Abtreibung und weibliche „Emanzipation“

Herr Schütze ⌂ @, Montag, 28. Februar 2011, 23:51 (vor 2760 Tagen) @ Herr Schütze

Abtreibung und weibliche „Emanzipation“

Abtreibung und weibliche „Emanzipation“ bedeuten Lebens-, v.a. Menschenfeindlichkeit, Beschleunigung des Unterganges, Wille zum Tod. „Das Lebensrecht wird in einer Zangenbewegung immer weiter eingeschränkt: Die Mehrheit hat sich offenbar damit abgefunden, daß seit der Liberalisierung des Paragraphen 218 1974 rund neun Millionen Kinder durch Abtreibung nicht das Licht der Welt erblickt haben. Zu einem fürchterlichen Automatismus ist darüber hinaus die vorgeburtliche Selektion durch die Pränataldiagnostik geworden, so daß bei Indizierung einer möglichen Behinderung des Kindes zur Regel geworden ist, notfalls durch Spätabtreibung (nach der 22. Schwangerschaftswoche) die Geburt eines solchen Kindes zu verhindern. Gerade ist eine Einigung in der Großen Koalition über eine Erschwerung von Spätabtreibungen wieder gescheitert. Wenn eine Industrienation wie Deutschland jährlich offiziell über 130000 gezeugte Kinder zur sozial unerträglichen Belastung erklärt und tötet, dann kann man ahnen, wie lange es dauern wird, bis es angesichts explodierender Gesundheitskosten und zerfallender Familienstrukturen genauso normal wird, Tausenden alten Menschen »freiwillig« das Leben »abzukürzen«, weil sie einer lebensfeindlichen Gesellschaft nicht länger zur Last fallen wollen. Auch bei der in den 1970er Jahren von Feministinnen forcierten Liberalisierung des Abtreibungsrechts führte man spektakuläre Einzelfälle von Frauen in Notsituationen an und sang das Hohelied von der selbstbestimmten Entscheidung der Frau. In der Praxis ist daraus ein menschenverachtender gesellschaftlicher Zwang entstanden, so daß das sioziale Umfeld inzwischen häufig bei »unpassenden Schwangerschaften« nichts anderes mehr erwartet als die Abtreibung, die als eine Art Verhütungsmethode betrachtet wird. Nicht anders wird es bei der Sterbehilfe sein: Unter dem wachsenden Kostendruck »für Alte« wird aus dem »Recht zum Selbstmord« dann »unvermeidlich eine Pflicht« (Robert Spaemann).“ (Dieter Stein, Eine Schwelle ist überschritten, in: Junge Freiheit, 28/08, 04.07.2008, S. 1). „Dieser Befund ist von mehr als nur akademischen Interesse in einer Zeit, in der die Zahl der alleine in Deutschland täglich abgetriebenen Embryos auf 800 bis 1000 geschätzt wird (5000 bis 6000 in der EU, 2000 bis 4000 in Nordamerika, zusammen 8000 bis 10000, in 1 Jahr 2,922 Mio. bis 3,6525 Mio., in 50 Jahren 146,1 Mio. bis 182,625 Mio.! <a href="http://www.reserveforum.de/index.php?id=473>**</a>). Mehr noch: Erstmals in der Geschichte der Menschheit scheint es möglich zu werden, den Menschen durch den Eingriff in das Genmaterial und durch »gender«-ideologisch gewollte Nivellierung der natürlichen Unterschiede zwischen Mann und Frau gleichsam nach Maßgabe wirtschaftspolitischer Normen zu züchten.“ (Thomas Bargatzky, Was ist der Mensch?,  in: Junge Freiheit, 28/08, 04.07.2008, S. 26).

Allein schon diese drei Aspekte (Abtreibung, Euthanasie, wirtschaftspolitische Geschlechtsumwandlung) machen deutlich, was der Untergang einer Kultur, also einer Gemeinschaft (Entschuldigung: »Gesellschaft«, denn eine Gemeinschaft will sie ja schon lange nicht mehr sein), der Wille zum Tod wirklich bedeutet. Aus dem Abtreibung als Recht wird die Abtreibung als Pflicht, aus der Euthanasie als Recht wird die Euthanasie als Pflicht, aus der (biologischen) Geschlechtsumwandlung als Recht wird die (wirtschaftspolitische) Geschlechtsumwandlung als Pflicht. Im Grunde kann man ja sagen: Ohne Abtreibungen gäbe es kein Geburtendefizit, also keinen Bevölkerungsrückgang, sondern ein (zwar geringes, aber ideales) Sterbedefizit, also ein (zwar geringes, aber ideales) Bevölkerungswachstum. Die Abtreibung vergrößert das Geburtendefizit, den Bevölkerungsrückgang, enorm. Auch die Euthanasie, die vor allem zukünftig immer mehr eine Rolle spielen wird, vergrößert das Geburtendefizit, den Bevölkerungsrückgang. Und „Gender“ - das heißt: politische Geschlechtsumwandlung - sorgt für noch mehr Tötungen mittels Abtreibung und Euthanasie, vergrößert also das Geburtendefizit, den Bevölkerungsrückgang, denn „Gender“ ist ja gerade wirtschaftspolitisch erwünscht, weil damit die Frauenerwerbsquote erhöht wird. Die Tatsache, daß dabei die Geburtenzahlen und Bevölkerungszahlen, noch mehr reduziert werden, wird als negativer Nebeneffekt gerne in Kauf genommen.


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