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Israel: Rassenschande-Urteil? "Vergewaltiger", weil Araber statt Jude.

admin @, Mittwoch, 21. Juli 2010, 00:31 (vor 2499 Tagen)

20.07.2010

Anzeige wegen Vergewaltigung

Araber muss in den Knast, weil er sich als Jude ausgab

Kann freiwilliger Sex rückwirkend eine Vergewaltigung sein? Ein israelisches Gericht ist dieser Meinung. Ein Palästinenser hatte sich einer Israelin gegenüber als Jude ausgegeben und war eine sexuelle Beziehung mit ihr eingegangen. Als die Frau erfuhr, dass der Mann Araber ist, zeigte sie ihn an.

Jerusalem - Weil er sich vor dem Sex mit einer Israelin als Jude ausgab, ist ein Palästinenser von einem israelischen Gericht der Vergewaltigung schuldig gesprochen worden. Wie die Zeitung "Haaretz" am Dienstag berichtete, räumte der 30-Jährige ein, der Frau vorgegaukelt zu haben, er sei ein alleinstehender Jude und auf der Suche nach einer Freundin. Die Frau ging eine sexuelle Beziehung mit ihm ein, zeigte ihn aber an, als sie von seiner wahren Identität erfuhr. In Wirklichkeit war der in Ost-Jerusalem lebende Mann Araber und verheiratet.

Ein Gericht in Jerusalem verurteilte den Mann laut "Haaretz" am Montag zu 18 Monaten Haft, 30 weitere Monate wurden zur Bewährung ausgesetzt. Er muss der jungen Frau, die er im September 2008 kennengelernt hatte, außerdem Schmerzensgeld zahlen. Die Richter erklärten, es handle sich nicht um einen "klassischen Vergewaltigungsfall unter Einsatz von Gewalt". Das Vergehen sei aber schwer genug, um eine Gefängnisstrafe zu rechtfertigen. Die Angabe einer falschen Identität vor sexuellen Beziehungen kann in einigen Ländern als Vergewaltigung gewertet werden, unter anderem in den USA.

http://www.spiegel.de/panorama/gesellschaft/0,1518,707600,00.html

Man beachte den letzten Satz in dem zitierten Artikel. Maßgebend war die "Angabe einer falschen Identität". Aber woran bemißt sich die Identität? Ist sie bereits falsch angegeben, wenn der Mann sich mit "Peter" vorstellt, in Wirklichkeit aber "Paul" heißt? Wenn er ein falsches Alter angibt? Wenn er behauptet, Holländer zu sein, in Wirklichkeit aber Belgier ist? Und was ist mit Menschen,die verschweigen, daß sie z.B. Bisexuelle oder Transsexuelle sind?

Leider äußert sich der Spiegel dazu nicht.

Kann das entscheidende Kriterium also in der Rasse bestehen? Ich stelle die Frage nicht ohne Grund, denn zur Zeit des Nationalsozialismus gab es ja ein solches Gesetz - nur wurde damals bestraft, wer verschwieg, daß er Jude war.

Im vorliegenden Fall ist die Sache nicht so durchsichtig, jedenfalls für den Außenstehenden. Man kann auf diesen Bericht wirklich nur mit Befremden reagieren. Denn Juden und Araber sind beides Semiten, und als solche sprachlich und rassisch sehr verwandt. Allerdings schließt auch enge Verwandtschaft den kollektiven Haß nicht aus.

Ich meine, daß der "Spiegel" uns eine Erläuterung schuldet. Seine Journalisten dürften wohl in der Lage sein, das Nötige beizutragen. Merkwürdig übrigens, daß zu diesem Artikel bis jetzt kein Forum eingerichtet worden ist.

admin


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