Babycaust !

H. Schütze ⌂ @, Dienstag, 29. November 2011, 13:24 (vor 2181 Tagen) @ admin

Ich habe geschrieben: „mehr als 50%“ (**). Sie haben geschrieben: „Es sind 52 %.“ (**). Daß „mehr als 50%“ auch „52 %“ miteinschließen können und in diesem Fall auch wirklich miteinschließen, muß ich Ihnen hoffentlich nicht erklären.

Ich komme zu meinem eigentlichen Grund für diesen Kommentar: Ihre Frage auf eine meiner Aufforderungen im letzten Kommentar zum Babycaust (**). Ich habe geschrieben: „Verhindert den legalisierten Mord an den Kindern im Uterus!“ (**). Sie haben geschrieben: „Wie sollen wir das verhindern?“ (**). Sie haben damit die „Gretchenfrage“ gestellt.

Sie selber tun etwas, was Aufklärung oder Gegenaufklärung auf anthroposphische und christliche Weise genannt werden kann; denn so wie die Romantik damals der Aufklärung unendlich viele Sünden vorwerfen konnte und auch zu Recht vorwarf und sie trotzdem in Teilen bewahrte und auch weiterführte, so können Sie heute der immer noch aktiven Aufklärung bzw. dem, was die Romantik an ihr übrig gelassen hat, zu Recht unendllich viele Sünden vorwerfen und sie trotzdem in Teilen bewahren und weiterführen. Dieser Prozeß ist notwendig - besonders dann, wenn bestimmte Phänomene einer Entwicklung zu groß, zu größenwahnsinnig geworden sind. Das Beispiel Aufklärung ist gut gewählt, denn die Aufklärung hat bis heute viele ihrer Schmuckfedern zu Recht verloren.

Andere tun etwas Ähnliches wie Sie, nur eben nicht auf anthroposophische und christliche Weise. Ich gehöre auch zu diesen Anderen - das glaube ich jedenfalls. Ich kenne das von Ihnen so bezeichnete „anthroposophisch vertiefte Christentum“ (**) nicht so gut wie Sie, lerne es aber durch Ihre Textangebote kennen, während Sie vielleicht etwas von mir lernen, wenn ich Ihnen Wissenswertes über Themen, die außerhalb des anthroposophisch vertieften Christentums liegen, mitteile und Ihnen z.B. die Kulturtheorie von Oswald Spengler (**) oder die von Hubert Brune vorstelle (**|**|**|**|**). Da sich unsere Ziele nicht grundsätzlich unterscheiden, wenn man unter einem dieser Ziele z.B. die Verhinderung von Sklaverei (das ist NICHT marxistisch gemeint!) versteht, können und sollten wir - und sei es nur im Sinne der Formel: „der Feind meines Feindes ist mein Freund“ - gegen unseren Feind gemeinsam vorgehen. Wir sollten also arbeitsteilig vorgehen, wie ich auch schon früher des öfteren geschrieben habe (**|**). Wer aber ist nun dieser gemeinsame Feind derjenigen, die sich in der Phase des Globalismus nicht versklaven lassen wollen? Na, die Globalisten! Die Globalisten haben alle anderen Erscheinungen, von denen die meisten glauben (sollen [vgl. „teile und herrsche“ [**]), sie seien die Übel, mehr oder weniger in ihrer Hand - im wahrsten Sinne des Wortes: sie spielen damit! So gesehen ist der Globalismus das Hauptübel, von dem die Übel wie Feminismus, Migrationismus, Multikulturalismus und viele andere Pseudomorphismen (**) und Synkretismen (**) von ihm abhängige Variablen sind. Obschon wir den Untergang des Abendlandes (**) nicht verhindern werden, können wir ihn immerhin mitgestalten, z.B. so, daß wir dabei nicht völlig versklavt werden. Die Globalisten wollen die Neue Weltordnung (New World Order), wie sie z.B. George H. Bush 1991 ausgerufen hat (**). Sie sind Cäsaristen ([link=abend_befruchtung.html" TITLE="Vgl. Cäsarismus]**[/link]). Sie haben mittlerweile soviel Geld und dadurch Macht angehäuft, daß sie - allein schon aus Gründen der Konkurrenz untereinander - ihre Macht so sehr ausweiten, daß sie zuletzt gar nicht anders können, als den Globus zu beherrschen. Um unsere, dem gegenüber extrem bescheidenen Erfolge auch wirklich erreichen zu können, sollten wir:

