Das ist eine kluge Einstellung; ich vertrete sie auch!

trel ⌂, Montag, 10. August 2015, 22:17 (vor 652 Tagen) @ Jose Morales

Meine persönliche Erfahrung ist .... so hart das jetzt klingt: "Hau zu, du wirst auch bestraft, wenn du es nicht machst!" ... aber in dem Fall weißt du wenigstens, warum du bestraft wurdest. Sollte ich unerwarteter Weise wieder in eine solche Situation kommen, hat meine Partnerin oder diese Person nichts zu lachen.

Das hat mir mein Anwalt damals auch so gesagt. Nämlich, in ungefähr diesen Worten: "Wenn die Frau Ihnen Gewalt vorwirft, wird ihr geglaubt, egal ob sie lügt oder die Wahrheit sagt. Verurteilt werden Sie also in jedem Falle. Aber Sie werden nicht härter bestraft, wenn Sie tatsächlich zu- oder zurückgeschlagen haben. Denn das wird Ihnen ja sowieso unterstellt!"

Dieses Argument hat mir sofort eingeleuchtet. Tatsächlich hat es Vorurteile, wenn man zurückschlägt, und zwar kräftig: Die Täterin kriegt einen Schock. So wie ein Kind, das sich die Finger verbrennt, nicht noch einmal die heiße Herdplatte anfaßt, so wird eine Frau, die männliche Wehrhaftigkeit erfahren hat, sich künftig zusammennehmen.

Auch wenn sie Verletzungen davonträgt, was macht's? Meine Ex hat sich von einem Arzt Verletzungen bescheinigen lassen, die sie - von mir jedenfalls - gar nicht gehabt haben kann. Entweder hat sie sich die selbst beigebracht, oder sie hat sich mit dem bescheinigenden Arzt arrangiert. Letzteres klingt unglaublich, kommt aber vor. Mir hat die Ärztin in der zahnärztlichen Notfallklinik die Bescheinigung verweigert, daß mein Zahnverlust verletzungsbedingt gewesen ist. "Nette" Ärzte sind zu allerhand bereit bzw. nicht bereit, das kennt man ja von Krankschreibungen.

Also, mit bestem christlichen Gewissen: Nächstes Mal voll eins drauf! Denn manchmal kann und soll man die Sünder vor sich selbst schützen.

trel


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