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Patriarchat.

admin @, Sonntag, 25. Dezember 2011, 22:45 (vor 2159 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von admin, Sonntag, 25. Dezember 2011, 22:57

Frohe Weihnachten, Herr Lentze!

Danke, und ebenfalls frohen Mut in Anbetracht der Geburt des heilenden Gottes.

Ich antworte jetzt auf die Schnelle, d.h. nur auf eine bestimmte Frage. Zum Rest später.

Glauben Sie, daß Geister aus dem Himmel in Menschen einfahren können? Ist es unter anderem das, was Sie meinen, wenn Sie von Inkarnation sprechen? Sind für Sie Feministinnen deshalb eher Feministen, weil sie keine Frauen, sondern Männer, die im falschen Körper stecken, sind und deswegen sind, weil Geister aus dem Himmel in sie gefahren, die Feminist(inn)en also nicht nur von allen guten Geistern verlassen, sondern auch und sogar zweckmäßigerweise von allen bösen Geistern heimgesucht sind?

Geister oder hierarchische Wesen inkarnieren sich nicht, sondern inkorpieren sich u.U. in Menschen. Es gilt diesen Unterschied zwischen Inkarnation und Inkorporation zu beachten.

Inkarnation: Wir Menschen waren alle vorgeburtlich existent und verkörperten, d.h. inkarnierten uns "absteigend" mit einem Astralleib, einem Lebensleib und zuletzt einem physischen Leib. Letzterer wurde im Mutterleib herangebildet. Die Inkarnation beginnt mit der Geburt des physischen Leibes und vollzieht sich dann stufenweise, so daß erst mit dem siebten Jahr der Ätherleib voll eingezogen ist (Zahnwechsel), mit dem 14. Jahr der Astralleib (Erdenreife) und mit dem 21. Jahr das Ich. Das ist aber grob dargestellt; die wirklichen Verhältnisse sind komplizierter.

Inkorporation bezeichnet demgegenüber die zeitweilige Besessenheit von Menschen durch reguläre hierarchische Wesen, aber auch durch luziferische Geister (im Astralleib) und ahrimanische Geister (im Lebensleib). Letztere beiden werden auch als Doppelgänger bezeichnet. Es sind gewissermaßen Parasiten, die sich unserer Körper bedienen, um auf der Erde zu wirken.

Wenn ich sage, daß Feministinnen Männer in Frauenleibern seien (und "Lila Pudel" Frauen in Männerleibern), so ist das anthroposophisch nicht korrekt, sondern pointiert ausgedrückt. Der Mensch inkarniert sich abwechselnd als Mann und Frau, in der Regel jedenfalls. Und nur verkörpert kann er ein Geschlecht haben, wobei der Lebensleib (anderer Ausdruck: Ätherleib) gegengeschlechtlich ist zum physischen Leib. Männer haben also weibliche Lebensleiber, und Frauen haben männliche Lebensleiber. Es kann aber die vorherige und nachfolgende Verkörperung in die gegenwärtige Verkörperung durchschlagen.

Die entsprechenden Vorgänge - karmische Vorgänge - sind aber kompliziert. Zum Karma des Feminismus hat sich Steiner m.W. nicht geäußert, und Tomberg auch nicht; meine Überlegungen hierzu sind hypothetisch und in Entwicklung begriffen.

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Wenn Sie fragen, ob man diese Vorgänge nicht auch "weltlich" erklären kann, so sage ich: Das kommt auf die Erkenntnis-Ansprüche an. Man kann sich z.B. einen Autounfall erklären, indem man sich die Fahrer, ihre Zustände, Entschlüsse usw. wegdenkt und sich auf die rein physikalischen Verhältnisse beschränkt.

Dann kann man etwa sagen: Der Unfall geschah, weil eines der Autos in die falsche Richtung oder auf der falschen Straßenseite fuhr. Das ist korrekt.

Wer aber höhere Erkenntnis-Ansprüche hat, will wissen, wer am Steuer gesessen hat, d.h. wer der Fahrer war, und was ihn motivierte, die falsche Richtung einzuschlagen bzw. die falsche Straßenseite zu befahren. Man muß dann also die über-physikalische Ebene betreten.

Das Betreten der über-physikalischen Ebene hat den Vorteil, daß sich Unfälle dann leichter erklären und vermeiden lassen.

Entsprechend verhält es sich mit den gesellschaftlichen Vorgängen. Hier sind wir bereits auf einer höheren Ebene, aber das reicht wiederum nicht, um wirklich alles zu verstehen. Man kann z.B. den Marxismus mit den gesellschaftlichen Verhältnissen und mit den Biografien von Marx und Engels erklären. Interessanter aber wird es, wenn man diese Biografien auf frühere Inkarnationen erweitert. Dann ergibt sich - nach Steiner -: Marx und Engels waren vor einigen Jahrhunderten Feudalherren und Raubritter, von denen der eine den anderen überfiel und versklavte. Damit ist natürlich noch lange nicht alles erklärt. Man müßte auch das Karma der hierarchischen Wesen untersuchen, welche die gesellschaftlichen Vorgänge gestalten.

Auf das Andere werde ich demnächst eingehen.

Gruß
trel


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