Benachteiligung Transsexueller

trel ⌂, Freitag, 08. April 2016, 11:39 (vor 593 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Sonntag, 10. April 2016, 15:58

Ich glaube, dass es solche Fehl-Inkarnationen nicht gibt; schließlich steht dem zur Inkarnation anstehenden Ich dessen Engel zur Seite, sodass die absolut richtige Entscheidung getroffen wird.

Danke für den Einwand. Einwände gegen einem Gelegenheit, das eigene Wissen zu überprüfen. Hier beschränkt sich das eigene Wissen freilich auf Lesefrüchte bei Rudolf Seiner.

Nun, bei Steiner können wir nachlesen, daß der Mensch seinen Schutzengel (der als höheres, die Inkarnationen überschauendes und leitendes Ich fungiert) durch sein eigenes Verhalten durchaus beeinflussen kann. Und dies, in dem von Steiner angeführten Beispiel, zum Nachteil. Er sprach von Menschen, die zur Zeit der alten Ägypter bereits zu Materialisten wurden, indem sie ihre Mumifizierung anordneten oder diese bei anderen Menschen durchführen ließen. Der heutige Materialismus hat überhaupt in der damaligen Kultur seinen Ursprung. In der Folge wird oder wurde aber auch der jeweilige Engel herabgezogen, d.h. zum Materialisten er-zogen.

Wir können diesen Aussagen eigentlich nur entnehmen, daß der Engel gar nicht so unfehlbar ist, wie meistens angenommen wird. Und dafür gibt's ja auch eine sehr anschauliche Parallele: Das sind unsere Eltern. Was wirft man heutigen Eltern nicht alles vor! Und so wie ein Kind mit zunehmendem Alter sich emanzipiert und derweil die Eltern immer kritischer sieht - oft zurecht -, so emanzipiert sich auch der Mensch von seinem Engel. Spätestens am Ende der Erd-Entwicklung - bei den Eingeweihten jetzt schon - wird der Engel den Menschen "aus der Hand entlassen", das ist die wörtliche Übersetzung von emanzipieren. - Auch unsere Chefs und Regierungsvertreter erfüllen ihre Aufgaben nur selten in idealer Weise.

Weiterhin spricht Steiner oft von vorgeburtlichen Entscheidungen, die der Mensch "in Zusammenarbeit mit den Hierarchien" trifft. Das heißt, daß der Mensch da bereits eine gewisse Freiheit genießt. Wenn ich richtig verstehe, zwingt ihn der Engel nicht. Es ist daher nicht von Vornherein entschieden, welche Anteile seines Karmas der Mensch in seinem bevorstehenden Leben verwirklicht. Er kann das Karma aufschieben. Das geschieht insbesondere, wenn der Mensch - Steiner führt als Beispiel Martin Luther an - durch Erzengel oder Archai besondere, einmalige Aufgaben erhält. In diesem Falle muß der Schutzenengel sich unterordnen.

In folgender Aussage möchte ich dir allerdings beipflichten:

Dass die Erziehung bzw. spezifische Einflüsse des sozialen Umfelds der Transsexualität
zugrunde liegen könnten, erachte ich als einen Irrtum; hier offenbart genau umgekehrt das Affinitätsprinzip, dass Gleiches sich zu Gleichem hingezogen fühlt,

Richtig, der Mensch wählt sich vorgeburtlich das Umfeld, in dem er seine Pläne verwirklichen kann. Nur ist das immer eine Kompromißlösung, woraus ihm entsprechende innere Kämpfe erwachsen. So kann ich mir vorstellen, daß "gute" Eltern fast immer vergeben sind. Oder daß sie, infolge eigenen Karmas, unerwartet "ausfallen", und dann eine zweite Wahl getroffen werden muß.

Festzuhalten ist jedenfalls, daß die Sexualität als solche im Zerfallen ist und Irregularitäten gehäuft auftreten, wohl auch gesucht werden. Der Zerfall der Sexualität ist wiederum die Folge der zunehmenden Wirkung des kosmischen Christus-Impulses. Denn todloses Leben braucht keine sexuelle Fortpflanzung. Wenn aber die freiwerdenden Kräfte nicht christlich aufgegriffen werden, dann werden sie von ahrimanischen/asurischen Mächten ergriffen. Diese bilden daraus schreckliche dämonische Karikaturen einschließlich der politischen Rahmenbedingungen.

trel


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