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Was will "Scientology" und wer war Ron Hubbard?

admin @, Donnerstag, 01. September 2011, 19:04 (vor 2273 Tagen)
bearbeitet von admin, Donnerstag, 01. September 2011, 19:11

Kürzlich erhielt ich eine Mail von einem undurchsichtigem Absender, der behauptete, ich hätte Hubbards "Dianetik" gelesen, und der mich zu irgendwelchen weiteren Schritten aufforderte.

Darauf habe ich ein klein wenig über die "Scientology" und ihren Begründer recherchiert. Die Einschätzungen durch die Autoren, die ich las, waren ausnahmslos vernichtend, siehe etwa hier.

Demnach muß Hubbard ein sehr energischer, aber psychopathischer und krimineller Mensch gewesen sein: Als Freund, Ehepartner und Vater ein völliger Versager; als Student ebenfalls (er schaffte keinen Abschluß); vor dem Gesetz ein verurteilter Betrüger; als Selbstdarsteller extrem geltungssüchtig und verlogen; letztlich ein unglücklicher, gescheiterter Mensch, dem mit Psychotherapie, nach der er verlangte (u.a. wegen "lange Perioden der Verdrießlichkeit und der Neigung zum Selbstmord", wie er schrieb) , nicht zu helfen war, und der unter mysterösen Umständen starb, mit einem Mittel gegen Angst- und Erregungszustände im Blut. Sein eigener Sohn stellte ihm ein äußerst ungünstiges Zeugnis aus.

Bedeutsam erscheint mir Hubbards Bewunderung für den englischen Schwarzmagier Aleister Crowley, der ebenfalls ein extremer Selbstdarsteller und ein intelligenter Betrüger war.

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Es stellt sich die Frage der Einordnung der Schwarzen Magie - und zwar derjenigen Schwarzen Magie, die nicht in bloßem Hokuspokus besteht, sondern, zumindest in ihrer Zielsetzung, ernstzunehmen ist.

Hierfür ist sind eine gute Hilfe die Ausführungen, die V.Tomberg in seinem Werk "Die großen Arcana des Tarot", dreizehnter Brief: "Der Tod", S.385-392 der zweibändigen Ausgabe, gemacht hat.

Die "Schulen der Kristallisation" sind ziemlich zahlreich und verbreitet. Es gibt solche, die ganz geheim sind und mit sehr bedeutsamen Leistungen; es gibt andere, die als beinahe volkstümliche Bewegungen für "Gsundheit, Verjüngung und Langlebigkeit" bekannt sind.

Im Folgenden bespricht Tomberg, zitierend aus Schriften von P.D.Ouspensky, die Schule von G.J.Gurdjeff, die eine mittlere Position zwischen den beiden Polen einnimmt. In dieser Schule werden Übungen angegeben zur Gewinnung einer irregulären Art von Unsterblichkeit, d.h. unter Umgehung des regulären Weges: Mithilfe äußerster, wiederholter Willensanstrengungen bestimmter Art wird ein künstlicher, ein zweiter Astralleib geschaffen, der die Zerstörung des physischen Leibes überlebt. Normalerweise nämlich löst sich der Astralleib eines Gestorbenen im Laufe weniger Jahrzehnte auf, wobei Erlebnisse auftreten, welche die Kirche als die Stufe der Läuterung, des "Fegefeuers", beschreibt. Hier aber wird der umgekehrte Weg beschritten: Der künstlich geschaffene Leib beruht auf Verdichtung, die ihn u.a.instandsetzt, den Leib eines schon Gestorbenen zu besetzen. Ferner kann er als Träger eines Ich fungieren, das auf diese Weise an die Erde gebunden bleibt. Es ist eine Unsterblichkeit entgegengesetzter Art, wie sie durch den Auferstehungsleib Christi als Keim begründet wurde. Sie ist das schwarzmagische Gegenbild.

Die Schwarze Magie ist bezeichnend für eine der drei möglichen okkultistischen Strömungen. Es gibt:

Vergleichen wir das Buch des Lebens einmal mit einem Krimi:

Der Mensch ist frei, solange er sich nicht seiner Freiheit selbst beraubt. Er muß dann nur eben für sein Handeln geradestehen und die Folgen tragen. Das macht ihn zum Christen. Nur er schafft den "Krimi" mit unendlichem Fortgang, der nie langweilig wird. So hat es Gott gewollt, als er seine Schöpfung konzipierte.

Für mich ist die "Scientology" als Beispiel der schwarzmagischen oder turanischen Strömung keine erstrebenswerte Sache. Und doch sind die Extreme notwendig, damit sich die Freiheit entfalten und der "rechte Weg" gefunden kann. Gäbe es nur einen einzigen Weg, so gäbe es keinen Irrtum, kein Suchen, kein Finden, keine Aufregung und keine Entwicklung.

admin


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