Paulus war Realist, kein Frauenhasser. - Steiners Bedenken gegen das weibliche Priesteramt.

trel ⌂, Montag, 09. Mai 2016, 22:31 (vor 558 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Montag, 09. Mai 2016, 23:28

Hallo!

Dass Paulus der Frauenhasser gewesen sein soll, als der er sich offensichtlich dastellt, konnte und wollte ich noch nie glauben. -

Ich meine nicht, daß Paulus sich als Frauenhasser darstellt, oder daß er ein Frauenhasser gewesen sei. Er wollte für Ordnung in seinen Gemeinden sorgen, und das war wohl auch notwendig. Denn gerade in den Anfangszeiten gab es viele schlimme Entartungen.

Daß so manchen Frauen das nicht gefällt, verwundert mich nicht. Es ist der luziferische Standpunkt. Luzifer wurde "zurechtgewiesen", das heißt, des Himmels verwiesen, und machte daraus eine Gegnerschaft, anstatt sich mit seiner Zurechtweisung abzufinden und sogleich den Weg der Läuterung zu beschreiten.

In diesem Zusammenhang möchte ich hinweisen auf die sehr kritischen Äußerungen, die Steiner in einem seiner Priesterkurse gemacht hat. So lesen wir in GA 343-23, ich zitiere:

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Im ganzen aber ist zu sagen, daß es jedenfalls möglich ist, daß die Frau durch eine starke Selbsterziehung ein starkes Verantwortlichkeitsgefühl entwickelt, wenn sie nun gerade in diese Bewegung eintritt, denn das Fehlen des Verantwortlichkeitsgefühles ist ja etwas, was durchaus da bemerkt werden konnte, wo die Frau in der letzten Zeit in mehr geistige Bewegungen eingetreten ist.

Es ist zum Beispiel so, sagen wir, daß der Mann viel eher dazu zu bringen ist, irgend etwas im vertraulichen Kreise zu halten als die Frau, die außerordentlich leicht, wenn sie eine Freundin hat, diese Freundin für absolut sicher hält und dann die Dinge nur eben an einen Menschen ausplaudert, trotzdem es ja auch unter Männern zahlreiche alte Frauen gibt.

Das ist eben eine Erscheinung, die man hat erleben müssen und die sehr, sehr schwer ins Gewicht fällt. Also das Verantwortungsgefühl, das ist etwas, was ganz besonders wird ausgebildet werden müssen.


Und weiter:

Das ist etwas, was sich dann heranentwickeln muß: ein scharfes Gefühl in der Selbsterziehung für das Überwinden der Eitelkeit und des Ehrgeizes. In alledem hat die Frau viel leichter Versuchungen äußerer und innerer Art als der Mann.

Alle diese Dinge führen zuletzt darauf, daß die Frau in einer gewissen Weise weniger beständig ist, daß sie sehr leicht pendelt zwischen diesen Zweien, die Sie gesehen haben, Ahriman auf der einen Seite, Luzifer auf der anderen Seite. Der Mensch pendelt ja natürlich im Rhythmus von einem zum anderen, aber die Frau mit einer außerordentlichen Behendigkeit und sehr häufig so, daß die Gleichgewichtslage stark labil wird.

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Mein Eindruck ist, daß sich Steiners Beurteilung des Weibes nicht allzusehr von der des Paulus unterscheidet!

Gruß
Thomas


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