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„Nein-sagende“ Religion

admin @, Mittwoch, 30. November 2011, 20:24 (vor 2184 Tagen) @ Herr Schütze

Guten Abend, Herr Schütze!

Entschuldigung, ich wollte Ihnen nicht zu nahe treten mit

Tun Sie nicht, denn wir sind ja hier zum Diskutieren. Jeder Gedanke ist erlaubt; es kommt nur darauf an, daß er möglichst gut begründet wird.

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Wir müssen doch (1) Christus von den (2) Christen und die Christen von dem (3) Christentum trennen, wenn wir erkenntnistheoretisch bzw. wissenschaftlich urteilen wollen.

Vollkommen richtig. Ich habe bisher nicht eindeutig getrennt.

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Christus hat gewirkt, aber wahrscheinlich nicht so, wie es Paulus und die Evangelisten überliefert haben

Hier möchte ich widersprechen. Paulus und die Evangelisten haben ihre Erkenntnisse auf geistigem Wege bekommen; diese müssen also richtig sein, jedenfalls richtiger, als es auf wissenschaftlichem Wege möglich ist.

Objektive Grundlage dieser geistigen Erkenntnis war die Nichtauflösung von Christi Ätherleib nach der Kreuzigung. Der Ätherleib ist der Erinnerungsträger eines irdisch gelebten Lebens.

Subjektive Grundlage seitens der Evangelisten waren die 40 Tage, als ihnen Christus im Auferstehungsleib täglich erschien; sodann wieder das Pfingstereignis zehn Tage nach Christi Himmelfahrt (mit Himmel ist der ätherische Umkreis der Erde gemeint).

Wissenschaftlich wären die Evangelienschilderungen teilweise gar nicht möglich. Woher sollen die Evangelisten etwa gewußt haben, was sich in der Gethsemane-Nacht zutrug, da sie doch geschlafen hatten? Woher wußten sie, daß ein Engel Jesus gestärkt hatte? Selbst hinterher gab es ja zu einem Gespräch keine Gelegenheit mehr.

Selbst wenn die Evangelien ingestalt von Büchern verschwänden (etwa durch eine globale Bücherverbrennung), so bliebe das "Fünfte Evangelium", wie Steiner es nannte, im ätherischen Erden-Umkreis als objektive Grundlage, als Urtext sozusagen, erhalten. Es ist auch viel ausführlicher als die geschriebenen Evangelien; es ist so umfassend, daß, wie Johannes am Ende seiner Offenbarung schrieb, alle Bücher dieser Welt nicht ausreichen würden, um es zu fassen.

Natürlich müssen auch die subjektiven Grundlagen vorhanden sein. Diese werden aber auch ohne meditative Arbeit, vielmehr als natürliche Fähigkeiten, in Zukunft immer häufiger auftreten. Das ist eine Folge der Evolution, die durch die Taten des Christus eingeleitet wurde. Auch der Keim zu einem neuen Kosmos (in der Offenbarung das "Neue Jerusalem" genannt) ist hierdurch gelegt worden.

Nochmal kurz zu Nietzsche, Spengler etc.: Bei diesen finden sich tiefste und wertvollste Erkenntnisse, nicht aber die Kriterien, welche ermöglichen, ihren Wahrheitsgehalt zu beurteilen. Das ist nur von einer höheren Ebene aus möglich, die man u.U. durch Meditation erreichen kann. Das bedeutet aber kein Entweder/Oder; man muß sich auf beiden Ebenen bewegen können.

Beste Grüße
trel


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