Rückgabe eingezogener "Tatwerkzeuge"

trel ⌂, Mittwoch, 07. Januar 2015, 14:07 (vor 1071 Tagen) @ MNK

die müssen dir nach 9 Monaten alles zurückgeben. Lies dich bitte mal ein bzw. höre dir das in Ruhe mal an: http://www.mdr.de/mdr-info/notstand-staatsanwaltschaft100.html

Der hübsche kleine Rechner, ein Netbook, eingezogen auf Beschluß des Bonner Richters Jan Kraus mit einer rechtlich absurden Begründung (ich würde den Frauen das Recht [!] auf Abtreibung bestreiten, siehe hier) war damals über 300 € wert. Ich brauche ihn jetzt zwar nicht mehr dringend, aber ärgerlich ist der Verlust natürlich schon. Mir ist aus deinen Links noch nicht klar geworden, ob und wenn ja, was ich tun kann, um ihn wiederzuerlangen. Einen Rechtsanwalt kann ich mir nicht leisten.

Vielleicht kannst du mir dazu noch einige Tips geben.

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PS: Vielleicht finden wir eines Tages mal besagte Männerrechtsbewegung. Das Schlimmste ist, im direkten Bekanntenkreis zu erleben, dass ... statt auf Rat zu hören ... jeder Trottel seine eigene Erfahrung machen will. Da kann man sich Mühe geben, wie man will.

Ja, es ist so wie du vermutest: Der Mensch entwickelt sich aufgrund von - meist schmerzhaften - Erfahrungen, nicht aufgrund von Belehrungen. Auch unser Körper lernt nur, Immunkräfte gegen Infektionen zu bilden, nachdem er infiziert worden war. Darum sind Impfungen auch nichts Anderes als abgeschwächte Infektionen.

Unser Fehler bestand darin, dies nicht erkannt zu haben. Laßt die Männer ihre Erfahrungen machen! Je mehr, je besser. Das wirkt bis in die nächsten Inkarnationen.

Und übrigens: Auch die Einziehung meines Rechners (s.o.) war wohl eine notwendige Erfahrung. Daß das einem jederzeit passieren kann, das wußte ich freilich schon vorher. Ich hatte die Möglichkeit gedanklich lange vorher durchgespielt. Und trotzdem war ich unvorsichtig. So scheint es, daß ich die schmerzhafte Erfahrung einmal habe machen müssen.

Jetzt mache ich die Tür gar nicht mehr auf, wenn es klingelt - es sei denn, jemand, den ich kenne, hat sich telefonisch angemeldet. Und daß man einen Rechner auch mit einer briefmarkengroßen SD-Karte statt mit Festplatte betreiben kann, habe ich ja im Anhang zu o.g. Artikel erläutert.

Natürlich können die Bürgerfeinde einen auch ärgern, indem sie gewaltsam einbrechen und "Tatwerkzeuge" einziehen, nur der Einschüchterung und Entmutigung halber, im Bewußtsein, keine Daten zu erhalten, aber jemandem einem "Denkzettel" zu verpassen. Es ist dann eine Praxis, die vergleichbar ist mit der Behandlung von Gefangenen durch Mitgefangene in Haftanstalten zu Zwecken der Erpressung. Justizangestellte sind in der Beziehung keine besseren Menschen.

Im Moment bin ich froh, daß draußen die Sonne scheint! Es gibt immer einige Lichtblicke, die einem von trübseligen Gedanken ablenken.

Gruß
trel

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