Ludwig Thieben. - Die Grenzen staatlicher Einflußnahme.

trel ⌂, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:18 (vor 349 Tagen) @ Bernhard
bearbeitet von trel, Mittwoch, 11. Mai 2016, 15:33

Kennt Ihr von LUDWIG THIEBEN "Das Rätsel des Judentums"?

Dieses Buch habe ich vor vielen Jahren gelesen, und es hat einen nachhaltigen Eindruck in mir hinterlassen. Leider besitze ich es nicht, und ich kann diesen Monat auch keine Bücher mehr kaufen. Aber es steht jetzt auf meiner imaginären Liste.

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Eine notwendige Bemerkung:

Es versteht sich, daß wir die Bewertung eines Kollektivs von der Bewertung seiner Individuen unterscheiden müssen. Und dies nicht zuletzt in Hinblick auf unsere Gefährdung durch das auch bei uns bestehende Gesinnungsrecht, im Besonderen den § 130 StGB (Volksverhetzung).

Ich denke, ein Jeder von uns wird ohnehin Menschen individuell beurteilen, und niemals jemandem die Freundschaft aufkündigen in der unerwarteten Erkenntnis, daß es sich um einen Juden, Araber, Homosexuellen, Behinderten - oder was auch immer - handelt. Bezeichnenderweise wird uns das grundsätzlich aber unterstellt. (Mit "uns" meine ich jeden, der die politisch korrekte Leitkultur nicht übernimmt.) Auf diese Wweise wird -

und so weiter. Die Liste läßt sich fortsetzen. In jedem Falle kriegen wir von den Toleranten jeweils ein Etikett aufgeklebt. Das müssen wir nicht auf uns sitzenlassen.

Die Rede ist immer häufiger von "Haß-Delikten". Hier aber gilt es gegenzusteuern, denn der Staat ist dazu da, um die äußere und innere Sicherheit zu garantieren. Der Staat ist nicht dazu da, um unsere Gefühle zu verwalten, zu bewerten und zu lenken.

In diesem Zusammenhang ist zwischen Recht und Ethik zu unterscheiden.

Und Ethik ist eben nicht Sache des Staates. Der Staat darf uns nicht vorschreiben, wen wir lieben und wen wir hassen sollen. Er darf uns nicht dahingehend erziehen, daß wir Juden, Schwule, Behinderte, Ausländer usw. mögen, und daß wir Andersdenkende, also angebliche "Nazis", "Dumpfbacken", "besorgte Bürger" usw. verachten.

Gruß
Thomas


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