Feminismus, Genderismus (Teil II).

Herr Schütze ⌂ @, Donnerstag, 03. November 2011, 18:41 (vor 2150 Tagen) @ trel
bearbeitet von Herr Schütze, Donnerstag, 03. November 2011, 21:40

In Ihrer auf den Tag genau 2 Jahre später gegebenen Neufassung (**) haben Sie u.a. geschrieben:

„Manch einer, der z.B. durch eine Suchmaschine auf diese Seite kommt, dürfte schon beim Lesen des Wortes Sexistinnen-Pranger stutzig werden: Sexistische Frauen, gibt es die denn? Allerdings! Freilich, es gibt auch sexistisch aktive Männer (die sogenannten »lila Pudel«), sogar sexistisch agierende Firmen, NGOs und Behörden. Sie alle werden hier berücksichtigt. Jedoch lege ich dem vorliegenden Pranger einen Begriff von Sexismus zugrunde, der als Opfer nur Männer, und zwar als Kollektiv, zuläßt, und Frauen prinzipiell ausschließt. Dieser Begriff widerspricht bisherigen Gewohnheiten. Denn die meisten Artikel, welche den Sexismus abhandeln, betrachten als Opfer dieser Haltung Frauen - entweder ausschließlich, oder in der Hauptsache. Denn zwar wird die Möglichkeit von Männern als Ziele sexistischer Verunglimpfung üblicherweise eingeräumt, aber dann doch recht abstrakt, das heißt, um der theoretischen Vollständigkeit Genüge zu tun. Hat sich schon jemals ein Mensch wegen sexistischer Verunglimpfung von Männern verantworten müssen? Es wird Zeit, die Voraussetzungen hierfür zu schaffen.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

So wie Männer immer nur als Täter und niemals als Opfer in der Lügenpropaganda der „Gewissensindustrie“ existieren, so auch Christen, Weiße, Abendländer, Deutsche. (Vgl. z.B. die Umwertungsfabrik „OTTO“, die rund um die Uhr aus Opfern Täter und aus Tätern Opfer macht.) Es gilt also für all jene, denen man ein schlechtes Gewissen einpflanzen und die man zu Verbrechern abstempeln, die man teilen, aufspalten, überfremden will, um ihnen ihre mehr oder weniger noch vorhandene Macht entreißen, um sie problemloser beherrschen zu können (**). „Gewissensindustrielle“ und andere Viktimisten brauchen dafür jede ihnen nützliche Lüge; sie behaupten fälschlicherweise von sich und denjenigen, die sie vermeinlich vertreten, sie seien „Opfer“ - ihr Erfolg wäre anders auch gar nicht erklärbar, ist doch mittlerweile der Wettbewerb im Bereich des Viktimismus zu einer gigantischen Spirale herangewachsen. Sie bedienen sich aller Mittel - dabei sind zwefellos die Lüge und die mit ihrer Hilfe möglich werdenden Anklagen die wichtigsten Hauptmittel - mit fatalen Folgen für die auf verlogenste Weise zu „Tätern“ abgestempelten Opfer. Ein Beispiel der Folgen: „Positive Diskriminierung“ als die größte Diskriminierung aller Zeiten. „Positive Diskriminierung“ wird als Euphemismus benutzt, um die himmelschreiende Ungerechtigkeit vertuschen zu können: Diskriminierung aller Männer bis hin zur Diskriminierung aller Weißen - nicht selten sogar einhergehend mit der Aufforderung zum Töten (allein die Ermordung der Männer bedeutet: Ermordung von rd. 50% der Menschen), zum größten Verbrechen aller Zeiten!

Zu den Unterschieden und Gemeinsamkeiten von Rassismus und Sexismus:

„Rassismus und Sexismus - ihre Unterschiede.

Die Zielgruppen des Rassismus existieren regional und / oder partial, d.h. sie konzentrieren sich auf geographisch begrenzte Gebiete, ansonsten auf einen verstreut wohnenden, aber meist eher kleinen Teil der Erdbevölkerung.

Die Zielgruppen des Sexismus existieren global, denn die beiden Geschlechter sind auf der Erde gleich verteilt. Von geographisch bestimmter Konzentration kann keine Rede sein.

Anders als der Rassismus hat der Sexismus kaum Schwierigkeiten mit der Definition seiner Zielgruppen. Denn Mann und Frau sind nicht nur durch ihre körperlichen Merkmale, sondern auch über ihre bürgerlichen Namen viel eindeutiger definiert als die Angehörigen bestimmter Ethnien.

Zudem sind uns die Geschlechter der Anschauung nach viel weniger fremd, weil immer und überall »mitten unter uns«: als Eltern, oft auch als Geschwister, mit denen wir gemeinsam aufgewachsen sind. Später begegnen uns beide Geschlechter fast immer auch in Gestalt von Arbeitskollegen. Daß uns hingegen Vertreter anderer Ethnien begegnen, ist weitaus weniger selbstverständlich.

Rassismus und Sexismus - ihr Gemeinsames.

Um als rassistisch oder sexistisch zu gelten, muß eine Einstellung - in meinem Verständnis - folgende Bedingungen erfüllen:

Die Rasse oder das Geschlecht unterliegt einer polarisierenden Wertung. Kategorien einer solchen Wertung sind z.B. lebenstüchtig-degeneriert; schöpferisch-parasitär; machtbesessen-friedensstiftend; gewalttätig-schutzbedürftig.

Die Bewertung oder Zuschreibung wird in den Dienst von Interessen gestellt, vor allem von politischen Interessen. Hierbei geht es also immer um Macht, wobei Wertungen den Zweck von Legitimation erfüllen.

ine Legitimation wird nicht unbedingt offengelegt; oder sie wird es nur teilweise. So beruhte die Einführung des Gewaltschutzgesetzes auf einer polarisierenden Wertung von Männern als gewalttätig und Frauen als schutzbedürftig; das gilt auch heute noch für seine Exekution. Dennoch ist die Formulierung des Gesetzes weitgehend geschlechtsneutral. - Mit Gesetzen, die ethnische Gruppen betreffen, verhält es sich teilweise ähnlich.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

So wie Sie hier Unterschiedliches und Gemeinsames von Rassismus und Sexismus festgestellt und kurz erläutert haben, so kann man auch Unterschiedliches und Gemeinsames aller modernen Ideologien feststellen und kurz erläutern: Moderne Ideologien sind immer Totalitarismen, das heißt: deren „Ziele“ werden immer auf totalitäre Weise vertreten und verteidigt. Ihre Gegner werden stets gleichgeschaltet oder sonstwie mundtot gemacht, körperlich und/oder seelisch bzw. geistig getötet, und was dabei schlimmer ist, können nur die jeweiligen Opfer beurteilen. Totalitaristische Ideologien lassen entweder nur den Staat oder nur den Einzelnen gelten - total! Was für die Moderne auf der allgemeinen Ebene gilt, gilt für den Totalitarismus auf der politischen und ökonomischen Ebene. Ideologien des Totalitarismus sind Ideologien der Moderne; darum unterscheiden sie sich nicht wirklich.

Zur Leugnung der Geschlechter:

„So seltsam es klingt: Auch die Existenz definierter Geschlechter wird zunehmend geleugnet. Aber das liegt eigentlich nur in der Konsequenz einer Gleichheits-Ideologie oder »Diktatur des Relativismus«, welche unter dem Vorwand einer angeblich wünschenswerten »Freiheit von Herrschaft und Hierarchie« die allgemeine Vermassung anstrebt und vorbereitet, um darauf dann eine umso brutalere Zwangs-Herrschaft zu begründen. Innerhalb der Geschlechterdebatte wird die bloße Konstruktion nicht nur des sozialen, sondern sogar des biologisch verankerten Geschlechts u.a. von Judith Butler behauptet. Eine andere Erscheinungsform dieser Tendenz ist die sogenannte Queer-Theorie. In jedem Falle geht es darum, bisher als natürlich geltende (Werte-)Ordnungen zu durchbrechen, was natürlich immer nur für Menschen vorteilhaft ist, die aus diesen Ordnungen bisher herausgefallen sind. Nicht mehr diese gelten jetzt als kriminell oder krank, sondern jene, die weiterhin Ordnungen anerkennen. Darunter fallen z.B. überzeugte Christen. Es ist klar, daß es unter dieser Voraussetzung, käme sie voll zum Zuge, auch keinen Sexismus im strengen Wortsinne mehr geben kann. Tatsächlich gibt es bereits ein Ersatzwort: den »Heterosexismus«. Ein Heterosexist ist demnach ein Mensch, der die Heterosexualität als Norm betrachtet und dafür auch eintritt. Und als solcher gilt er natürlich als kriminell oder krank. Darin bekundet sich die Intoleranz der »Toleranten«, welche regelmäßig auf eine totalitäre Steigerung derjenigen Grausamkeit hinausläuft, die sie zu bekämpfen vorgibt.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Dem ist nichts hinzuzufügen oder wegzustreichen.  –  Ich zitiere daher jetzt 'mal einen anderen Menschen:

„Was ich erzähle, ist die Geschichte der nächsten zwei Jahrhunderte. .... Unsre ganze europäische Kultur bewegt sich seit langem schon mit einer Tortur der Spannung, die von Jahrzehnt zu Jahrzehnt wächst, wie auf eine Katastrophe los: unruhig, gewaltsam, überstürzt: einem Strom ähnlich, der ans Ende will, der sich nicht mehr besinnt, der Furcht davor hat, sich zu besinnen. .... Der hier das Wort nimmt, hat umgekehrt nichts bisher getan als sich zu besinnen: als ein Philosoph und Einsiedler aus Instinkt, der seinen Vorteil im Abseits, im Außerhalb, in der Geduld, in der Verzögerung, in der Zurückgebliebenheit fand; als ein Wage- und Versucher-Geist, der sich schon in jedes Labyrinth der Zukunft einmal verirrt hat; als ein Wahrsagevogel-Geist, der zurückblickt, wenn er erzählt, was kommen wird; als der erste vollkommene Nihilist Europas, der aber den Nihilismus selbst schon in sich zu Ende gelebt hat, – der ihn hinter sich, unter sich, außer sich hat. Denn man vergreife sich nicht über den Sinn des Titels, mit dem dies Zukunfts-Evangelium benannt sein will »Der Wille zur Macht. Versuch einer Umwertung aller Werte« – mit dieser Formel ist eine Gegenbewegung zum Ausdruck gebracht, in Absicht auf Prinzip und Aufgabe; eine Bewegung, welche in irgendeiner Zukunft jenen vollkommenen Nihilismus ablösen wird; welche ihn aber voraussetzt, logisch und psychologisch; welche schlechterdings nur auf ihn und aus ihm kommen kann. Denn warum ist die Heraufkunft des Nihilismus nunmehr notwendig? Weil unsre bisherigen Werte selbst es sind, die in ihm ihre letzte Folgerung ziehn; weil der Nihilismus die zu Ende gedachte Logik unsrer großen Werte und Ideale ist, – weil wir den Nihilismus erst erleben müssen, um dahinter zu kommen, was eigentlich der Wert dieser »Werte« war .... Wir haben, irgendwann, neue Werte nötig. .... Es ist ein Irrtum, auf »soziale Notstände« oder »physiologische Entartungen« oder gar auf Korruption hinzuweisen als Ursache des Nihilismus. .... Not, seelische, leibliche, intellektuelle Not ist an sich durchaus nicht vermögend, Nihilismus (d.h. die radikale Ablehnung von Wert, Sinn, Wünschbarkeit) hervorzubringen. .... Es fehlt der erlösende Stand und Mensch, die Rechtfertiger. .... Was bedeutet Nihilismus? Daß die obersten Werte sich entwerten. Es fehlt das Ziel, es fehl die Antwort auf das »Warum«. (Friedrich W. Nietzsche, Der Wille zur Macht, S. 3-10 ).

Vielleicht sehen Sie in dem Text von Nietzsche keinen direkten Zusammenhang zu Ihrem Text über den Sexismus und seine Grausamkeiten. Ich schon. Denn nur Nihilisten können so vorgehen, wie Sie es beschrieben haben, oder wie ich selbst es schon mehrfach beschrieben habe.

Antwort auf die Frage: Was ist Sexismus?

„Unter Sexismus kann mancherlei verstanden werden. Unter anderem:

1) Die Einstellung, wonach alles Mögliche, was üblicherweise nicht sexuell verstanden wird, dennoch so ausgelegt wird:
a) biologistisch als Pansexualismus. Klassischer Vertreter: Sigmund Freud (1856-1939). Er konstruierte eine »Libido« als alles beherrschende, sogar kulturtreibende Kraft und unterstellte selbst Kleinkindern sexuelle Triebhaftigkeit.
a)soziologistisch als Genderismus: Alle möglichen gesellschaftlichen Verhältnisse und Einrichtungen werden »geschlechtersensibel« interpretiert, was u.a. zu sprachlichen Neubildungen wie »Salzstreuerinnen« führt. (Gemeint sind die Gefäße zum Salzstreuen.)

2) eine habituelle, oftmals unreflektierte Denkweise, Ausdrucksweise oder Handlung, in welcher Geringschätzung oder Verachtung des anderen Geschlechtes zum Ausdruck kommt.

3) eine systematisch ausgearbeitete Ideologie, in welcher eines der beiden Geschlechter (d.h. ihre Vertreter als Kollektiv) als besser, aber unterdrückt, das andere als minderwertig, aber herrschend ausgewiesen wird.

4) die struturelle Benachteiligung der Vertreter eines der beiden Geschlechter.

5) die Auffassung, daß Heterosexualität normal und normierend sei. Diffamierender Ausdruck für diese »sexistische« Auffassung: Heterosexismus.

Vertreter des Sexismus bzw. Differenz-Feminismus (siehe: 3.) sind nicht nur Frauen, sondern - erstaunlicherweise - auch Männer. Was sie anzielen, sind aber ausschließlich Männer - niemals Frauen. Einen umgekehrten ideologischen Sexismus (der also Männer als höherwertig ansieht) gibt es nicht. Dies gilt sowohl empirisch wie theoretisch. Empirisch gibt es, soweit ich weiß, keinen ideologischen Sexismus, der sich gegen Frauen richtet, d.h. der Frauen als minderwertig oder sogar als eingeschränkt lebenswürdig betrachtet. .... Theoretisch ist ein ideologischer Sexismus, der sich gegen Frauen richtet, also ein »Maskulismus« als Spiegelbild des Feminismus, unmöglich. Denn diese Annahme hätte zur Voraussetzung, daß Mann und Frau prinzipiell gleich seien. Sie sind es aber nicht. Die Gleichheit von Mann und Frau ist vielmehr ein links-ideologisches Konstrukt, das weder durch Tatsachen noch durch ein gesundes Empfinden bestätigt wird. So ist es eine (von Feministinnen) oft beklagte Tatsache, daß auch wirtschaftlich erfolgreiche Frauen grundsätzlich »nach oben« oder gar nicht heiraten. Das liegt aber eben nicht an ihren vermeintlichen »Vorurteilen« - dafür sind diese Frauen durchaus zu intelligent -, sondern an ihrem gesunden Empfinden. Es bleibt somit als einziger ideologischer Sexismus nur der Feminismus. Er beruht darauf, daß die natürliche Befähigung des Mannes zur Herrschaft über die Frau im Grunde gefühlt, nicht aber ertragen wird. Der Feminismus ist die Kompensation eines Minderwertigkeitsgefühls von Männern in Frauenleibern, unterstützt von Frauen in Männerleibern (»Lila Pudel«). Erstere wollen die Herrschaft an sich reißen; letztere wollen sich ihnen unterwerfen. Während die ersteren an ihrer Pathologie leiden, dieses mit einer Ideologie der eigenen Höherwertigkeit kompensieren, ihr tatsächliches Versagen mit Unterdrückung erklären und zur Rechtfertigung ihrer »Entschädigungs«-Ansprüche eine ständige Schuldzuweisung betreiben, profitieren die letzteren aus dem entstehenden Sittenverfall und spenden den Erzeugerinnen Beifall.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Für mich ist es übrigens keineswegs erstaunlich, daß auch Männer „Vertreter des Sexismus bzw. Differenz-Feminismus“ (**) sind. Es gab und gibt ja auch zu den Armen sich zugehörig „fühlende“ Nachkommen von Reichen. So wie überhaupt die Wortführer aller „Revolutionen“ größtenteils einer höheren Schicht entstammen als die, deren Vertreter sie sind oder zu sein scheinen. Das ist es ja gerade. Wenn es Sich-und-seinesgleichen-Widerspechende nicht gäbe, wenn es die antithetischen Bewegungen nicht gäbe, kurz: wenn es die Antithesis nicht gäbe, dann hätten wir auch keine nennenswerte Entwicklung, sondern nahezu Stillstand: wir hätten die Bäume dann wohl nie verlassen. Und weil dies so ist, denken die „Linken“, sie und ihre Ideale bzw. Ideologien seien „fortschrittlich“, wobei sie vergessen, daß der Weg, den sie beschreiten, der rückschrittlichste Weg überhaupt ist, den ja auch schon ihr Lieblingsschlagwort „Revolution“ („revolutio“ (lat.) = Rücklauf, Zurückwälzen, Umdrehung) verrät - oder auch Rousseaus „Zurück zur Natur!“. Die „Linken“ vergessen, daß sie im Laufe des 20. Jahrhunderts immer überflüssiger geworden sind und sich dabei um 180 Grad gedreht und ihrem Arbeiterproletairiat beim Verschwinden zugesehen haben. Sie hätten sich entweder längst umbenennen oder zugeben müssen, daß sie selbst zu den Ausbeutern und Unterdrückern geworden sind, die sie angeblich noch bekämpfen. Denn es ist längst eine Tatsache, daß die Ober- und die Unterschicht gemeinsam die Mittelschicht ausbeuten und unterdrücken. Die Antithesis, der Widerstand, die Opposition ist also keinesfalls immer eine Angelegenheit derjenigen, die die Armen und Schwachen vertreten. Die Armen und Schwachen können nämlich aufgrund ihrer großen Anzahl (Quantität, Masse!) sehr wohl zur Macht kommen, und mit Hilfe ihrer Vertreter ist ihnen das auch immer wieder gelungen, wie die Geschichte gezeigt hat. Die Antithesis, der Widerstand, die Opposition kann, ja muß gelegentlich also durchaus auch aus anderen Reihen als denjenigen der Unterschicht kommen. Grundsätzlich sind zwischen den Schichten alle Bündnisse möglich. Sie kommen aber immer nur dann jeweils zur vollen Entfaltung, wenn ihr Erfolg für sie absehbar ist. Deshalb gibt es in der Geschichte auch immer wieder dann z.B. das oben bereits erwähnte Bündnis zwischen der Ober- und der Unterschicht, wenn sich für beide Seiten die Ausbeutung und Unterdrückung der Mittelschicht lohnt. Die unterschiedlichen, ja zumeist sogar gegensätzlichen Interessen zweier Schichten sind wie weggeblasen, wenn die Ausbeutung einer anderen Schicht sich für beide lohnt, wenn diese also ein gemeinsames Interesse haben - zumindest vorübergehend (das ist aber ziemlich egal, weil Schichten mehr dynamische als statische Gebilde sind). Gemeinsames Interesse löscht gegenseitigen Haß aus. „Gemeinsamer Haß löscht gegenseitige Verachtung aus.“ (Oswald Spengler, Jahre der Entscheidung, 1933, S. 164). Darum ist es für mich auch nicht erstaunlich, daß auch Männer „Vertreter des Sexismus bzw. Differenz-Feminismus“ (**) sind.

Zur Einordnung des Sexismus in die totalitären Ideologien und Systeme der Moderne:

„Der Sexismus beruht auf der weitreichendsten Verschwörungstheorie aller Zeiten. Die erste ihrer Art war die des Kommunismus, welcher eine verschworene Ausbeuterklasse unterstellte. Im nationalen Sozialismus wurde die Klasse der Verschwörer ausgeweitet auf das »Weltjudentum«. Der Feminismus hat dann die Verschwörungstheorie erweitert auf die gesamte Mannheit, also die halbe Menschheit. Sie besagt: Frauen sind nicht auf natürliche Weise »benachteiligt«, sondern auf eine künstliche. Diese besteht seit Jahrtausenden in Gestalt der Unterdrückung durch ein Patriarchat. Anderenfalls wären Frauen an Kultur und Zivilisation gleichbeteiligt. Die Methode der Massenvernichtung hat im Sexismus ebenfalls seine bisher höchste Steigerung erfahren. .... Im Sexismus (Feminismus) schließlich ist die Massenvernichtung privatisiert worden. Nicht nur Urteile sind jetzt weggefallen, sondern auch Schuldvorwürfe und Anklagen. Vollzugsort ist der geschützteste aller Orte, der Mutterleib. Vollzugsberechtigt sind allein Mütter; Väter haben kein Mitspracherecht über ihre eigenen Nachkommen mehr! Bezog sich der Klassenkampf im Kommunismus lediglich auf eine soziale Schicht, die man u.U. noch wechseln konnte, so ist der Klassenkampf im nationalen Sozialismus bereits biologistisch inspiriert. Immerhin sind auch da die Grenzen noch durchlässig; so kann man zum Judentum übertreten bzw. seine Herkunft bisweilen verleugnen. Hingegen ist der sexistisch-feministische Klassenkampf zutiefst biologistisch, da kein Merkmal so tief körperlich verankert, so leicht erkennbar und so schwer zu verändern ist wie die Geschlechtszugehörigkeit. Die Betroffenen, also Männer, haben so gut wie keine Möglichkeit mehr zum Widerstand, etwa um ihr ungeborenes Kind zu retten oder dem Kindesentzug mit angeschlossener Unterhaltssklaverei zu entgehen. Der Sexismus ist somit als Metamorphose von Kommunismus und Rassismus zu bewerten. Es handelt sich um die Ideologie des Klassenkampfes in ihrer bisher letzten Steigerung.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Der „Feminismus/Genderismus“ benutzt mit eiskalter Berechnung und Willkür die Männer auch dadurch, daß er sie zwischen ihrer Millionen Jahre alten natürlichen Stellung und ihrer unnatürlichen, weil nur politisch diktierten gesellschaftlichen „Soll-Stellung“ aufreibt, wodurch sie in eine vom Feminismus diktierte zutieftst mißliche Lage geraten: sie sind ganz „oben“ (wie immer schon), wenn es um ihre Pflichten geht, und ganz „unten“ (wie noch nie), wenn es um ihre Rechte geht; sie sind ganz „oben“, weil sie wegen „Unterdrückung“ und „Ausbeutung“ angeklagt werden (sollen), und ganz „unten“, weil sie die wirkliche Unterdrückung und Ausbeutung akzeptieren (sollen). Männer haben wirklich „so gut wie keine Möglichkeit mehr zum Widerstand“ (**). In dieser Falle sitzen Männer schon seit längerem. Man darf dabei nicht vergessen, daß die uralte Stellung des Mannes zwar „oben“ ist, aber nicht zwecks „Ausbeutung und Unterdrückung der Frau“ (so ein Unsinn können sich nur Dekadente ausdenken!), sondern zwecks jener ebenso alten Arbeitsteilung zwischen den Geschlechtern, die für jeden Mann bedeutet: höchste Risikobereitschaft und volle Verantwortung für alle anderen Menschen in der jeweiligen Gemeinschaft. Männer sind (nämlich: in ihrer Rolle!) bezüglich Frauen keine Widerständler - eben auch deshalb, weil ihre Stellung Millionen Jahre alt ist und sie nur selten in ihrer Geschichte zum Widerstand gegen Frauen genötigt worden sind (und wenn, dann immer aus unnatürlichen Gründen!). - Ich bin realistisch genug (Pessimisten sagen: „pessimistisch genug“), um festzustellen, daß insbesondere die abendländischen Männer nicht oder noch nicht in der Lage sind, sich gegen den ebenfalls abendländischen Feminismus erfolgreich zu wehren. Auch deshalb wage ich die Vorhersage, daß sie sich gegenüber ihren Ausbeuterinnen und Unterdrückerinnen aus der sogenannten „Frauenbewegung“ - auf ähnliche Art wie die Angehörigen der Mittelschicht sich gegenüber ihren Ausbeutern und Unterdrückern aus der Ober- und der Unterschicht - immer mehr beugen werden. Leider! Trotzdem bleibt die Hoffnung - und daher die Forderung: Männer müssen den Widerstand praktizieren, weil der sexistische Feminismus die Massenvernichtung will!

