Benachteiligung Transsexueller

Bernhard @, München, Freitag, 08. April 2016, 23:56 (vor 441 Tagen) @ trel

Hallo, trel!

Vielen Dank für Ihren/Deinen(?) Kommentar!


Der Vortrag über die ägyptische Kultur ist mir im Nachhinein wieder geläufig, insbesondere die Bemerkung über den Zusammenhang zwischen dem Mumien-Ritual und seiner Reflexion im modernen Materialismus.

Ihre/Deine Hinweise auf die Rolle der Engel usw. gegenüber dem Reinkarnationsprozess nehme ich zum Anlass, mich wiederum eingehend mit den Hierarchien zu befassen. Jedenfalls sind Ihre/Deine Schlussfolgerungen durchaus nachvollziehbar und konsequent.

Allerdings, die Kernfrage bleibt offen: Wer/was veranlasst zuletzt die körperliche Geschlechtsumwandlung bzw. lässt sie zu, und welche Notwendigkeit/Folge bzw. welches Ziel ist mit einer solchen verbunden? -

Man mache sich bewusst, dass der sexuell orientierte "Umbau" kein Spaziergang ist - sowohl für den Operateur wie auch für den Betreffenden. Und allein schon diese Tatsache nötigt mir ab, jenen schwerwiegenden und unbestritten schicksalsentscheidenden Eingriff weitaus tiefer zu betrachten, als ihn als einen mehr oder weniger "normalen" Eingriff hinzunehmen, nach welchem, ist er erfolgreich, das Leben weitergeht wie bisher. -

Nehmen wir einmal an, der Mensch selber, sein Engel und/oder andere Engelwesen "schludern" bei der Vorbereitung zur Geburt: Was läuft da während des Inkarnationsprozesses derartig schief, sodass der Mensch in den "falschen" Körper hineingerät? Warum machen die an der Misere beteiligten jenen Irrtum für uns in keiner Weise (postnatal) offensichtlich (z.B. durch instinktive Wahrnehmung oder Wahrtraum der Mutter, durch eine ausgeprägte unmissverständliche Signatur am Körper des Neugeborenen oder einer eindeutige "Geste" desselben, durch einen unfehlbaren horoskopischen Aspekt/Transit*), sodass man rechtzeitig eingreifen kann? Warum stattdessen muss erst das Ich selber erwachen, um sich seines "falschen" Körpers bewusst werden zu können und möglicherweise lebenslang darunter bzw. darin leiden? - Und ist dann dieser lange, schwere Leidensweg des "Umzuges" - sofern vom Menschen nicht selbstverschuldet - irgendwie zu rechtfertigen? -

Es ist für mich schwer vorstellbar, dass solche "Schlamperei" im Rahmen der menschlichen Evolutionsplanes überhaupt möglich ist. Wie sollte, wie könnte ich der Versicherung des kosmischen Christus, dem Herrn des Karma, wonach nichts geschehe im Himmel und auf Erden, ohne dass es dem väterlichen Weltengrund nicht verborgen bleibe, noch glauben und vertrauen? -

Nun nehmen wir demgegenüber an, dass das gegebene Geschlecht authentisch sei. Dann wäre selbstverständlich die Möglichkeit, die evtl. Geschlechtsumwandlung - oder wenigstens die transsexuelle Anlage - als im gesetzten Erdenschicksal integriert anzunehmen, sehr wohl relevant. Träfe nun jenes Moment tatsächlich zu, dann müssten signifikante Anzeichen dafür vorhanden sein, sei es im Geburtshoroskop (einschl. bevorstehende "auslösende" Transite), in der Physiognomie, im künstlerischen Stil, in der Handschrift, in spezifischen innerseelischen oder äußeren Umständen etc.. - Gäbe es jedoch keinerlei Merkmale solcherart, fielen wir der dann noch einzig verbleibenden Option in die Arme: Der der spontanen, frei-willigen Wahl. -

Eine Frage freilich erübrigt sich für uns Anthroposophen, trotz ihrer offenbaren frappanten Widersprüchlichkeit, aber ich formuliere sie der Vollständigkeit halber dennoch: Wenn ein Mensch befindet, er "fühle" sich als Frau bzw. als Mann: Wie kann er denn wissen, wie sich das andere Geschlecht fühlt und anfühlt, da er doch einzig und allein sein eigenes Geschlecht kennt? - Natürlich, er "weiß" es, weil er unzähligemale das Geschlecht gewechselt hat; die Impressionen der Empfindungs- und Erlebnisatmosphäre beider Geschlechter haben sich tief in seinem Wesen manifestiert. - Sofern er sich mit seinem aktuellen Geschlecht identifizieren kann und sich darin "zuhause" fühlt, wird ihm das Empfindungsleben des anderen Geschlechts kaum jemals bewusst werden. Völlig anders hingegen, wenn er zum Zeitpunkt der Pubertät in der Seelenwelt des Gegengeschlechtes erwacht bzw. zu erwachen meint! Dieser Augenblick kann als ein Zeichen der Re-Inkarnation gar nicht ernst genug genommen werden: Denn wenn ein potenziell psychisch und geistig stabiler Mensch mit unumstößlicher Überzeugtheit zwischen zwei gegensätzlichen Prinzipien exakt differenziert, muss er beide auch kennen - woher zunächst auch immer - und sie demgemäß voneinander unterscheiden können. - Wer als "Normalo" sich dieser eingängigen Logik zwanglos hinzugeben vermag, hat schon einen ersten Schritt vor die Pforte zur höheren Erkenntnis getan...


Soviel vorerst, evtl. später mehr!

Herzliche nächtliche Grüße!

Bernhard


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