Untergangsfragen / -antworten

Herr Schütze ⌂ @, Dienstag, 29. November 2011, 23:55 (vor 2121 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Mittwoch, 30. November 2011, 01:48

Ich grüße Sie, Herr Lentze!

( Ich habe von Ihnen KEIN Paßwort erhalten! Meine Adresse: Giftpfeil@gmx.de ! )

Zunächst einmal wieder eine nur scheinbare „Kleinigkeit“, denn Sie haben geschrieben:

„Was in der physikalischen Kosmologie als »Antimaterie« oder »Schwarze Löcher« beschrieben wird, dürfte auf ahrimanisches Wirken beruhen. Dasselbe gilt aber eindeutig für genau diejenigen Vorgänge, die Sie als »Globalisierung« bezeichnen.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **).

Ich bezeichne diese Vorgänge NICHT als „Globalisierung“, sondern als „Globalismus“ - das mag für Sie keinen Unterschied bedeuten, doch die Sprachwissenschaft sieht das anders, auch die Kulturtheorie von Hubert Brune (**|**|**|**|**|**|**|**), denn sie unterscheidet sogar sehr deutlich zwischen „Globalisierung“ und „Globalismus“: Gemäß Brunes Theorie ist jede Kulturgeschichte eine Globalisierung, aber der Globalismus nur eine, nämlich die zwölfte Phase (**) jeder Kultur, in der die Herrschenden tatsächlich das Globale, ja (die Abendländer) sogar den Globus an sich reißen - tatsächlich ähnlich wie ein „Schwarzes Loch“, das „alles verschlingt, was ihm zu nahe kommt“ (**). Während also Sie und ich bei der Bedeutung des Wortes „Globalismus“ wahrscheinlich weit auseinander sind, sind wir bei der Bedeutung des Wortes „Globalisierung“ wahrscheinlich näher beieinander.:

Es gibt ja auch eine ordnungsgemäße Globalisierung. Denn jedes Zerrbild hat ein Urbild. Es ist der Wille der Widersachermächte, aus Urbildern Zerrbilder zu machen und durch Verbreitung von Lüge und Furcht zu bewirken, daß die Zerrbilder die Urbilder verdecken.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **).

Das liest sich doch ähnlich wie die folgende Zeilen von Hubert Brune, die ich unterschreiben würde: „Globalismus ist eine andere Umschreibung für die jetzige abendländische Phase (**). Gemeint ist nicht die Globalisierung im allgemeinen Sinne, denn die ist so alt wie das Abendland selbst, sondern die in der heutigen Phase konkret gewordene Globalisierung. Während also Globalisierung allgemein ein Synonym für die Kulturgeschichte des Abendlandes ist, bezeichnet Globalik oder Globalsismus deren Vollendung. Auf bestimmte Weise versucht jede Kultur, globalisierend zu wirken, d.h. ihre Sphäre auszuweiten oder aufzublähen, bis so etwas wie ein möglichst umfangreiches, vor allem aber reiches Imperium entstanden ist. Deshalb ist jede - wie auch immer geartete - Globalisierung mit Imperialismus verbunden. Das Abendland ist jedoch die einzige Kultur, die den Globus von Anfang an mitmeinte, denn es war der Katholizismus, der ALLE, das ALL umfassen wollte, bis die weltliche Kugel tatsächlich erobert, umspannt, umrundet und mit einem künstlichen Schutzschirm versehen werden konnte. In der heutigen Phase der Globalik schließen die Satelliten denjenigen Kreis der Kommunikation und Technik, der geistig schon durch die katholische Kirche globales Immunsystem geworden war.“ (Hubert Brune, Befruchtung der Cäsarismus, 2001 **). Die „Widersachermächte“, von denen Sie sprechen, sind die Modernen (die Nihilisten, zu denen auch die „Globalisten“ gehören) jeder Kultur als die Bekämpfer jener „Globalisierung, die ich und Brune die Kultur selbst nennen und Sie das Christentum bzw. den „Moment, da der Leib Christi von der Lanze eines Soldaten durchstoßen wurde und sein Blut auf und in die Erde floß.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **). Denn vergessen wir nicht: das Christentum ist ein wesentlicher Bestandteil der abendländischen Kultur und in deren typischer Form ganz umfassend, allgemein, eben: katholisch (und nur in protesthafter Reaktion darauf: protestantisch). Da das Christentum mit zu den Urbildern der abendländischen Kultur gehört, ist es nur folgerichtig, daß mit Eintritt der Moderne der abendländischen Kultur auch dieses Urbild immer mehr „durch Verbreitung von Lüge und Furcht“ zum Zerrbild wurde und immer noch wird, um das Urbild zu „verdecken“, wie Sie so treffend beschrieben haben (**).

