Unglaublich: Spiegel-Autor bezeichnet AfD als einen "Flohsack an Vorbestraften, mit Haftbefehl Verfolgten, Gescheiterten, Karrieristen, schräg Begabten und puren Rassisten"!

trel ⌂, Sonntag, 20. März 2016, 16:43 (vor 608 Tagen)
bearbeitet von trel, Sonntag, 20. März 2016, 16:50

In seiner Kolumne, hier mit dem Titel Trump, AfD und andere Rechte: Stärke und Ordnung, egal wie bezeichnet "Spiegel"-Autor Georg Diez die AfD pauschal als einen

Flohsack an Vorbestraften, mit Haftbefehl Verfolgten, Gescheiterten, Karrieristen, schräg Begabten und puren Rassisten.

Seine Kollegin Sibylle Berg äußerte sich zuletzt schon kultivierter - oder, mit Blick auf die möglicherweise eintretende Machtverschiebung, einfach nur ängstlicher, denn sie schrieb kürzlich im selben Blatt: "Es hilft doch nichts, fast 30 Prozent eines Volkes als Deppen zu beschimpfen."

Selbstverständlich wird es auch in der AfD einige kritikwürdige Leute geben. Aber meines Wissens keinen maßgeblichen Exponenten, der, wie CDU-Ministerpräsident Stanislaw Tillich, im Rückblick auf Unmut äußernde Demonstranten sagte:

Das sind keine Menschen, die sowas tun. Das sind Verbrecher.

Wären es Verbrecher, so wären sie verurteilt worden. Sind sie aber nicht. Und selbst wenn: Warum sollten es dann keine Menschen mehr sein? Weil sie eine menschliche Behandlung nicht verdienen? Dann aber wäre auch der Rechtsstaat nicht mehr für sie zuständig, sondern die Betreffenden gehörten einem (evtl. erst noch aufzuhetzenden) Lynchmob überantwortet.

Eine solche Haltung bedeutet den Rückfall in den Nationalsozialismus. Dieser ist meiner Einschätzung nach nicht wirklich überwunden; er hat nur neue Inhalte.

Ich unterstelle zugunsten von Herrn Diez, daß auch er unter dem Eindruck der zu erwartenden politischen Machtverschiebung seine Haltung ändern wird, gemäß der Einsicht von Frau Berg: "Es hilft doch nichts, fast 30 Prozent eines Volkes als Deppen zu beschimpfen."

Freilich, das Motiv für einen solchen inneren Wandel wäre leider nur die Feigheit. Ich wünsche mir Journalisten, die, ohne Blick auf Lohn und Strafe, vielmehr aus einem Ethos schreiben, dem wir nacheifern könnten.

trel


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