Kosmologie, Christologie.

trel ⌂, Montag, 19. Dezember 2011, 13:58 (vor 2165 Tagen) @ Patrick Bieri
bearbeitet von trel, Montag, 19. Dezember 2011, 18:17

Hallo Patrick!

ist es immer wieder interessant in den Lebenserfahrungen anderer zu lesen. Es ist eine Bereicherung um Erfahrungen, die man selbst nie machen konnte. Solche Erfahrungen zu dokumentieren ist zumindest ein Teil der Voraussetzung zum Lernen.

Ganz meiner Meinung. Ich bin kein Vielleser, tue mich sogar schwer mit dem Lesen, aber Biografien und Autobiografien lese ich immer gerne. Als Schüler z.B. die Biografie von C.G.Jung ("Erinnerungen, Träume, Gedanken von C.G.Jung") - hoch interessant!

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Und ja, es gibt verschiedene Ideen, in welcher Art man sich das Kommen des Menschensohnes "vor"-stellen kann. Ich neige da eher zu einem mystischen Ansatz

Ich halte mich diesbezüglich an Steiner und andere anthroposophische Autoren, vor Allem Valentin Tomberg. Wer sollte sonst darüber Aussagen machen können? Beide Genannten waren Hellseher in dem Sinne, daß sie in die geistigen Welten hineinschauen konnten. Sie waren empirische Forscher und brauchten also keine Spekulationen anzustellen. Leider meinen viele Leute, daß es soetwas auf geistiger Ebene nicht geben könne, und vergeuden dann ihre Zeit mit theologischer Trivialliteratur.

Steiner hat von allen Menschen bisher die gründlichste Kosmologie und Christologie ausgebildet. Allerdings stellt er an den Leser sehr hohe Ansprüche des Mit-Denkens, besonders in seiner "Geheimwissenschaft im Umriß" von 1910. Dort breitet er seine kosmologischen Erkenntnisse sehr detailliert aus, aber es ist verwirrend für den, der sich bloß einmal "informieren" möchte. Das geht nicht so einfach.

In seinen Vortragszyklen ist er sehr viel verständlicher. Nur bräuchte man Jahre, um sie alle zu lesen. Was ich dir zu unserem Thema empfehlen möchte, ist der Zyklus "Die geistigen Wesenheiten in den Himmelskörpern und Naturreichen" (als Taschenbuch zum Preis von 14 Euro).

Bemerkung: Ich habe den Titel des o.g. Buches geändert (19-12-2011, 18:16).

Zur Christologie insbesondere kann ich nur immer wieder die wenigen Werke von Tomberg empfehlen. Sie setzen zwar anthroposophisches Grundwissen eigentlich voraus, sind aber sehr gut verständlich, sehr konzentriert und sehr klar geschrieben. Das sind die "Anthroposophischen Betrachtungen über das Alte bzw. Neue Testament" und "Die vier Christusopfer und das Erscheinen des Christus im Ätherischen".

Wer diese Bücher gelesen und ihre Inhalte aufgenommen hat, der kann sich so ziemlich alles Andere zum Thema ersparen!

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Kennst du Heinrich Seuse? Ein Mystiker aus dem Mittelalter. Sein vielleicht berühmtestes Werk heisst "Das Büchlein der Ewigen Weisheit" (oder auch Wahrheit).

Dem Namen nach sicher. Vielleicht sollte ich das o.g. Buch auch einmal lesen. Nur, wie gesagt, ich bin gewissermaßen verwöhnt durch Erkenntnisse, die aus tieferen Gründen erst ab Ende des 19. Jahrhunderts gefunden und veröffentlicht werden konnten. Die Scholastiker waren sehr scharfe Denker, hatten aber auf diesem Wege keinen direkten Zugang zur geistigen Welt. Die Mystiker, jedenfalls Meister Eckhart, bauten darauf auf und hatten, wie wohl viele Menschen damals, einen gefühlsmäßigen Zugang, den wir heute eher nicht mehr haben. Der anthroposophische Erkenntnisweg beginnt daher mit der Gedankenkontrolle. Es gilt, "im Kopf" Ruhe herzustellen. Das allein ist gerade heute schwierig genug.

Gruß
trel


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