Avatar

K.Schröder: Lesbische Fußballerinnen haben wichtige Vorreiterrolle

admin @, Samstag, 29. Januar 2011, 21:28 (vor 2853 Tagen)

Ich sehe erst jetzt auf der Netzseite der JF, nach längerer Lesepause, einen relativ kurzen Artikel vom 24.01.2011, der so beginnt:

BERLIN. Lesbische Fußballspielerinnen nehmen laut Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) eine „wichtige Vorreiterrolle“ bei der Bekämpfung homosexuellenfeindlicher Einstellungen unter Fußballfans ein. Gegenüber dem Focus sagte sie: „Aus meiner Kenntnis und durch meine Kontakte zur Frauenfußball-Nationalelf habe ich das Gefühl gewonnen, daß es inzwischen bei den Spielerinnen einen großen Stolz darüber gibt, gerade auch mit kritischen Themen wie Homosexualität unverkrampfter umzugehen als männliche Spieler.

Schröder, die auch schon persönlich an der Homosexuellen-Parade Christopher Street Day teilgenommen hat, äußerte Kritik an den Fanszenen, wo es „sehr seltsame Vorurteile“ gäbe. Deswegen sei ein offenes Bekenntnis eines homosexuellen Spielers zu seiner Neigung „vielleicht noch schwieriger“ als für eine lesbische Spielerin.

Dazu gibt es die ungewöhnliche hohe Zahl von 64 Kommentaren. Die Empörung und Fassungslosigkeit der Schreiber ist beeindruckend.

Ich bin der Auffassung, daß die Politisierung der Homosexualität eine äußerst unheilvolle und insofern ernstzunehmende Entwicklung ist.

Darüberhinaus ist es grotesk und besorgniserregend, wenn die Homosexuellen, also die "Gleich-Geschlechtlichen", zu einer Klassengesellschaft erklärt werden, in der eine Klasse - die weiblichen Homosexuellen - höherwertiger als die männlichen Gleichgeschlechtlichen eingestuft werden.

Es wird also, nachdem konstitutive Gleichheit normativ bestätigt wurde, ebenso normativ eine Ungleichheit wieder eingeführt. Mit Gleichberechtigung, versteht sich, aber das nützt hier nichts. Wer Gleichberechtigung sagt, will wirklich nur betrügen.

trel


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum