Woran erkennt man antichristlich eingestellte Menschen ?

trel ⌂, Donnerstag, 12. Januar 2012, 22:00 (vor 2137 Tagen) @ trel
bearbeitet von trel, Samstag, 14. Januar 2012, 10:12

Wohl jeder wahre Christ wird seine größten Enttäuschungen nicht an Atheisten, sondern an denjenigen Menschen erleben, von denen er das größte Verständnis erwarten sollte.

Das erlebte schon Jesus Christus so. Nicht mit "Huren und Zöllnern", also mit den ungebildeten Leuten und sozialen Versagern hatte er Probleme, sondern mit den Priestern und Theologen, das heißt mit denjenigen, die ihn schon aufgrund ihrer Schriftkenntnisse hätten erkennen müssen. Denn er wurde ja im Alten Testament vielfach angekündigt und es wurden dort auch die Zeichen genannt, an denen er zu erkennen sein würde.

Valentin Tomberg erging es ähnlich. Der wurde zwar nicht gekreuzigt, aber er wurde aus der Anthroposophischen Gesellschaft ausgeschlossen und ständig, auch noch nach seinem Tod, schwer verleumdet. Ebenfalls wurde er, der Christ und Christologe unter den Anthroposophen schlechthin, abgewiesen durch die von Steiner inaugurierte Christengemeinschaft.

Steiner selbst hat bekanntlich viel weniger unter seinen unmittelbaren Gegnern gelitten als unter seinen eigenen Anhängern. Diesen hatte er seine Todeskrankheit zu verdanken, wie er selber sagte.

Vgl. zu alledem die Gleichnisse im Matthäus-Evangelium im 21. und 22. Kapitel.

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Ich stellte die Frage: Woran erkennt man antichristlich eingestellte Menschen? - Man erkennt sie nicht unbedingt daran, daß sie das Christentum ablehnen. Das kann ja auf einfacher Unkenntnis beruhen. Um wirklich antichristlich zu sein, muß man schon gründlich verstanden haben, worum es geht - und gerade darauf seine Ablehung bauen. Was nicht ausschließt, daß dieselben Personen z.B. kirchliche Ämter bekleiden.

So war zwar Fr. Nietzsche in seinem Leben kein Pfarrer, aber immerhin Pfarrer-Sohn. Er schrieb auch anfangs christliche Gedichte! Das Paradoxon klärt sich, wenn man Steiners Hinweis zu Rate zieht, wonach Nietzsche früher ein Mönch gewesen sein soll, der sich auf besonders brutale Weise kasteite. Im späteren Leben hat sein Körper ihm das mit schwerer Krankheit beantwortet und in ihm einen heftigen Gegen-Affekt geweckt.

Wie schon früher gesagt, wird der absolute Antichrist, dessen Kommen bevorsteht, als solcher zunächst nicht zu erkennen sein. Das wird erst dann der Fall sein, wenn es ans "Eingemachte" geht, also die Gretchenfrage, hier: Christusfrage, angesprochen wird. Darauf aber würde er sich mit Unsereinem wahrscheinlich gar nicht einlassen, denn jedes Regime kann ein paar "Spinner" ertragen.

Aber dann gibt's ja noch den Papst, den Erzoberlenker der Christengemeinschaft, den Chef der Allgemeinen Anthroposophischen Gesellschaft und Andere. Wir werden sehen, wie weit ihre Erkenntnis- und Glaubenskräfte reichen.

Die größten Glaubens-Helden im Nationalsozialismus dürften übrigens die Zeugen Jehovas gewesen sein.

trel


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