Antwort auf: „Anmerkung ... Induktion und Deduktion.“

Herr Schütze ⌂ @, Mittwoch, 20. April 2011, 23:56 (vor 2675 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 21. April 2011, 02:54

Danke, lieber Herr Lentze, für den Hinweis. Ich sehe es übrigens als eher befruchtend an, wenn Sie mir so mehr oder weniger indirekt - statt direkt - die Anthroposophie von Rudolf Steiner näherbringen, weil ich momentan einfach nicht die Zeit finde, mich damit auch intensiver zu beschäftigen. Auch gefallen mir Ihre Sätze zu den Lügen der „Grünen“ (**), die immer schon Kommunisten waren, sind und bleiben werden. Das Wort „richtig“, das Sie verwenden (z.B. „die richtigen Antworten“ und „die richtigen Kerne“ **), hätte ich in diesem Zusamenhang allerdings nicht verwendet, sondern das Wort „politkorrekt“ (**).

Zur Kulturlehre von Hubert Brune verweise ich auf das bereits hier im Forum Gesagte: ** ** ** ** ** **

Vorteilhaft an dem Kulturmodell von Hubert Brune sind besonders die bereits angesprochenen Hauptaspekte, die die Unterschiede zu Spenglers Kulturmodell verdeutlichen (**): Gemäß Brunes Theorie sind nämlich die einzelnen Kulturen (1.) keine Monaden oder „Inseln“ in einem riesigen „Ozean“, sondern nur relativ geschlossene und ansonsten gegenüber anderen Kulturen offene „Inseln“ in einem kleinen „See“ auf einer größeren „Insel“ in einem relativ kleinen „Binnenmeer“, (2.) keine urplötzlich aus dem Nichts hervorgehende, sondern zu dieser Zeit „pränatal“ sich entwickelnde Gebilde, (3.) keine ebenso plötzlich wieder verschwindende, sondern von schwachen auf starke, von starken auf schwache Schwankungen wechselnde und zuletzt nur noch schwachen Schwankungen ausgesetzte Gebilde, (4.) keine nur auf einer „Bahn“, sondern auf mindestens zwei „Bahnen“ sich entwickelnde Gebilde u.s.w.. Dadurch läßt sich - nur z.B. - viel besser (als bei Spengler) verstehen, warum Mesopotamien/Sumer, Ägypten, Antike, Maya/Inka gegen Ende ihres „Lebens“ den Einflüssen fremder Kulturen erlegen sind und Indien, China, Morgenland „überleben“ konnten. (Was aus dem Abendland werden wird, wird die Zukunft zeigen.) China schaffte es durch zunehmende Abschottung zur richtigen Zeit; das Morgenland schaffte es durch Aggressivität, mit der es aufgewachsen war (man bedenke allein schon seine geographische und in dem Zusammenhang zeitliche Mittellage!) und die es auch und besonders in „zivilisatorischer“ Zeit noch begleitete und begleitet (was heute der Westen „Islamismus“ nennt, ist ... Islam, also: aggressives Morgenland ohne Trennung von Religion und Politik); Indien schaffte es mit Mühe durch eine Mischung aus beiden Taktiken.

[image]

Was Sie „als etwas zu konstruiert“ bezeichnen, kann ich so nicht bestätigen. Außerdem sind ja, wenn man es sehr genau nimmt, alle Theorien - sogar auch die naturwissenschaftlichen - „Konstrukte“, also auch Steiners Theorie. Damit wären wir (wieder) beim „Konstruktivsimus“ angelangt. Aber was und wie hilft uns das weiter? Sollten wir über diesen Weg überhaupt weiterkommen? Ist es nicht besser, wenn man die Theorien so beläßt, wie sie sind? Für Andersdenkende (**) dürfte das kein Problem sein, oder?

Ich bin nicht gegen Steiners Theorie! Dafür kenne ich sie viel zu wenig!


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