heterogene Szene

trel ⌂, Sonntag, 25. Dezember 2011, 13:33 (vor 2096 Tagen) @ Patrick Bieri

Hallo Patrick, und ein frohes Weihnachtsfest!

Wenn ich das richtig sehe, dann ist diese anthroposophische Szene auch ziemlich heterogen, oder? Gibt es da nicht auch Teile, die sehr feministisch sind und andere, die klar rechtsextrem gefärbt sind? Siehst du diese Teile? Und falls ja, was machen diese aus der Anthroposophie?

Das kann ich mangels Szene-Kenntnisse kaum beurteilen. Die Frage ist auch, was man alles zur anthroposophischen Szene rechnet. Rechnet man die Eltern dazu, die ihre Kinder auf Waldorfkindergärten und -schulen schicken, dann gibt es gewiß viele Feministen darunter. Unter den Lehrerinnen selbst gibt es auch schwarze Schafe, die feministisch eingestellt sind, auch wenn sie das nicht offen sagen.

Der Vorwurf des Rechtsextremismus wird gelegentlich auch erhoben, meist von enttäuschten Waldorfeltern, die von Anthroposophie im Grunde gar nichts wissen wollen, aber dann Bücher darüber schreiben. Aber wer gilt jetzt nicht alles als rechtsextrem! Zumindest jeder, der bekennt, daß es innerhalb der Menschheit verschiedene Rassen gibt, oder daß das Christentum die höchstentwickelte und einzig zukunftsfähige Religion ist. In diesem Sinne wird natürlich auch Steiner als "Rassist" bezeichnet.

Die meisten - mir scheint sogar, fast alle - Autoren, die in anthroposophischen Verlagen (etwa im Urachhaus-Verlag) minderwertige Bücher schreiben und frech genug sind, sich auf Steiner zu berufen oder sich als Anthroposophen zu bezeichnen, sind von Frauen geschrieben. Da gibt es eine pseudo-anthroposophische Subkultur. In den meisten Fällen dürfte es angemessen sein, diese Autorinnen einfach zu ignorieren. Anscheinend sind die Verlage aber auf sie angewiesen, weil die wirklich ernsthaften Bücher niemals allzuviele Leser finden.

Gruß
trel


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