Zum Zwiegespräch über „Homosexualität, Christentum, Feminismus und Scharia“.

Herr Schütze ⌂ @, Mittwoch, 23. November 2011, 00:30 (vor 2128 Tagen)
bearbeitet von Herr Schütze, Mittwoch, 23. November 2011, 02:54

Hallo, Herr Lentze!

Ich habe ein bißchen recherchiert und bin dabei auf Kommentare auf den Internetseiten der Zeitung „Junge Freiheit“ gestoßen. Auch Sie kommentieren dort, und ich will es gleich sagen: mich hat zwar inhaltlich nicht alles, dafür aber formell fast alles gefallen, was Sie dort geschrieben haben. Was mir gefällt, daß auch Sie sich offenbar der Logik verpflichtet fühlen - wie ich (**)! Ihre Argumentation ist logisch schlüssig, stringent, konsequent, kurz: so wie sie sein muß. Mit anderen Worten: ich muß nicht unbedingt derselben Meinung sein wie Sie, aber ich habe mit Ihnen wenigstens gesprächsmäßig eine gemeinsame wichtige Basis: die Logik. Das habe ich früher schon gedacht, aber noch nicht so sicher gewußt. Hätte ich das nicht schon früher gedacht, hätte ich hier in diesem, Ihrem Forum nicht kommentiert. Jedenfalls freut es mich, daß ich mich damals diesbezüglich nicht geirrt habe. Um miteienander auf konstruktiver Basis zu sprechen und zu denken, braucht man formale Regeln, nämlich die der Grammatik, der Logik und der Mathematik.

Was mir besonders an den Texten im Internet immer wieder exemplarisch auffällt, ist, daß die meisten Menschen sich kaum noch an Regeln halten - das gilt umso mehr, je jünger die Menschen sind (eine Folge der qualitativ gesunkenen Schulbildung seit bzw. durch „1968“). Auch auf den Internetseiten der JF habe ich viele Beispiele dafür gefunden. Eines von diesen vielen Beispielen ist ein gewisser Dr. Schlawa aus Anderswo, mit dem Sie sich sehr ausgiebig auseinandergesetzt haben. Herr Dr. Schlawa ist ganz bestimmt nicht dumm, aber man bemerkt an seinen sprachlichen Äußerungen immer wieder, daß er nicht viel oder - was wahrscheinlicher ist - nicht logisch konsequent gedacht hat, bevor er etwas sagt. Ich will diesem Menschen nicht zu nahe treten; ich kenne ihn gar nicht, auch nicht virtuell (internetmäßig); aber vieles von dem, was er Ihnen entgegenzuhalten versucht, ist dann, wenn man sich auf das Gespräch - den „Diskurs“ - zwischen Ihnen und ihm bezieht, schon rein logisch problematisch. Diese Fehler sind also nicht so sehr in seinen Äußerungen selbst zu begründen (obschon an ihnen erkennbar!), sondern in den Verbindungen zwischen seinen und Ihren Äußerungen. Und eben dies läßt den Schluß zu, daß er offenbar diese nicht richtig berücksichtigt und also nicht logisch konsequent gedacht hat, bevor er etwas sagt. Er hat ein Verständigungproblem rein logischer Art - er hat häufig nicht verstanden, was es bedeutet, wenn er Ihnen etwas sagt, aber vorher das, worüber Sie sprechen, für sich selbst gar nicht logisch durchgespielt hat. Pädagogen und Psychologen würden sagen, er leide an einem Aufmerksamkeitsdefizitsyndrom (ADS), könne nicht die Position des Anderen einnehmen, sei nicht empathiefähig u.s.w., doch das alles ist nicht richtig: Dr. Schlawa aus Anderswo kann einfach auf das Thema des Anderen nicht rein logisch reagieren, weil er sich zuvor nicht die Mühe gemacht hat, es wirklich zu verstehen. Wie gesagt: Es ist nicht Dummheit im allgemeinen, sondern Unfähigkeit, auf das Thema des Anderen rein logisch zu reagieren, also eher: Dummheit im speziellen. Das ist ein modernes Symptom, also eines, das z.B. im Abendland seit Beginn der Moderne immer häufiger auftritt und den bisher letzten kräftigen Schub seit bzw. durch „1968“ bekommen hat!

Schon in Ihren ersten Sätzen zu Beginn der „Diskussion“ zwischen Ihnen und Herrn Dr. Schlawa machen Sie ihn darauf indirekt, aber wahrscheinlich ungewollt, aufmerksam:

„Warum wollen Sie festlegen, wer Christ ist und wer nicht? Und warum setzen Sie eine theologische Meinung gleich mit einem persönlichen Ressentiment? Sie könnten sich doch auf sachliche Argumente beschränken.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 11:17 **).

„Homosexuelle werden, genauso wie andere Behinderte, in jeder Kirche akzeptiert. Niemand macht ihnen Vorwürfe für ihr Sosein, auch nicht für das Ausleben ihres Soseins. Das Ausleben ist Sünde, aber darüber hat nur Gott zu richten. Jeder von uns begeht irgendwelche Sünden. Die Institutionalisierung der Homosexualität ist hingegen etwas völlig anderes. Das ist m.E. eine Sünde wider den Heiligen Geist, also eine Todsünde, die als solche nicht vergeben werden kann. Denn diese Entscheidung wurde ohne Triebzwang, ja überhaupt ohne Notwendigkeit getroffen. Sie ist eine ganz bewußte Entscheidung.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 11:53 **).

„Für Christen gilt, die Ebenbildlichkeit Gottes wieder zu erlangen, so wie sie uns durch Jesus Christus vorgelebt wurde. Das kann natürlich nur in einem sehr langen Prozeß geschehen, der meiner Auffassung nach viele Wiederverkörperungen erfordert. Doch abseits der Frage der Wiederverkörperung: Notwendig ist das Bemühen! Wer die Notwendigkeit des Bemühens nicht einsieht, wie kann der sich Christ nennen? Ja, hier kann und sollte man die Frage wirklich stellen. Nicht, daß einer über den Anderen festlegt, ob er Christ sei. Aber sich selber sollte man immer wieder fragen, wie weit man es mit der Nachfolge Christi ernstnimmt. Im Falle der Homosexualität heißt das, daß man diesen Teil der Erbsünde zumindest nicht noch politisch aufwertet.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 12:02 **).

Herr Dr. Schlawa antwortet, indem er bestimmt, „worum es (ihm!) geht“:

„Lieber Thomas Lentze. Es geht eben nicht um die Instutionalisierung der Homosexualität. Ganz im Gegenteil. Es geht darum, Homosexualität als etwas vollkommen Normales anzusehen und Menschen, die im Rahmen einer homosexuellen Partnerschaft genau die gleichen Pflichten wahrnehmen wie Heterosexuelle auch die gleichen Rechte zukommen zu lassen. Nicht mehr, und nicht weniger.“ (Dr. Schlawa, 09.11.2011, 12:39 **).

„Nehmen wir einmal an, Homosexualität sei eine Behinderung, hieße das dann, behinderte Geistliche dürften nicht im Pfarrhaus wohnen?!? Ihre Argumentation wird immer brüchiger ....“ (Dr. Schlawa, 09.11.2011, 13:25 **).

„Es geht hier nicht darum, sich zu bemühen, zu einem besseren Christen zu werden. Es geht darum, anzuerkennen, daß Homosexualität keine Sünde ist, nur weil sie an einigen Bibelstellen abgelehnt wird - was, wie gesagt, auf vieles zutrifft, was wir heute wie selbstverständlich praktizieren ohne das Bewußtsein, eine Sünde zu begehen - und das aus gutem Grund: Weil es keine Sünde ist nach Jesus Christus. Wenn zwei Menschen einander lieben, egal welchen Geschlechts, in Treue füreinander da sind und füreinander sorgen, in guten wie in schlechten Zeiten, dann ist das gelebtes Christsein, mehr vielleicht als das Christsein jener, die sich über andere erhöhen, weil diese nicht so sind, fühlen und leben, wie man selbst.“ (Dr. Schlawa, 09.11.2011, 13:49 **).

Man bemerkt hier, daß Dr. Schlawa, bevor er seinen Text abschickte, nicht etwa den Gedanken hatte: Mein Gesprächspartner ist ein Christ, also muß ich das, nämlich sein Thema verstehen, muß ich darauf achten, was er mir sagt, muß ich Wissensvoraussetzungen mitbringen - z.B. muß ich das Christentum auch als solches berücksichtigen, muß ich mit christlichen Argumenten rechnen, muß ich die Bibel kennen oder zugeben, daß ich sie nicht kenne. Wahrscheinlich deshalb Ihre folgende Reaktion:

„Lieber Dr. Schlawa. Sie schreiben: »Es geht darum, Homosexualität als etwas vollkommen Normales anzusehen« (**). Genau das kann ein wahrer Christ nicht tun. Ja, er kann nicht einmal den völlig »normalen« Menschen als normal ansehen. Denn wenn nicht jeder (!) Mensch durch die Erbsünde total (!) korrumpiert wäre, hätte Gott sich auch nicht inkarnieren müssen, um uns durch seine Schuldübernahme zu erlösen. Das bloße Normalsprechen auch des »gesunden« Menschen ist bereits antichristlich! Der Staat ist der Kirche zunächst entgegengekommen mit seinem § 6 GG, der die Ehe schützt. Der wird aber durch Aufweichung zuletzt überflüssig. Ebenso macht sich die Ev. Kirche überflüssig, wenn sie bekennende Antichristen Pfarrer werden läßt.“ (Thomas R. E. Lentze, 09.11.2011, 13:53 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: »Nehmen wir einmal an, Homosexualität sei eine Behinderung, hieße das dann, behinderte Geistliche dürften nicht im Pfarrhaus wohnen?!?« (**) – Natürlich dürfen sie das. Aber nur, solange sie ihre Behinderung als einen Modus der Erbsünde anerkennen, als ein Übel, von dem sie durch den lebenden Christus geheilt werden möchten. Das muß glaubhaft gelebt werden. Christlich beurteilt, sind wir, wie schon gesagt, alle behindert - nämlich behindert, die Gottesebenbildlichkeit zurückzuerlangen. Wir bedürfen der Hilfe, die uns durch Christus zuteil werden kann. Auf ihn allein dürfen wir hoffen. Wer das für unnötig befindet, weil er sich für normal hält, der glaubt eben nicht an Christus, kann also kein Christ sein.“ (Thomas R. E. Lentze, 10.11.2011, 10:11 **).

Genau das ist es doch, denn: das ist logisch! Dr. Schlawa will eigentlich gar nicht so gerne diskutieren, sondern lieber befehlen. Sie dagegen dikutieren bzw. argumentieren, obwohl Christen eigentlich gar nicht diskutieren. Der Christenglaube steht nicht zur Disposition, wie Sie selber mehrfach angedeutet haben und auch ich schon öfter geschrieben habe - z.B. in meinem Reserveforum-Kommentar vom 18.11.2011 um 18:09 Uhr (**). Eigentlich müßte es also umgekehrt sein: Sie als Christ müßten dogmatiseren, und Dr. Schlawa als Säkularist müßte argumentieren. Es ist aber genau andersherum: Sie verhalten sich weltlich bzw. säkularistisch (also wie ein Moderner) und argumentieren, Dr. Schlawa verhält sich kirchlich bzw. klerikalistisch (also wie ein Unmoderner) und dogmatisiert. Komisch, nicht wahr?

Vielleicht haben Sie bereits gemerkt, worauf meine Argumentation hinauslaufen soll: auf die historische Tatsache, daß seit der Säkularisation, also seit der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne die Kirche immer mehr verdrängt worden ist und die sogenannte „Gesellschaft“ (v.a. der Staat!) immer „kirchlicher“ geworden ist. Die Kirche muß seitdem, um sich zu verteidigen, immer mehr auf Diskussionen eingehen und argumentieren, obwohl das von ihrem Glauben her ja ein Tabu ist, während die „Gesellschaft“ (v.a. der Staat!) aufgrund der scheinbar nicht mehr existierenden Notwendigkeit der Verteidigung immer dogmatischer werden kann und auch wird (insbesondere der Staat und noch mehr die überstaatlichen Institutionen [siehe: Globalismus **]). Die im Abendland früher übliche Aufspaltung der Macht in eine weltlich-staatliche und eine geistig-kirchliche Sphäre war sehr sinnvoll - das erkennt man erst heute in vollem Umfang.

Also ist eigentlich das, worauf wir Abendländer stolz sein sollten, nicht die zivilisierte (d.h. bürgerliche) Moderne als das Ergebnis der Politik des 1. und 2. Standes, sondern diese selbst. Zwar existiert auch in unserer zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne die „Trennung von Staat und Kirche“, allerdings als Laizismus, in dem die Macht nicht mehr einigermaßen gleichberechtigt auf beide verteilt ist, sondern sich immer mehr zugunsten des Staates verschoben hat - wie fast alles in der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne. Und das ist fatal. Dazu kommt, daß die Herkunft der weltlichen Machthaber in der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne schon zu Beginn in einigen Ländern, dann in zunehmendem Maße und schließlich überall der 3. und also nicht mehr der 1. oder 2. Stand ist.

Dr. Schlawa ist ein typischer Vertreter des 3. Standes, der aber lieber dem 1. oder 2. Stand angehören möchte. Also „argumentiert“ er auch nicht standesgemäß. Er möchte bestimmen und bestimmt auch durch seine Wortwahl, wer Christ sein darf und wer nicht. Dem 3. Stand gemäß wäre es jedoch, eine solche Bestimmung gerade zu vermeiden, zu verhindern, ja zu bekämpfen. Dagegen haben Sie als Christ die Möglichkeit zu einer solchen Bestimmung, nutzen sie aber gar nicht, weil Sie Dr. Schlawa als Gesprächspartner ernst nehmen und demtsprechend, d.h. auf zivilisierte (d.h. bürgerliche) Weise Achtung vor ihm ausdrücken, also ebenfalls nicht standesgemäß argumentieren, denn Sie sind nicht ein typischer Vertreter des 3. Standes, sondern als Christ eher ein typischer Vertreter des 1. oder 2. Standes (jedenfalls haben Sie einen Anspruch darauf, einen dieser beiden Stände zu verteidigen, und zwar aufgrund Ihres Christenglaubens). Wieder sind also die Rollen vertauscht: Ihre Rolle und die Rolle des Dr. Schlawa.

Dr. Schlawa will auch bestimmen, ob man „Homosexualität als etwas vollkommen Normales anzusehen“ hat oder nicht (**). Auf Ihre Reaktion - nämlich: „Genau das kann ein wahrer Christ nicht tun“ (**) - geht er überhaupt nicht ein. Auch auf Ihre weiteren Ausführungen nicht: „Wir bedürfen der Hilfe, die uns durch Christus zuteil werden kann. Auf ihn allein dürfen wir hoffen. Wer das für unnötig befindet, weil er sich für normal hält, der glaubt eben nicht an Christus, kann also kein Christ sein.“ (**). Herr Dr. Schlawa zeigt sich hier nicht gerade von seiner feinen zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Seite, oder aber - ich will nicht unfair sein - es handelt sich hierbei gerade eben um die Seite, die nur zeigen kann, wer gemäß der zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne des Abendlandes agiert und reagiert: nihilistisch, eben dekadent und deswegen alles Hierarchische, Aristokratische und dem Abbau-der-Kultur-sich-in-den-Weg-Stellende hassend.

Ich will Dr. Schlawa das alles nicht direkt, wohl aber indirekt unterstellen, weil ich glaube, daß er die Folgen dessen, was er sagt, gar nicht kennt. Wie gesagt: Ich kenne ihn gar nicht - auch nicht virtuell (internetmäßig). Aber ich schließe das aus seinen Texten. Ich habe ihn also nur durch seine Texte und meine textlinguistische Untersuchung kennengelernt. Er hat seine Kommentare, die dort auf den Internetseiten der JF zu lesen sind, selbst geschrieben und muß dann auch zu den sich daraus ergebenden Konsequenzen stehen. Aber ich glaube eben auch, daß er gerade dazu nicht in der Lage ist, weil auch das einen zivilisierten (d.h. bürgerlichen) Moderne des Abendlandes typsicherweise kennzeichnet. Oder hätte ich „auszeichnet“ schreiben sollen?

Dr. Schlawa könnte mir jetzt entgegenhalten, daß er gar nicht auf Sie habe eingehen wollen und Sie sogar - mehr oder weniger - ignoriert habe; doch das (1.) ist in diesem Zusammenhang unwichtig und beweist eher sogar noch seine Dummheit im speziellen (das moderne Symptom - Sie wissen es schon) und (2.) würde ich ihm das nicht glauben, weil er - sein Textbeitrag beweist es - auf Ihre Textbeiträge eingegangen ist (und nur auf bestimmte Sätze daraus nicht) und Sie zumindest in dem Fall nicht ignoriert hat.

„Ich habe nichts gegen eine klassische Rollenverteilung, genauso, wie ich nichts gegen eine nicht-klassische Rollenverteilung habe - wohl im Gegensatz zu Frau Mursula, denn anders ist Ihre Lobpreisung des Hausbuchs für die deutsche Familie kaum zu verstehen, das scheinbar vornehmlich Ratschläge für die Frau, nicht aber für den Mann enthält.“ (Dr. Schlawa, 14.11.2011, 10:32 **).

„Weiterhin ist aber auch die Gleichsetzung Extremist (oder: Radikaler) = Gewalttäter falsch. Ich z.B. verstehe mich als einen radikalen Maskulisten. Für mich ist die Frage, ob oder inwieweit Frauen Menschen seien, durchaus diskutabel, und sie ist ja auch von Theologen diskutiert worden. Aber selbst wenn man zum Schluß kommt, daß Frauen keine Menschen seien, so folgt daraus keineswegs Gewalttätigkeit gegen sie. Im Gegenteil, man kann sie gerade dann als besonders schützenswert einstufen. Tierschützer müssen ja auch nicht in Tieren höhere Wesen sehen. Folglich muß auch ein radikaler Rechter nicht gewalttätig sein.“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 13:18 **).

„@ Thomas Lentze: Wenn Frauen keine Menschen sind, was sind sie dann? Und was für rechtliche Konsequenzen leiten sich für Sie daraus ab? Und wie würden Sie darauf reagieren, wenn radikale Feministinnen in Frage stellten, daß Männer Menschen seien? P.S.: Mit dieser Frage stellen Sie selbst die radikalsten Feministinnen in den Schatten.“ (Dr. Schlawa, 16.11.2011, 14:18 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: »wie würden Sie darauf reagieren, wenn radikale Feministinnen in Frage stellten, daß Männer Menschen seien?« (**). Die gibt es. Im Sexistinnen-Pranger habe ich etliche ausführlich behandelt. »Wenn Frauen keine Menschen sind, was sind sie dann?« (**). So wie Säue Schweine und Stuten Pferde sind, sind Frauen Menschen. Das ist der biologistische Standpunkt, der Menschen auf Hominiden reduziert. Doch dieser Standpunkt ist relativ neu. Der ursprüngliche, nicht-biologistische, ist aus dem Sprachgebrauch zu ersehen, der »Mensch« mit »Mann« gleichsetzt. Frauen bilden daraus eine »echte Teilmenge« im Sinne der Mengenlehre, d.h. sie repräsentieren die Gesamtmenge nicht.“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 17:28 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: Meinerseits nur noch einen Schlußsatz zur Frage, wer wen hier toppt. Die Feministin Solanas schrieb: »Den Mann ein Tier zu nennen, heißt, ihm zu schmeicheln.« Das Buch, worin das und vieles Ähnliche steht, können Sie übrigens billig kaufen. Es handelt sich um das SCUM-Manifest, einem Aufruf zum Massenmord.“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 22:04 **).