Ich komme zu meinem eigentlichen Grund für diesen Kommentar, nämlich zu folgender Ihrer Ausagen:

„Die bejahenswerten Folgen im Bewußtsein der Menschen erdweit sind durchaus vorhanden: Es kommt ein zunehmendes Bewußtsein dafür auf, daß wir Menschen Verantwortung tragen für die Erde. (Im Buddhismus ist das keineswegs der Fall.) Es gibt auch immer mehr Menschen, die darunter leiden, daß es weit entfernten Menschen, mit denen sie nicht physisch verwandt sind, aber auch Tieren, schlecht geht. Das ist eine Wirkung der Verbindung Christi mit der Erde und der Menschheit.“ (Thomas R. E. Lentze, Babycaust, 29.11.2011, 15:39 **).

Man kann das aber auch so erklären: Der Buddhismus mischt sich nicht in die Ethik, in die Moral, in das Gewissen ein, das Christentum dagegen sehr. Ich zitiere Nietzsche, für den es „ja-sagende“ und nein-sagende“ Religionen gibt: „Wie eine ja-sagende arische Religion, die Ausgeburt der herrschenden Klasse, aussieht: das Gesetzbuch Manus. (Die Vergöttlichung des Machtgefühls im Brahmanen: interessant, daß es in der Krieger-Kaste entstanden und erst übergegangen ist auf die Priester.) Wie eine ja-sagende semitische Religion, die Ausgeburt der herrschenden Klasse, aussieht: das Gesetzbuch Mohammeds, das alte Testament in den älteren Teilen. (Der Mohammedanismus, als eine Religion für Männer, hat eine tiefe Verachtung für die Sentimentalität und Verlogenheit des Christentums ..., einer Weibs-Religion, als welche er sie fühlt –.) Wie eine nein-sagende semitische Religion, die Ausgeburt der unterdrückten Klasse, aussieht: das neue Testament (– nach indisch-arischen Begriffen: eine Tschandala-Religion). Wie eine nein-sagende arische Religion, gewachsen unter den herrschenden Ständen: der Buddhismus. – Es ist vollkommen in Ordnung, daß wir keine Religion unterdrückter arischer Rassen haben: denn das ist ein Widerspruch: eine Herrenrasse ist obenauf oder geht zugrunde.“ (Friedrich W. Nietzsche, Der Wille zur Macht, S. 110-111 **). Gemäß Brune ergibt das folgende Übersicht:

(1) ARISCH (INDOGERMANISCH):
(1a) Brahmanismus (Manu): „JA-SAGENDE“ RELIGION
(1b) Buddhismus: „NEIN-SAGENDE“ RELIGION

(2) SEMITISCH:
(2a) Mohammedanismus (Islam): „JA-SAGENDE“ RELIGION
(2b) Christentum: „NEIN-SAGENDE“ RELIGION

Vgl. Hubert Brune, Glaube, 2001 **

Ich lasse moch von bestimmten Aussagen bestimmter Menschen einfach nicht trennen, und zu diesen Menschen Zähle ich v.a. Goethe, Hegel, Schopenhauer, Nietzsche, Spengler, Heidegger, Sloterdijk, Mersch, Bolz und Brune.

Laut Ihrer Ausage ist Ihnen der „Punkt 6 ... noch unklar“ (**): Als ich schrieb, man solle „gegebenenfalls den Untergang homöopolitisch mit dem Untergang bekämpfen, ihn beschleunigen, damit er abgebremst wird“ (**), dachte ich u.a. an die Klassische Homöopathie und deren Ähnlichkeitsregel. Gemäß Hahnemann kann Ähnliches mit Ähnlichem geheilt werden, denn Hahnemann hatte ja entdeckt, daß eine Substanz in einer ganz minimalen Dosis den kranken Organismus stimulieren und genau das heilen kann, was sie beim Gesunden in einer Überdosis hervorrufen würde. Wenn z.B. „die Chinarinde am gesunden Menschen eine Art von Fieber hervorrufen kann, das dem Malariafieber ähnlich ist, dann kann eine ganz minimale Dosis Chinarinde einen Menschen heilen, der an Malaria erkrankt ist.“ (Gudrun Brune, Homöopathie, 2001 **). Wenn wir uns als die vom Untergang befallenen „kranken“ Organismen vorstellen, so kann uns eine kleine Dosis davon heilen. Im übertragenen Sinne heißt das, daß man diejenigen Elemente, aus denen der Untergangsprozeß besteht, selbst hervoruft, um ihnen in Überdosis nicht erliegen zu müssen, um den Untergangsprozeß zu bremsen. Wer z.B. „Punkt 5“ (**) erfüllt, hat bereits die wichigsten Vorarbeiten zu „Punkt 6“ (**) „geleistet“.

Bei Bedarf später mehr!

Freundliche Grüße!

Herr Schütze


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