Wer aus der Geschichte nichts lernen kann. Zur Zykliziät der Geschichte.

Herr Schütze, Montag, 30. Januar 2012, 18:12 (vor 2065 Tagen) @ Herr Schütze
bearbeitet von Herr Schütze, Montag, 30. Januar 2012, 20:11

Der „Bundeswehrprofessor“ (?!?) Michael Wolfssohn ist Jude, noch dazu „ausgebildeter“ Historiker - aber: was hat er denn aus der Geschichte gelernt? Nichts! Rein gar nichts! Er beschwört doch sogar die Wiederholung des Schicksals der Juden herauf!

Was Freud, indem er von Nietzsche abschrieb und z.B. das, was Nietzsche die „ewige Wiederkehr“ genannt hatte, mit dem „Wiederholungszwang“ für den Einzelnen gleichsetzte, gilt auch für Kollektivformen jeder Art. Keiner hat den Zyklus solcher Kollektivformen so deutlich und in Anlehnung an Goethe und Nietzsche beschrieben, wie Spengler es mit denjenigen acht Kulturkreisen tat, die er einfach „Kulturen“ nannte (**|**) und die gemäß der Kulturtheorie von Hubert Brune „Historienkulturen“ heißen (**|**|**|**|**|**). Menschen in einer bestimmten Kollektivform wie der der Kultur tun quasi nichts anderes als andere Lebewesen in ihren Kollektivformen (z.B. Löwen in ihrem jeweiligen Rudel): solange sich die Umweltbedingungen nicht außergewöhnlich stark verändern, verändern sie auch ihr Verhalten nicht oder nicht sehr - beim Menschen zwar sehr viel mehr als bei anderen Lebewesen, aber grundsätzlich dennoch nicht anders.

Manche Menschen können durchaus aus der Geschichte lernen, können aber daran, daß Geschichte sich dennoch dem Typus nach wiederholt, nichts oder nur selten etwas ändern. So setzten sich eigentlich immer wieder diejenigen durch, die zur richtigen Zeit den zyklischen Regeln entsprechend an die Macht kommen. Nur hin und wieder und besonders dann, wenn es zu großen Katastrophen (Kataklysmen) und darum zur Umgestaltung der Landschaft - der Umwelt - kommt, kommt es in Reaktion darauf auch zu wirklich neuen Formen.


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