abtreibung: R.Steiner über (Baby-)Mord und Schwarze Magie.

trel ⌂, Donnerstag, 27. Februar 2014, 19:29 (vor 1300 Tagen) @ trel
bearbeitet von admin, Mittwoch, 05. März 2014, 21:26

Es wundert mich immer wieder, wenn selbst Anthroposophen - ja sogar geweihte Priester der durch R.Steiner inaugurierten Christengemeinschaft - das "Frauenrecht auf Abtreibung" verteidigen.

Sie argumentieren, es müsse dann das Schicksal der betreffenden "Mutter" jeweils individuell in Betracht gezogen werden. Aber das tut ein Richter, der einen Mörder verurteilt, doch auch. Dabei ergibt sich, daß eine Tötung aus Notwehr nur sehr selten vorkommt. Ebenso ist fast niemals das Leben einer Mutter in Gefahr, wenn diese einen ungeborenen Menschen töten läßt.

Im Jahre 1903 erschien von R.Steiner eine kurze Besprechung des Romans Flita. Wahre Geschichte einer Schwarzen Magierin, von Mabel Collins. Ich bringe einen Auszug dieser Besprechung und hebe die entscheidende Textstelle hervor:

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Im Beginne ihrer Inkarnationen, auf der Stufe der Wildheit, hat Flita ihren Geliebten getötet. Und aus der Tötung ist ihr die Kraft zur schwarzen Magierin geworden. Dies ist im okkulten Sinne durchaus sachgemäß. Es besteht ein geheimnisvoller Zusammenhang zwischen dem Wissen, das zur Macht führt im schlimmen Sinne und den Kräften, die das Leben unterbinden. Der Tod hängt für unsere menschheitliche Evolution durch tiefliegende Gesetze mit dem Egoismus zusammen. - Im Fortgang der Erzählung tritt uns denn auch Flita als schwarze Magierin innerhalb der gegenwärtigen Kulturstufe entgegen.

Ihr Wissen über verborgene Dinge macht sie zur Magierin. Und dass in ihr die niederen Kräfte, die Leidenschaften der Menschennatur noch walten, bewirkt das Verderbliche in ihrem Wesen. Denn alles okkulte Wissen wird durch diese Kräfte auf die Seite des Bösen gedrängt. - Das Wissen braucht nämlich, wenn es sich entfalten will, Leben. Alles Wissen, das sich nicht mit Leben sättigt, ist leer, schattenhaft, wirkungslos. Nun gibt es zwei Quellen, aus denen der Mensch Leben schöpfen kann. Die eine fließt ihm zu, wenn er auf dem Gipfel steht, wo alles niedere Verlangen abgestreift ist. Alle Gefühle müssen da eine andere Form angenommen haben, als sie innerhalb der Triebnatur der niederen menschlichen Wesenheit haben. -

Die andere Quelle liegt in dem Leben unserer Mitgeschöpfe, gleichgültig, ob diese schon wirklich um uns herum in der physischen Welt leben, oder ob sie sich erst zum Leben drängen. Keiner versteht dies Buch, der nicht weiß, dass Wissen, das der Neugierde oder dem Machtkitzel entspringt, seine Kraft schöpft aus Wesen, die sich zum Leben drängen, die noch ungeboren sind, und geboren werden wollen. Wer hinter die Kulissen der physischen Wirklichkeit schauen kann, der weiß, wie viele Wesen es mit dem Leben bezahlen müssen, dass die Menschen nach Erkenntnis streben, die nur ihrer Selbstsucht dient. Flitas Geliebter muss ihr ein astrales Wesen töten; und die schwarze Magierin schöpft vampyrartig Kraft aus dieser Tötung.

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("ein astrales Wesen töten", hier = einen noch nicht geborenen Menschen töten.)

Im Grunde handelt es sich dabei um Kenntnisse über Zusammenhänge, die zumindest in den sogenannt unterentwickelten Ländern weltweit verbreitet sind. In Benin, wo ich lebte, war ständig davon die Rede, daß Neugeborene verschwinden, und zwar zum Zweck der rituellen Tötung. Hebammen in Krankenhäusern gelten grundsätzlich als potentielle Hexen, die ihre schmarzmagische Kraft durch die Tötung von lebenden Wesen, darunter eben Neugeborenen, erlangen.

Da Kinder dort recht zahlreich geboren werden und die Familien arm sind, wird die Tötung dann auch - ich weiß nicht, in wieviel Prozent der Fälle - gegen Entschädigung geduldet oder gar vorweg ausgehandelt.

Überhaupt ist die Schwarze Magie dort für die Weiber so attraktiv - oder, je nach Einstellung, schlecht beleumdet - wie für die Männer ein einflußreicher Posten in einer korrupten Behörde.

trel


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