drei Ursachen

Patrick Bieri, Dienstag, 20. Dezember 2011, 17:47 (vor 2100 Tagen) @ trel

Ich sehe drei Ursachen:

1. In den Jahren vor dem ersten Weltkrieg floss erstmals unglaublich viel Geld in die Schweiz. Dieses Geld sollte hier vor dem drohenden Krieg in Sicherheit gebracht werden. Vor dem zweiten Weltkrieg geschah nochmals dasselbe, bloss in noch grösserem Ausmass. Dies hat die Schweiz innerhalb von ca. 30-40 Jahren von einem relativ armen Agrarstaat mit mässiger Industrie, zu einem blühenden Finanz- und Wirtschaftsplatz gemacht. Und wo die Landwirtschaft und die Industrie zu Gunsten der Dienstleistungsgesellschaft und der Sozialgesellschaft verdrängt wird, da erhalten die Frauen automatisch mehr Einfluss. Wohlstand fördert den Feminismus, nicht umgekehrt!

2. Bereits in den Anfängen des modernen Feminismus war die Schweiz ein Ort, an dem sich Intellektuelle (Schriftsteller, Theaterleute, Philosophen, etc.) gerne aufgehalten haben. Während und nach den beiden Weltkriegen hat sich dies noch verstärkt, denn diese Leute hatte ihre Beziehungen in die Schweiz und zum Teil sind sie auch vor dem Krieg in die Schweiz geflüchtet. So konnte sich das feministische Gedankengut schon früh festsetzen und ausbreiten. Wiederaufbau nach dem Krieg war ja in der Schweiz nicht nötig und so konnte man (frau) hier bereits wieder genüsslich aus dem Vollen schöpfen, auch kulturell.

3. Die Schweiz erlebte eine relativ starke Reformation. Weite Teile der Scheiz sind heute reformiert, resp. quasi atheistisch. Auch dies hat den Vormarsch der Feministinnen begünstigt.


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