Der Gauckler will keine Erinnerungskultur für Dresden - ausgerechnet!

trel ⌂, Samstag, 14. Februar 2015, 09:37 (vor 916 Tagen)
bearbeitet von trel, Samstag, 14. Februar 2015, 09:49

Er nennt sich Bundespräsident, wird aber von den meisten Deutschen (sofern sie nicht gerade Journalisten sind) wohl eher als ein Verräter des Volkes empfunden. In seiner Rede zur Dresdner Bombennacht sagte er mit Bezug auf eben dieses historische Ereignis:

Wer bereit ist, die Fixierung auf das eigene Schicksal zu überwinden, erfährt auch einen Akt der Selbstbefreiung. Er lernt, sich in größerem, historischem Kontext neu zu sehen und wird empfänglich für das Schicksal des Anderen.

Da wird man sich selbstverständlich fragen: Hat das auch zu gelten für die Vernichtung von Menschen in den KZs? Meines Erachtens ist die Antwort klar: Es gilt für alles, was geschehen ist. Der Gauck'sche Satz ist also nicht falsch, vielmehr wahr - sofern er nicht gerade selektiv ausgelegt wird.

Dankenswerterweise spricht der Gauckler (ich nenne ihn willentlich so, weil ich ihn als das sehe, was mit dieser Verballhornung ausgedrückt wird) den Satz aus, der nicht nur im angelsächsischen Raum, vielmehr überall auf der Welt Geltung hat: "If right or wrong - my country", sinngemäß also: "Ob gut oder schlecht, es ist mein Land." Nur ausgerechnet für Deutschland will er diesen Satz nicht gelten lassen.

Kann aber jemand als Repräsentant eines Volkes gelten, der nicht fühlt, was dieses Volk fühlt, dieses Volk belehren will, indem er die Position der Sieger einnimmt? In einem demokratischen Rechtsstaat, der diesen Namen verdient, sicher nicht. Der Gauckler spricht nicht in unserem Namen, auch wenn ein Presseorgan wie der "Spiegel" uns dies glauben machen möchte. In einem diesbezüglichen Artikel von heute gibt es - bis jetzt jedenfalls - keine Kommentarfunktion, was wohl für sich spricht.

Daß der Gauckler zur historischen Stunde eine Konkubine als "first lady" mit sich führt, macht ihn als ein moralisches Vorbild auch nicht gerade überzeugend. Im verlinkten Spiegel-Bericht wird erwähnt, daß dieser "first lady" während ihres Auftritts fröstelt, weil sie sich nicht angemessen angezogen hat. Dieser Hinweis läßt, auch wenn das nicht beabsichtigt ist, an die Straßen-Prostituierten denken, die aus denselben Gründen frieren müssen.

trel


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