Anthroposophie als Weltanschauung

Herr Schütze ⌂ @, Montag, 21. März 2011, 19:56 (vor 2739 Tagen) @ admin

Lieber Thomas R. E. Lentze (Admin)!

Sie schrieben, daß die „Bücher von Klages, Spengler, Jung u.s.w. sehr viel Weisheit“ enthalten, aber „eine solche der Vergangenheit“, daß sie für Sie „ein Ende“ bedeuten. Ich sehe das etwas anders, obwohl ich weiß, daß man auch für Ihre Argumentation gut Gründe anführen kann. Vielleicht verfolgt jeder das Gebiet, das er am besten verteidigen kann, dann am konsequentesten, wenn er sich dabei auch seines Verbündeten sicher sein kann, der ebenfalls auf diese Weise das Gebiet, das er am besten verteidigen kann, am konsequentesten verteidigt. Ich meine, daß es nun mal viele verschiedene Feinde und Fronten gibt - gerade in modernen Zeiten, wo es überall gleichzeitig knallt -, und daß es deswegen am sinnvollsten ist, sich die Verbündeten nicht so auszusuchen, wie es in der Vergangenheit oft geschehen ist - vor allem (leider!) auf der sogenannten „rechten“ Seite. Mit Ehrlichkeit kommt man in den Kämpfen, in den Kriegen der Moderne nicht weiter.

Verdeutlichen kann das vielleicht noch besser folgender Satz von einem der von Ihnen erwähnten drei, die bekanntlich zur „Konservativen Revolution“ des 1. Drittels des 20. Jahrhunderts gezählt werden: „Wie, wenn sich eines Tages Klassenkampf und Rassenkampf zusammenschließen, um mit der weißen Welt ein Ende zu machen?  Das liegt in der Natur der Dinge, und keine der beiden Revolutionen wird die Hilfe der andern verschmähen, nur weil sie deren Träger verachtet. Gemeinsamer Haß löscht gegenseitige Verachtung aus.“ (Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933, S. 164). Die Mächtigen der „Weißen“, besonders die in Europa und hier ganz besonders die in der EU, sind heute tatsächlich Verbündete der „Farbigen“, sie beschützen sie in altbekannter Manier des „Klassenkampfes“, um den „Rassenkampf“ zu tarnen (ebenfalls altbekannt), den sie gemeinsam gegen das Volk der „Weißen“ führen. Nur die „Weißen“ (und unter ihnen wiederum am meisten die Deutschen) sind so effizient ausbeutbar, weil nur sie eine so effizient ausbeutbare Mittelschicht und eine so mit den „Farbigen“ verbündete Ober- und Unterschicht haben. Und wer hier ein linguistisches Experiment durchführen möchte, ersetzt „Farbige“ durch „Frauen“ und „Weiße“ durch „Männer“ und erkennt sofort, daß hier immer wieder derselbe moderne politische Mechanismus solche an die Macht strebenden Bewegungen fordert und fördert.

Wir haben Antiegalitaristen (Antikommunisten), Antifeministen, Antigenderisten, Antiislamisten, Antimigrationisten, Antikapitalisten (soweit sie den zuvor genannten nicht widersprechen), um nur die wichtigsten Strömungen gegen die feindlichen Strömungen zu nennen, zu denen auch die Globalkapitalisten und ihre Funktionäre - wo auch immer sie offiziell sitzen (UNO, EU-, OIC u.ä.) und die meisten „weißen“ Staaten, (denn sie sind nicht mehr souverän!) - zu zählen sind. Es ist also eine große Aufgabe für uns, dagegen auch nur etwas zu unternehmen. Daher meine Aufforderung, hier gemeinsam und nicht - gemäß der „Seit-1945-Tradition“ - als einzeln und zerstritten vorzugehen. Nur so werden wir in die Lage versetzt, den gemeinsamen Feind bzw. die gemeinsamen Feinde zu besiegen. Es geht letztendlich doch nur darum. Unsere Gegner wissen das ganz genau. Sie verhalten sich auch entsprechend. Sie lassen keine Möglichkeit aus, sich als Opfer darzustellen, um an die Macht zu kommen. In Wirklichkeit aber sind sie gar keine Opfer! Und wenn sie in der Vergangenheit vielleicht auch welche waren, so sind sie es heute ganz gewiß nicht mehr, weil sie mit Hilfe ihrer Viktimologie - also: mit ihren rechtlich-politischen Helfern (Rechtsanwälten, Politaktivisten, zuletzt auch Vertretern aus Parlament und Regierung) - seit Ende des 18. Jahrhunderts immer mehr Rechte und dadurch immer mehr Macht zugestanden bekommen haben und heute fast den ganzen Globus beherrschen. Und weil dies nicht umsonst zu haben war und ist, war und ist dafür ein Preis zu zahlen. Diesen Preis zahlen WIR: die Weißen, die Deutschen, die Mittelschicht, die Männer! Zukünftige am meisten!

Freundliche Grüße

Herr Schütze

P.S.

Verweise zum Text:

http://www.hubert-brune.de.html/spengler_jde.html#klassenkampf_und_rassenkampf
http://www.hubert-brune.de.html/kapitalismuskritikkritik.html#e_u
http://www.hubert-brune.de.html/menschenrechte_als_untergangsbeschleunigung.html#vnw_i_vnw_a
http://www.hubert-brune.de.html/menschenrechte_als_untergangsbeschleunigung.html#ms_m_e_r
http://www.hubert-brune.de.html/uno_reform.html
http://www.hubert-brune.de.html/kapitalismuskritikkritik.html#e_u
http://www.hubert-brune.de.html/raddatz_aphorismen.html#k_a_d_i


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