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Geistige Hierarchien im Überblick. - Erzengel-Regentschaften.

admin @, Dienstag, 08. März 2011, 13:45 (vor 2718 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Dienstag, 08. März 2011, 17:24

Wer sind - Ihrer Meinung oder Ihrem Glauben nach - diese „geistig schaffenden personalen Mächte“?

Gut, ich gebe auf die Kürze eine erste Zusammenstellung, unter Vorbehalt der mehrfachen Überarbeitung dieses Eintrags bis hin zu einem folgenden Eintrag.

Trinität
Vater
Sohn
Heiliger Geist

Erste Gruppe (wirkend im Kosmos)
1. Seraphim (Geister der Liebe)
2. Cherubim (Geister der Weisheit)
3. Throne (Geister des Willens)

Zweite Gruppe (zuständig für die irdische Natur)
4. Kyriotetes (Geister der...)
5. Dynameis (Geister der Bewegung)
6. Exusiai (Geister der Form)

Dritte Gruppe (zuständig für die Menschheit)
7. Archai (Urkräfte, Zeitgeister)
8. Archangeloi (Erzengel, Volksgeister)
9. Angeloi (Engel, pers. Schutzengel)

"Zehnte Hierarchie"
10. Mensch

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Hier sind zunächst einige Unklarheiten:

Sowohl die Geister einer der neun "Schichten" werden als Hierarchien bezeichnet, als auch - und vor Allem - die Dreiergruppen, als auch das Schichtengefüge selbst. Ferner wird bisweilen auch umgekehrt gezählt.

Die vollständige Aufzählung und elementare Charakterisierung der höheren Wesen findet sich erstmals bei Dionysius Aeropagita. Die mit weitem Abstand gründlichste Beschreibung aber wurde gegeben durch Rudolf Steiner, und zwar unter evolutivem Gesichtspunkt in seiner "Geheimwissenschaft im Umriß" (1910, sehr detailliert, aber trocken und ungegliedert); unter mehr aufgabenbezogenem Aspekt in der Vortragsreihe "Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen"; sowie in zahlreichen anderen Vorträgen.

Für die Kulturepochen sind natürlich zuständig die Zeitgeister (Archai), aber auch die Erzengel, insofern sie nach dem "Rotationsprinzip" Unterabschnitte bilden und dabei die Ränge wechseln. Es sind ihrer sieben, benannt nach den Planeten (wobei, wie traditionell üblich, auch Sonne und Mond unter die Planeten gerechnet werden). Ferner gibt es z.B. luziferische Erzengel als Sprachgeister. Alle luziferischen Wesen stehen sozusagen auf Zwischenstufen, da sie in ihrer regulären Entwicklung retardiert bzw. zurückgefallen sind.

Im Grunde ist aber alles noch viel komplizierter. Das israelitische Volk wurde geleitet von Jahve, einer von sieben Exusiai. Der hatte seinen "Wohnsitz" auf dem Mond bezogen, weil er nur von dort seiner Aufgabe gerecht werden konnte. Das klingt auf den ersten Blick fantastisch oder märchenhaft, bei gründlicherer Beschäftigung dann nicht mehr.

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Soeben habe ich den Artikel Kulturepochen der Netzseite AnthroWiki aufgerufen und folgende Aufstellung der nachatlantischen Kulturepochen kopiert:

[image]

1. Urindische Kultur (7227 - 5067 v. Chr.)
2. Urpersische Kultur (5067 - 2907 v. Chr.)
3. Ägyptisch-Chaldäische Kultur (2907 - 747 v. Chr.)
4. Griechisch-Lateinische Kultur (747 v.Chr. - 1413 n. Chr.)
5. Germanisch-Angelsächsische Kulturepoche (1413 - 3573 n. Chr., unsere gegenwärtige Epoche)
6. Slawische Kulturepoche (3573 - 5733 n. Chr.)
7. Amerikanische Kulturepoche (5733 - 7893 n. Chr.)

Dort findet sich auch die Zeichnung von Steiner.

Siehe dort auch den Artikel Zeitgeister.

Weiteres als Überarbeitung dieses Eintrags, sonst durch Folgeeintrag.

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Nachtrag um 17:24 Uhr:

Die AnthroWiki erläutert unter dem Stichwort Erzenegle-Regentschaften die Unterteilung der Kulturepochen wie folgt:


Während die Zeitgeister (-> Archai) ganze Kulturepochen führen, leiten die höchstentwickelten Erzengelwesenheiten kleinere, etwa 300 - 350 Jahre währende Entwicklungsabschnitte. Rudolf Steiner hat dazu folgende Angaben gemacht (Lit.: GA 245, S 171):

Oriphiel (Saturn) 200 v. Chr. - 150 n. Chr.
Anael (Venus) 150 - 500 n. Chr.
Zachariel (Jupiter) 500 - 850 n. Chr.
Raphael (Merkur) 850 - 1190 n. Chr.
Samael (Mars) 1190 - 1510 n. Chr.
Gabriel (Mond) 1510 - 1879 n. Chr.
Michael (Sonne) November 1879 - ca. 2300 n. Chr.

Schon der Mystiker Trithemus von Sponheim hatte diese Abfolge der Erzengel-Regentschaften festgehalten, ging aber von einer festen Dauer von jeweils 354 Jahren 4 Monaten aus. Er orientierte sich dabei am synodischen Mondenrhythmus von ca. 29 1/2 Tagen. Damit ergibt sich das Mondenjahr zu 12 * 29 1/2 = 354 1/3 Tage. Nimmt man nun je einen Tag für ein Jahr, wie es einer alten chaldäischen Regel entspricht, ergibt sich die Periodendauer von 354 Jahren 4 Monaten (und 12 Tagen, wenn man ganz genau rechnet). Trithemus setzt so rechnend den 4. Juni 1525 als Beginn des Gabriel-Zeitalters fest und kommt auf den September/Oktober 1879 für den Anfang der neuen Michael-Zeitalters. (Lit.: Vreede, S 31) Rudolf Steiner hat durch seine unmittelbare geistige Forschung gefunden, dass dieses kosmische Maß nicht ganz exakt eingehalten wird, sondern in gewissen Grenzen variiert.


Den o.g. Erzengeln oder Archangeloi kommen dabei unterschiedliche, eindeutig feststellbare Eigenschaften zu, welche somit den Charakter des jeweiligen Abschnitts bestimmen.

So ist etwa Gabriel eng mit den Vorgängen der Reproduktion verbunden. Er war es auch, welcher der Maria die Geburt eines Kindes ankündigte. Der Mondrhythmus entspricht bekanntlich dem der weiblichen Periode sowie dem Reproduktionszyklus einiger niederer Tiere. Das entsprechende Zeitalter spiegelt sich auch z.B. in den Hauptwerken der Ethnologie bis etwa 1879 wider, als Forscher wie Morgan (auf den sich Fr.Engels beruft) sich vor Allem für die Verwandtschaftsverhältnisse bei den Völkern interessierten.

Gruß
trel


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