Patriarchat.

Herr Schütze ⌂ @, Freitag, 23. Dezember 2011, 23:51 (vor 2156 Tagen) @ admin
bearbeitet von Herr Schütze, Samstag, 24. Dezember 2011, 01:50

Interessant! Kennen Sie auch die anderen Bücher von Ehrhardt Bödecker? (In einigen seiner Bücher wiederholen sich Daten, Fakten und teilweise auch Textabschnitte.) - Ich empfehle u.a.: Die europäische Tragödie (1998), Preußen und die Wurzeln des Erfolgs (2004), Preußen und die Marktwirtschaft (2006), Preußen - eine humane Bilanz (2010).

Besonders interessant ist auch Ihre folgende Äußerung:

„Das Patriarchat, das hier zerfallen ist und dem durch die Gynokratie, u.a. mittels Familienrechtssprechung, der Todesstoß versetzt werden soll, kommt auf einem niederen Niveau wieder zu uns zurück, und zwar ingestalt der muslimischen Masseneinwanderung. Es geht nämlich nicht ohne Patriarchat; wo es verdirbt oder vertrieben wird, kommt es von außen wieder herein.“ (Thomas R. E. Lentze, 23.12.2011, 21:05 **).

Ich möchte Ihre Aussage kurz kommentieren, indem ich sie in drei Bereiche zerlege:

1.) Zerfall des Patriarchats;
2.) Wiederkehr des Patriarchats auf einem niedrigeren Niveau;
3.) Es geht nicht ohne Patriarchat.

Zu 1.): Ich würde nicht sagen, daß bei uns das Patriarchat schon völlig zerfallen ist, sondern: daß Nihilisten zwar dabei sind, es zu zerstören, aber ihr Zerstörungswerk noch nicht beendet haben. Es kann noch eine Menge passieren. Ich sehe die Zukunft zwar in einem ähnlichen „Dunkel“ wie Sie. Doch die Hoffnung sollte man bekanntlich zuletzt begraben. Dafür, daß diese Aussage ihre Berechtigung hat, zeugt die derzeige Entwicklung in Politik und Wirtschaft (v.a. Geldwirtschaft), die uns - ungewollt (!) - vielleicht aus der miserablen Situation, in die uns deren vorhergegangene Entwicklung gebracht hat, herausholen könnte. Man kann eine solchen Entwicklung auch absichtlich verstärken, z.B. „homöopolitisch“: Erinnern Sie sich noch an meinem „Punkt 6“ (**), der Ihnen „noch unklar“ (**) war? Da wo Kapitalismus bzw. Liberalismus ist, da ist auch Kommuniusmus bzw. Egalitarismus - die Thesis bringt ihre Antithesis stets selbst hervor, macht diese zunächst - und ungewollt (!) stark, doch dann wird auch die Antithesis verneint, nämlich durch die Synthesis, die die Thesis in erhöhter Form in sich bewahrt, d.h. „aufhebt“ (**). Was ich meine, ist, daß mit dem durch die Thesis namens Kapitalismus oder Liberalismus oder Freie Marktwirtschaft erreichten Wohlstand schon bald die sie bekämfende Antithesis namens Kommunismus oder Egalitarismus oder auch „nur“ Soziale Marktwirtschaft obenauf kommt, die aber bald selbst bekämpft wird, weil sie zu viel zerstört hat, und diesen Prozeß können wir beschleunigen (z.B. „homöopolitisch“ [erinnern Sie sich? [**]), um wenigstens demographisch etwas, d.h. unsere Nachkommen und damit unsere Kultur zu retten, denn: wenn wir zu lange warten, d.h. wenn wir dem den Wohlstand mißbrauchenden Egalitarismus (weil er fast allen alles verspricht und deshalb immer mehr Schulden macht - dabei auch z.B. die Überfremdung oder z.B. den Feminsimus fördernd und fordernd) zu lange Zeit geben, dann geht unsere Kultur umso sicherer unter. Wenn der Egalitarismus erst einmal besiegt ist - z.B. auch durch eine gigantische Finanz-/Wirtschaftskrise -, dann wird es darauf ankommen, ob die Synthesis den Egalitarismus in der Gefahrlosigkeit wird halten können, in die er ihn zuvor gebracht hat.

Zu 2.) Ihre Aussage, daß das Patriarchat immer wiederkehrt, erhält meine volle Zustimmung. Daß es also dann, wenn es zerfallen ist, auf nidrigerem Niveau wiederkehrt, ist folgerichtig. Überhaupt können sich Menschen nur in einem Patriarchat wirklich entwicklen. Alles andere bedeutet Stagnation bzw. Tod.

Zu 3.) Wie gesagt: Menschen können sich nur in einem Patriarchat wirklich entwicklen. Alles andere bedeutet Stagnation bzw. Tod. Für Menschen kann deshalb - weil sie so sind, wie sie sind: Hierarchie-Wesen (Menschen wollen sich entwicklen und können es nur mit Hierarchie[n]) - nur gelten: Es geht nicht ohne Patriarchat! Alle Verusche, etwas anderes als ein Patriarchat zu etablieren, scheitern zuletzt immer. Also bestätigen sie als Ausnahme die Regel, daß es ohne Patriarchat nicht geht. Würde in Zukunft doch noch das Patriarchat auf lange Dauer (also langfristig!) beseitigt werden können, dann würde es spätestens dann keine Menschen mehr geben. Menschen können - auf Dauer (!) - nur hierarchisch gegliedert existieren. Also: Es geht nicht ohne Patriarchat!

Freundliche Grüße!

Herr Schütze


gesamter Thread:

 RSS-Feed dieser Diskussion

powered by my little forum