Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 17:28 (vor 2116 Tagen) @ admin
bearbeitet von Küchenzaubermeister, Freitag, 03. Februar 2012, 19:22

Wir müssen uns ja erst einmal über unser Gesagtes einig sein, d.h.: wir müssen wissen, ob wir uns schon rein sprachlich richtig oder falsch verstanden haben.

Nun aber wurden einige interessante Aspekte zur Sprache gebracht.

Es würde überhaupt nichts (mehr) nützen, wenn nur eine weiße Nation ihre Suizidpolitik beenden würde, würden es nicht gleichzeitig auch die anderen weißen Nationen tun. Ich meine hierbei die wichtigsten dieser Nationen.


Das ist eine wohl notwendige Horizont-Erweiterung. Aber ist der darin geäußerte Gedanke richtig? Es gibt doch die Eigenverantwortlichkeit.

Wenn man meinen hier zitierten Satz nämlich nur im Lichte der Moral versteht, dann versteht man ihn falsch, denn er war ja mehr historisch oder soziologisch gemeint, z.B. im Sinne von: die eine Nation hat wegen der anderen Nationen gar nicht mehr die Möglichkeit - also auch dann nicht, wenn sie es wollte -, anders zu handeln, weil sie selbst dann, wenn sie es täte, sofort von den anderen Nationen abgestraft und zum weitern Mitmachen, wahrschienlich sagar in einem viel höheren, strengeren Maße, gezwungen würde. Das zeigt doch gerade die Entwicklung seit 1945 auf ganz deutliche Art und Weise! Deutlicher geht es doch gar nicht!

Das ändert nichts an der Eigenverantwortung. Das stimmt, aber es nützt eben nichts!


Darf ich z.B. Verbrechen begehen, solange und nur weil Andere es tun? Muß ich mit meiner Anständigkeit warten, bis erklärtermaßen Alle mitziehen? Nein!

Auch das ist moralisch bzw. ethisch richtig, aber nicht das, was ich gesagt und damit auch gemeint habe.

Worauf will ich hinaus? Nun, wenn man moralisch sauber bleiben will, so ist das sehr wünschens- und, falls es klappt, sehr begrüßenswert - aber es klappt eben nicht immer, wie die Geschichte immer wieder sehr deutlich zeigt.

Wenn wir konstruktiv etwas bewirken wollen, müssen wir aufhören, uns selbst mit Zynismus zu begegnen oder umgekehrt mit Selbstmitleid zu überhäufen.


Das leuchtet mir ein. Was allerdings das Video betrifft, das Zauberküchenmeister verlinkt hat, so habe ich das nicht als zynisch empfunden, und auch nicht als Ausdruck des Selbstmitleids. Aber das kann daran liegen, daß ich über die politischen Vorgänge bisher noch nicht so im Bilde war.

Das kann aber auch an einem Mißverständnis liegen, nämlich an Ihrer falschen Textinterpretation: Ich habe nämlich gar nicht davon gesprochen, ob in dem Video zynische Japaner zu sehen und zu hören waren, sondern von dem Zynismus, der uns Weiße (ergo: nur uns Weiße!) betrifft! Das war doch aber eigentlich auch nicht falsch zu verstehen!

Wir müssen alles für die gerechte Bestrafung jener Verbrecher tun, die uns lenken und führen wie Schachbrettfiguren und wie solche auch aus dem Spiel herausnehmen. Diese größten Verbrecher aller Zeiten sind zu bestrafen!


Also "Aug' um Auge"? Dazu müßten wir erst einmal die Machtposition haben, um sie bestrafen zu können. Wir müßten also den Verbrechern gegenüber wie Eltern werden, die das Sorgerecht innehaben. Aber ob es jemals dazu kommen wird, ist fraglich.

Das Prinzip „Aug’ umd Auge“ habe ich ebenfalls überhaupt nicht gemeint, sondern eher eine erzieherische Maßnahme, weshalb ich auch vor das Substantiv „Bestrafung“ das Adjektiv „gerecht“ gesetzt habe. Offenbar hat auch das Prinzip „Aug’ umd Auge“ stets nur im Sinn, wer von vornherein moralisch deutet oder, was häufig damit einhergeht, von Vorurteilen nicht abrücken will.

Es lohnt sich immer nachzufragen, wenn man etwas nicht richtig verstanden hat, denn so lassen sich Mißverständnisse vermeiden.

In diesem Sinne: Ihr Küchenzaubermeister


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