(1.) wissen, daß der Globalismus in seiner Phase - wie ein „Schwarzes Loch“ - alles verschlingt, was ihm zu nahe kommt;

(2.) diese Entwicklungen nicht leugnen, sondern sie als Fakten und noch zu schaffende Fakten erkenntnismäßig akzeptieren;

(3.) die Aktionen der Antibewegungen (z.B. die der Christen) gegen den Globalismus und seine „Filialen“ richtig einschätzen;

(4.) den Globalismus und seine „Filialen“ (dazu gehört auch z.B. der Feminismus) nicht - also auch nicht indirekt - unterstützen;

(5.) auch die negative Seite (z.B. Ausbeutung) der angeblich nur positiven Werte wie z.B. Leistung, Arbeit, Konsum erkennen;

(6.) gegebenenfalls den Untergang homöopolitisch mit dem Untergang bekämpfen, ihn beschleunigen, damit er abgebremst wird;

(7.) unbedingt zusammenhalten.

Befolgen wir das, werden wir nicht versklavt untergehen; befolgen wir das nicht, werden wir mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit versklavt untergehen! Das sind keine besonders guten Nachrichten, aber immerhin: gute innerhalb der schlechten Nachrichten. Vergessen wir nicht, daß der jetzige Globalismus rein abendländischer Herkunft und eine Phase ist, die sehr lange dauern kann, aber nicht muß. Dadurch, daß die meisten Abendländer sehr wenige Abendländer - die Globalisten - und mittlerweile auch Nichtabendländer reich und damit mächtig gemacht haben, haben sie sich selbst ins Abseits gestellt und den Globalisten den Weg zur Macht gebahnt sowie eine Herrschaft von sehr langer Dauer beschert. Als „Dank“ dafür (ein bißchen Galgenhumor muß sein) erleben wir jetzt die systematische Abschiebung bzw. Abtreibung der abendländischen Mehrheit durch die abendländische Minderheit ins Nichts bzw. in den Tod.

Wenn die Globalisten die NWO wollen, dann müssen wir das Gegenteil wollen. Wenn wir den Untergang des Abendlandes nicht verhindern können, aber die Globalisten, obwohl sie selbst Abendländer (einige auch „Ableger“ von ihnen) sind, das Abendland vernichten wollen, weil sie ja angeblich die „Eine Welt“ wollen (die NWO bedeutet also eigentlich: EWO oder OWO [englisch]), dann müssen wir uns genau dagegen wehren, und zwar nicht wegen unserer Don-Quijote-Qualitäten, sondern wegen der größeren Gefahren, die uns bei Verzicht drohen: „Denn der Weltfriede - der oft schon dagewesen ist - enthält den privaten Verzicht der ungeheuren Mehrzahl auf den Krieg, damit aber auch die uneingestandene Bereitschaft, die Beute der andern zu werden, die nicht verzichten.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917/'22, S. 1106 **).

„Imperialismus ist reine Zivilisation. In dieser Erscheinungsform liegt unwiderruflich das Schicksal des Abendlandes. Der kultivierte Mensch hat seine Energie nach innen, der zivilisierte nach außen. Deshalb sehe ich in Cecil Rhodes den ersten Mann einer neuen Zeit. Er repräsentiert den politischen Stil einer ferneren, abendländischen, germanischen, insbesondere deutschen Zukunft. Sein Wort »Ausdehnung ist alles« enthält in dieser napoleonischen Fassung die eigentlichste Tendenz einer jeden ausgereiften Zivilisation. Das galt von den Römern, den Arabern, den Chinesen. Hier gibt es keine Wahl. Hier entscheidet nicht einmal der bewußte Wille des einzelnen oder ganzer Klassen und Völker. Die expansive Tendenz ist ein Verhängnis, etwas Dämonisches und Ungeheures, das den späten Menschen des Weltstadiums packt, in seinen Dienst schwingt und verbraucht, ob er will oder nicht, ob er es weiß oder nicht. Leben ist die Verwirklichung von Möglichkeiten, und für den Gehirnmenschen gibt es nur extensive Möglichkeiten. (So war vielleicht das bedeutende Wort Napoleons an Goethe gemeint: »Was will man heute mit Schicksal? Die Politik ist das Schicksal.«). So sehr der heutige, noch wenig entwickelte Sozialismus sich gegen die Expansion auflehnt, er wird eines Tages mit der Vehemenz eines Schicksals ihr vornehmster Träger sein. Hier rührt die Formensprache der Politik - als unmittelbarer intellektueller Ausdruck einer Art von Menschentum - an ein tiefes metaphysisches Problem: an die durch die unbedingte Gültigkeit des Kausalitätsprinzips bestätigte Tatsache, daß der Geist das Komplement der Ausdehnung ist.“ (Oswald Spengler, Der Untergang des Abendlandes, 1917, S. 51-52 **).

Ich glaube nicht, daß wir irgendwie auch nur einen Deut weiterkommen, wenn wir bzw. jeder für sich seinen eigenen Kampf gegen den Mainstream, der von den Globalisten vorgegeben wird, kämpft. Ich habe schon sehr oft hier in diesem Forum darauf hingewiesen, daß z.B. auch der Feminismus nicht ohne seine Herkunft zu verstehen ist (**|**|**|**|**|**|**|**|**). Er ist ein modernes Phänomen, und alle modernen Phänomene münden letztendlich in den Globalismus, weil der alles beherschen will und bei totalem Erfolg auch tatsächlich alles beherrscht. Deshalb ist es m.E. ziemlich sinnlos, als Einzelkämpfer oder in kleinen Gruppen gegen den Globalismus zu kämpfen. Das, wogegen man kämpfen kann, ist die Art und Weise der Macht des Globalismus. Man kann also (heute) nicht (mehr) die Macht des Globalismus, sondern nur (noch) den Machtmodus des Globalismus bekämpfen. Konzentrieren wir uns beim Kampf gegen den Globalismus auf die Filialen des Globalismus, z.B. auf den Feminismus, so sollten wir, wie gesagt, nicht vergessen, wessen „Stiefkind“, wessen Filiale er geworden ist. Das ist wichtig, um Fehler beim weiteren Vorgehen gegen ihn zu vermeiden. Es nützt z.B. nichts, wenn man auf die von den Globalisten bezahlten „Gegner“ (z.B. die „Antifanten“, die „Occupy“-Anhänger u.s.w.) setzt und hofft, denn die sind als Spielzeug von den Globalisten so einkalkuliert, daß sie nichts, rein gar nichts anrichten oder gar umstürzen können. Dies ist durchaus auf alle globalistischen Filialen - also auch auf den Feminsimus - übertragbar.

Neben der Ausbeutung des Mannes und insbesondere des deutschen mittelschichtigen Mannes durch den Feminismus ist der Massenmord an den Menschen-im-Uterus durch den Feminismus einer der wichtigsten konkreten Angriffspunkte beim Kampf gegen den Feminismus. Hier müssen wir ganz besonders ansetzen, weil wir geradezu die Pflicht haben, Menschenleben zu schützen!

Eine Abbildung zum Recht auf Massenmord an Kindern im Uterus finden Sie hier: http://www.hubert-brune.de/abtreibung_weltkarte.html - in den hellbraun gefärbten Ländern ist der der Babycaust als der Massenmord durch Abtreibung staatlich legal, gefördert, ja gefordert.

Mit freundlichen Grüßen!

Herr Schütze


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