Die Gynokratie mißbilligt den "falschen" Seitenwechsel.

trel ⌂, Mittwoch, 21. Mai 2014, 01:25 (vor 1130 Tagen) @ Commandik
bearbeitet von admin, Freitag, 08. April 2016, 09:04

Es tut mir leid wenn das nicht der richtige Ort ist um das zu schreiben in einem Mainstream-Forum dürfte ich sowas jedoch nicht mal erwähnen.

Darüber darf man hier schreiben.

Ich will versuchen, dich zu verstehen und dir zu antworten, aber bin kein Fachmann für Fragen der Transsexualität, und ich kenne auch keine Menschen, die es betrifft.

Es fällt mir in der Tat schwer, dich in deinem Grundanliegen zu verstehen. Ich selbst bin ein Mann und möchte auch männlich wirken. Der Wunsch, weiblich auszusehen, ist mir völlig fremd. Dagegen ist es mir möglich, mich in homosexuelle Männer etwas einzufühlen. (Ziemlich selten sehe ich junge Männer, mit denen mir ein Flirt - mehr aber auch nicht! - durchaus angenehm wäre.) Beim Lesen deiner Mitteilung ist mir überhaupt erst klargeworden, daß Transsexualität und Homosexualität verschiedene Dinge sind. Transmänner, körperlich Frauen, können demnach durchaus Männer mögen. Richtig?

Noch schwerer verständlich ist es mir, daß Transmänner sich angesichts der verheerenden Folgeschäden, so wie du sie schilderst, auf chirurgische Operationen einlassen. Ich glaubte bisher, jeder Mensch würde einen "falschen", aber unversehrten Körper einem "richtigen", aber versehrten Körper vorziehen. Wie sieht es bei dir aus?

Was ich aber sehr gut verstehe - wenn auch keinesfalls billige -, ist die Bevorzugung von Transfrauen gegenüber Transmännern. Wir leben in einer Gynokratie (anderes Wort: Staatsfeminismus). Galten bisher Männer als die eigentlichen Menschen und Frauen als Unterordnung der Menschen, so ist es heute von Staats wegen umgekehrt, ja schlimmer noch: Frauen gelten als die wahren Menschen oder jedenfalls als Zukunftsmodell, Männer hingegen als menschliche Entartungsformen, zumindest als Auslaufmodelle, die auf keinen Fall gefördert werden dürfen.

Dementsprechend führt die Gynokratie einen sexistischen Klassenkampf, so wie der Nationalsozialismus einen völkisch-rassischen Klassenkampf geführt hat. Wer dem Mannsein etwas Positives abgewinnen kann oder es gar bevorzugt, der wird von diesem System als Bedrohung erlebt.

Soweit die Politik. Für mich als einem philosophisch Interessierten stellt sich darüber hinaus die Frage, wie es zur Transsexualität überhaupt kommt. Daß es viel mit der Erziehung zu tun habe, glaube ich nicht. Aber vielleicht kannst du auch dazu etwas sagen.

Gruß!
trel


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum