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Damit bin ich nicht einverstanden!

admin @, Samstag, 26. November 2011, 11:05 (vor 2188 Tagen) @ Patrick Bieri

Guten Tag, Patrick Bieri!

Es gibt übrigens "Christen", die behaupten, dass letztlich sogar der Teufel in den Himmel komme, da Gott doch die ganze Schöpfung erlösen werde.

Das ist auch meine christliche Auffassung. Die Widersachermächte sind nicht gleichrangig mit Gott. Nur bei Gleichrangigkeit ist es denkbar, daß Gott und sein höchster Widersacher für immer in Feindschaft verblieben.

Was Luzifer betrifft, den Widersacher gegen den Heiligen Geist, so ist er bereits mit der Auferstehung Christi bekehrt worden. Er hat bereut und er erschien in seiner umgewandelten Form als Paraklet während des Pfingstereignisses. Das verlieh diesem Ereignis den Charakter der Begeisterung, was von einigen Außenstehenden interpretiert wurde als Alkoholwirkung.

Die Bekehrung Luzifers führte in den ersten nach-christlichen Jahrhunderten zu einer Welle des Märtyrertums. Denn Luzifer hatte erkannt, daß er die Rolle Christi hätte einnehmen müssen. Er wartet seitdem auf die entsprechende Gelegenheit, die wohl in einer späteren Weltperiode eintreten wird.

Viele luziferische Geister sind jedoch keineswegs bekehrt. Und auch jeder von uns hat an seinem luziferischen Doppelgänger zu arbeiten. Dieser wirkt im Astralleib des Menschen und macht den Menschen auf eine geistige Weise hochmütig und egoistisch. Diese Menschen halten sich für geistig höher entwickelt, sind es auf eine gewisse Weise auch, aber dies in einem antichristlichen Sinne. Ihretwegen hat Christus noch mehr zu leiden. Man kann aber den luziferischen Doppelgänger durch Selbsterkenntnis umwandeln und befreien.

Was Ahriman betrifft, den Widersacher des Sohnes, so ist er durch Christus während der Höllenfahrt angeschlagen, aber noch nicht endgültig besiegt worden. Das wird erst in späteren Weltperioden geschehen. Jeder von uns hat einen ahrimanischen Doppelgänger. Der wirkt nicht im Astral-, sondern im Ätherleib. Anders als der luziferische Doppelgänger kann er nicht umgewandelt noch bekämpft werden. Dennoch kann man sich von ihm befreien, nämlich durch Erkenntnis seines Wirkens. Er fällt dann von einem ab.

Der ahrimanische Doppelgänger macht sich bemerkbar in einer enormen Willenskraft und Intelligenz, welche aber mechanisch und entseelend wirken. Der Genderismus z.B. ist eine ahrimansch bewirkte Bewegung, überhaupt jede Form der Technokratie.

Ahrimanische Geister können nur dort wirken, wo ihnen durch luziferische Einflüsse der Boden bereitet worden ist. Luzifer bewirkt das persönliche Eigenlicht und Glänzen, welches aber von geistigen Welt gesehen ein Dunkel ist. In diesem Dunkel nistet Ahriman sich ein - anders kann er es nicht. Man kann das vergleichen mit einem Menschen, der durch luziferische Zügellosigkeit ein lasterhaftes Leben führt. Das führt zu einer Schwächung, welche körperlichen und seelischen Krankheiten (ahrimanisch) den Boden bereitet.

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Doch der Teufel ist nicht existent. Teufel ist bloss eine Bezeichnung für den Zustand ohne Gott. Genauso wie Dunkelheit bloss die Bezeichnung ist für den Zustand ohne Licht. Licht ist eine physikalische Grösse, Dunkelheit nicht. Gott ist Geist, Teufel nicht.

Das ist ein bestimmter theologischer Standpunkt, für den Augustinus bekannt geworden ist.

Du widersprichst dir damit allerdings selbst. Denn dieser Auffassung nach dürfte ja auch Lola nicht existent sein, muß also auch nicht bekämpft werden.

Ganz falsch ist dieser Standpunkt natürlich auch nicht. Physikalisch ist es richtig, daß Dunkel und Kälte keine eigenen Größen sind. Geistig ist es allerdings falsch. Niemand empfindet Kälte als Abwesenheit von Wärme oder Dunkel als Abwesenheit von Licht. Kälte und Dunkel haben durchaus eigene Empfindungsqualitäten, die nicht ableitbar sind.

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Aber gottlose, also geistlose Menschen, in deren Seelen es dunkel ist, davon gibt es unzählige, wie Sand am Meer. Ihr Weg führt sie direkt in die Nichtexistenz...also in den Tod.

Nein, nicht direkt. Sondern durch unser Verschulden. Wir alle sind aufgerufen, unserer Brüder Hüter zu sein. Christus hat uns das vorgemacht. Das war seine Mission: Er hat sich zum Hüter (und Befreier) seines gefallenen Bruders Luzifer gemacht.

Es ist luziferischer Hochmut, zu behaupten, daß irgendwelche Menschen nicht zu retten seien, daß sich der Einsatz für sie nicht lohne bzw. daß man ihre Schuld nicht mitzutragen habe und man sie bedenkenlos Christus aufbürden dürfe; ferner, daß es sie gar nicht gäbe, und daß man sie dennoch bekämpfen dürfe, ja müsse. Schon an dieser Widersprüchlichkeit sollte man erkennen, daß die Wahrheit eine andere sein muß.

Grüße
trel


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