Zur Frage der Ursachen und der Überwindung des Sexismus (Feminismus):

„Nach allem, was ich erkennen kann, beruht der Sexismus auf einer - unsere gesamte Lebenswelt bestimmenden - Ent-Hierarchisierung, die eine unmittelbare Folge von Kommunismus und Nationalsozialismus und deren Erstursache die Säkularisierung ist. Sie begann mit der Leugnung Gottes und setzte sich in der Selbst-Entwertung des Mannes konsequent fort. Der Mann hätte niemals durch die Frau in Frage gestellt werden können, wenn er sich seiner göttlichen Ebenbildlichkeit bewußt geblieben wäre. Erst sein selbstverschuldeter Fall brachte ihn um die Herrschaft über die Frau, und verschaffte der Frau den Willen zur Selbstverkennung und zur Selbstüberhebung, ja zur Herrschaft über den Mann. Es kennzeichnet die Herrschaft der Frau, daß der »Neue Mann« eine weibliche Erfindung ist. Der einzige mögliche Weg zur Überwindung des Übels ist die Anerkennung der ursprünglichen Hierarchie, in welcher der Mann die Herrschaft (d.h. auch Fürsorge-Pflicht) über die Frau innehat. Eine bloße Dokumentation der tatsächlichen Benachteiligung des Mannes in rechtlicher Hinsicht wird gar nichts nützen; sie wird, im Gegenteil, die Frau letztlich in der vermeintlichen Legitimität ihrer Herrschaft nur bestätigen und eine totalitäre Struktur, d.h. die perfekte Gynokratie herbeiführen. Das sicherste Hindernis auf diesem Wege ist die Gutgläubigkeit in die Einsichtsfähigkeit des Aufrührers. Es gehört zum innersten Wesen des Kindes gegenüber dem Erwachsenen und des Weibes gegenüber dem Manne, daß es die Grenzen seiner tyrannischen Macht erkunden und nach Möglichkeit überschreiten wird. Das Ideologem der Gleichheit, welches Ungleiche gleichzustellen sich bestrebt, hat noch immer Unglück bewirkt. Es bedarf eines weltweiten Erwachens der Mannheit, also der wahren Menschheit, um den Sexismus zu überwinden.“ (Thomas R. E. Lentze, Das ist Sexismus, 07.10.2011 **).

Die Physiker haben recht: Was im Gleichgewicht ist, ist tot! Folglich ist der Egalitarismus - der „Gleichheits“-Wahn - die Todessucht, das Streben zum Tod! Egalitaristen sind Sterbende, Aussterbende, Untergehende - kulturgeschichtlich oder philosophisch gesprochen: Dekadente, Zivilisierte, Moderne, Nihilisten! Auch Liberalisten und Fraternitaristen sind Dekadente, Zivilisierte, Moderne, Nihilisten! Innerhalb dieses modernen, d.h. totalitären Ideologie-Systems (Liberalismus, Egalitarismus, Fraternitarismus) ist auch der Feminismus mit seinen Varianten zu finden (in Ihrer Abbildung in grober Vereinfachung dargestellt **).

Fortsetzung folgt => **.


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