Christentum...

trel ⌂, Donnerstag, 08. September 2011, 10:47 (vor 2267 Tagen) @ DvB
bearbeitet von trel, Donnerstag, 08. September 2011, 10:57

Und gerade die Wiederherstellung einer christlichen Gesellschaft dürfte um einiges schwieriger sein,

Es ist überhaupt nur theoretisch möglich. D.h., es ist möglich, daß es sich als unmöglich erweist. Es wäre, wie Amerika neu entdecken wollen. Man würde etwas versuchen, was nach menschlichem Ermessen gar nicht gelingen kann. Doch "der Glaube kann Berge versetzen." Wobei unter Glaube eine Verbindung von ungewöhnlicher Willenskraft, gepaart mit Gottvertrauen, zu verstehen ist. Und selbst dann ginge es nur mit Hilfe "von oben". Wir können nicht wissen, ob die nötigen Menschen sich zusammenfinden, und wir können nicht wissen, ob ihnen dann Hilfe gewährt wird. Wir können es hoffen, aber man sollte Hoffnung nicht mit Illusion verwechseln. Hoffnung ist Aktivität; Illusion ist falsche Erwartung aufgrund von Passivität und bleibender Realitätsverkennung.

Es heißt: "Klopfet an, so wird euch aufgetan." Nur haben die Menschen heute eine falsche Meinung vom Anklopfen. Es geht um eine innere Bemühung, die den frühen Christen zueigen war, und von der man sich heute keine Vorstellung mehr macht.

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als bloß den Feminismus zu eliminieren.

Der kann anders gar nicht eliminiert werden. Doch müssen wir genauer sein. Der Feminismus eliminert sich gerade selber, in dem er übergeht in den Genderismus. Der Feminismus transformiert sich; er war eine Vorstufe. Das wäre ein eigenes Thema und gesondert zu diskutieren. Aber der Genderismus ist noch schlimmer, weil er nicht nur die Mannheit unterdrückt, sondern die Menschheit. (Wobei ich die Weiber in diesem Falle zu den Menschen und nicht nur zu den Hominiden rechne.) Anderseits entzündet sich am Genderismus noch mehr als am Feminismus die Einsicht, daß hier nur die christliche Wahrheit Abhilfe schaffen könnte. Ersatzreligion kann nur durch Religion definitiv abgeschafft werden.

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Bei Deinen gewöhnlich sehr theorielastigen, abgehobenen Ausführungen ist das ja wohl auch kein Wunder. Ansonsten käme es natürlich auf den Versuch an...

Immer, wo kein Interesse besteht und folglich Langeweile aufkommt, entsteht das Urteil der Theorielastigkeit. Natürlich ist das Projekt theorielastig, weil die Praxis erst geschaffen werden muß. Es käme also wirklich, wie du selbst sagst, auf den Versuch an. Allerdings habe ich schon eine ganze Reihe von (sehr unvollkommen, z.T. fehlerhaften, aber die Fehler hat keiner gemerkt) Versuchen gestartet. Mir bleibt nichts anderes übrig, als auf den Durchbruch zu warten. Und der könnte innerhalb von ganz anderen Menschengruppen als den der Antifeministen kommen. Zunächst habe ich gemeint, daß christliche Gruppen infrage kämen. Aber dort sind die Probleme, mit denen wir uns herumschlagen, etwa Scheidungsfolgen und Umgangsentzug, weibliche Gewalt, Falschbeschuldigungen, z.T. nahezu unbekannt. Die kennen das einfach nicht, und sind dabei stehengeblieben.

Offen gesagt, ich sehe mich selbst damit völlig überfordert. Ich habe gegenwärtig "nichts zu bieten", und ich weiß nicht, wie es weitergeht. Es ist allerdings kaum möglich, allein weiterzukommen. Aber ich gebe die Hoffnung nicht auf.

trel


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