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Die Zigeunerplage: "Hier steigt eine Giftsuppe auf"

admin @, Dienstag, 14. Juni 2011, 17:28 (vor 2352 Tagen)

Die JF berichtet:

PARIS. Der französische Innenminister, Claude Gueant (UMP), hat am Sonntag angekündigt, in diesem Jahr weitere 28.000 Zigeuner aus Frankreich auszuweisen. In einem Interview mit dem Journal du Dimanche sagte er, diese seien für die französischen Behörden mittlerweile ein bedeutendes Problem.

So würden mittlerweile 80 Prozent der Straßendiebstähle in Paris von minderjährigen Zigeunern begangen, warnte Gueant.

Ein Kommentator stellt fest, das bis heute 13 Uhr keine andere deutsche Zeitung darüber berichtet hat. Ein anderer veröffentlichte den folgenden Link.

Der Spiegel berichtete im Jahre 1991:

Hier steigt eine Giftsuppe auf

SPIEGEL-Redakteurin Ariane Barth über Konflikte mit Roma-Kindern im Hamburger Karolinenviertel

[...]

Wenn das Wetter gut ist, treffen sich Roma hier, riesige Sippen mit Scharen von Kindern. 21 der städtischen Wohnungen sind an vier Großfamilien mit etwa 200 Personen vermietet: Alles Roma, Sinti sind nicht darunter. Sie kamen dereinst aus Jugoslawien und fügten sich in einem oft schon Jahrzehnte währenden Anpassungsprozeß unauffällig in das bunte Viertel ein.

Als sich der Nationalitätenkonflikt in ihrer früheren Heimat zuspitzte, trafen Anverwandte um viele Ecken ein, Freunde und Freundesfreunde, an die 500 Leute, die zum Teil auf dem Rathausmarkt zelteten und schließlich vom Bezirksamt Mitte in Hotels rund um das Karo einquartiert wurden. Die Kinder der Asyl-Bewerber brachten aus den Lebenskämpfen im Ghetto eine Rabiatheit mit, die wie infizierend auf die Kinder bereits integrierter Roma wirkte. Sie entglitten ihren Eltern in eine Gesellschaft von Straßenkindern. 50 bis 60 lungern nach Zählung der Polizei im Viertel herum, wenn sie nicht im Zentrum des Geschehens Ecke Markt- und Glashüttenstraße stehen.

Kreischendes Leben erfüllt den Platz, kleine Irrwische jagen umher, und der Junge, der wie ein Ausgestoßener behandelt wird, weil er stumm ist, hängt als genialer Kletterer wieder einmal hoch über dem Geschehen an dem Straßenschild.

Was Elsbeth Kurs nicht wahrnimmt, weil ihr Blick dafür nicht geschult ist: Hier wickeln Roma-Kinder, gesteuert von Älteren, Hasch-Deals ab, während Wächter an den Straßenausgängen mit einem ausgefeilten Kommunikationssystem von Pfiffen und Handzeichen die Szene sichern. Die gespannte Aufmerksamkeit von Elsbeth Kurs ist vielmehr auf eine Gruppe gerichtet, die stoisch vor den Eingang zur Drogerie steht, so daß niemand hinein kann.

[...]

Seit ihr "von so herumspielenden Kindern" ein Bein gestellt wurde und sie lang hinschlug, so daß sie vier Wochen vor Schmerzen in der Brust "weder links, noch rechts" liegen konnte, seit jenem Tag, da ihr die Einkaufstüten und die Tasche mit 400 Mark, allen Papieren, den Schlüsseln geraubt wurden und sie von ihrer kleinen Rente (900 Mark) für den Schlüsseldienst 265 Mark berappen mußte, geht sie auf die andere Seite, wenn nur von fern "so eine Rotte" auftaucht: Oma Ulla, 64 ("Nennen Sie meinen Nachnamen bloß nicht, seit sie meinen Ausweis haben, standen schon ein paarmal Zigeunerkinder vor meiner Tür").

Bei Dunkelheit traut sie sich nicht mehr auf die Straße. Tags trägt sie die Tasche anders, "mehr am Körper", und dreht sich auch oft um: "Die können ja von hinten kommen." Was soll, so fragt sie sich, "bloß aus diesen Kindern werden? Zehn Jahre weiter und du kriegst ein Messer in den Rücken".

Die Hausfrau Hedwig Lipschütz, 66, geht am Stock, aber wenn "diese Kinder" aufkreuzen, rennt sie mit ihren bandagierten Beinen so schnell sie nur kann und überläßt den kleinen Fremdlingen das Revier, das sie sich dereinst als Siebenjährige auf Rollschuhen eroberte. Hier hatte sie "herrlich" gespielt, Kippel-Kappel und Kreisel, Versteck in den Hinterhöfen und Schlagball über die Dächer, heutzutage wird sie mit Steinen beschmissen.

[...]

Man lese den ganzen Artikel! Der ist allerdings ziemlich lang.

Damals war der Journalismus noch nicht so politisch gegängelt wie heute. Im Vergleich zu heute war das Qualitätsjournalismus.

admin


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