„Der Satz der Feminismus-Kritikerin Bettina Röhl zeigt das Dilemma auf, in dem wir stehen. Offen gesagt, ich würde notfalls eine muslimisch überfremdete Gesellschaft vorziehen. Im Moment jedenfalls. Vielleicht täte es mir hinterher leid. Ich weiß es nicht. Aber herrscht in der Öffentlichkeit überhaupt ein Bewußtsein darüber, was mit einem schrankenlosen Genderismus auf uns zukäme? (**) Der Kriminologe Prof. Michael Bock hat es kurz und schlüssig dargelegt in seinem Essay »Gender Mainstreaming als totalitäre Steigerung von Frauenpolitik« (erreichbar über Googlesuche).“ (Thomas R. E. Lentze, 16.11.2011, 22:17 **).

„Bei den Autobrandanschlägen in Berlin wird hier an gleicher Stelle wie selbstverständlich von Linksextremismus gesprochen, weil vorwiegend teurere Autos in Flammen aufgingen. Wenn aber einer eindeutig rechtsextremen Terrorzelle mit hoher Wahrscheinlichkeit 10 Morde an Ausländern und einer deutschen Polizistin sowie mehrere Raubüberfälle nachgewiesen werden kann, dann sind das Serientäter ohne ideologische Gesinnung. Und da wundert Ihr Euch, daß man seriöse Rechte in die gleiche Ecke stellt wie Rechtsextreme? Wem es wirklich um konservative Werte geht, der sollte akzeptieren, dass es rechte Gewalt gibt, die mindestens genauso, wenn nicht gar gefährlicher ist als die von links und von der man sich deutlich distanzieren muß.“ (Dr. Schlawa, 17.11.2011, 09:35 **).

„Herr Dr. Schlawa, ich sehe mich politisch extrem rechts und ich verbitte mir gleichwohl, in die Nähe von Gewalttätern gerückt zu werden. Die gibt es überall, auch in der Mitte.“ (Thomas R. E. Lentze, 17.11.2011, 10:56 **).

„@ Thomas Lentze: Wenn Ihnen soviel an der Scharia liegt, empfehle ich das Auswandern z.B. in den Iran. Mit Ihrem Frauenbild müßten Sie sich da doch pudelwohl fühlen. Und streng gläubig sind die Herren dort auch.“ (Dr. Schlawa, 17.11.2011, 17:41 **).

„@ Dr. Schlawa aus Anderswo: Nun bleiben Sie doch bitte sachlich. Ich bin Deutscher und bekenne mich zu meinem Vaterland, dem ich meine Sprache und Bildung verdanke. Und als Christ gehöre ich nicht unter Muslime, nicht einmal unter Schiiten. Und homosexuell bin ich auch nicht. Und Sie? Vielleicht gehören Sie einer Minderheit an, die inbezug auf das deutsche Ehe-, Familien- und Scheidungsrecht ohnehin nichts zu befürchten hat. Sie sollten aber auch an die Probleme der Mehrheit denken.“ (Thomas R. E. Lentze, 17.11.2011, 18:04 **).

Bezahlte Schreiberlinge, Undercover-Kommentatoren, Blog-Agenten, Forums-Spitzel, Internet-IM’s u.s.w. - die gibt es ja. Könnten auch Sie sich vorstellen, daß der Herr Dr. Schlawa (ungewollt) einer von denen ist?

Jedenfalls ist Herr Schlawa aus „Anderswo“, kommt vielleicht auch von „Anderswoher“, hat vielleicht bei den „Andersdenkenden“ seine Arbeit gefunden, gehört also vielleicht zu den „Anderen“.

Grüße!

Herr Schütze


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