Hier bedarf es zunächst einmal einer Aufklärung über Mißverständnisse !

Herr Schütze, Sonntag, 05. Februar 2012, 00:49 (vor 2054 Tagen) @ Küchenzaubermeister
bearbeitet von Herr Schütze, Sonntag, 05. Februar 2012, 02:39

Hallo, Leute!

Ich glaube, daß ich den Herrn Küchenzaubermeister (**|**|**|**|**|**) richtig verstanden habe, wenn ich sage: er will ledigich zum Ausdruck bringen, daß es zwar folgerichtig ist, wenn Nationen sich auch beim Untergang national verhalten (also: jede nur auf ihren eigenen Untergang schaut), daß sie sich aber nicht notwendigerweise national verhalten müssen, weil durch das Nationalverhalten beim Untergang der Untergangsprozeß sogar noch beschleunigt wird. Mit ihrem nationalen Verhalten, das einst den Abendländern soviel Macht gebracht hat, tun also die Abendländer zwar weiterhin das, was sie am besten können, aber klüger wäre es, sie täten es nicht mehr. Diejenigen, die davon profitieren (vgl. Küchenzaubermeister, Cui bono?, 01.02.2012, 22:52 **), haben also ein Interesse daran, daß die Abendländer sich einerseits vehement gegen ihren Nationalismus wenden und dies aber andererseits auf nationalistische Weise tun. Die Strategie, die dahintersteckt, ist folgende: damit sie leichter zu kontrollieren sind, sollen sie sich bloß nicht als eine Schicksalsgemeinschaft verstehen und sich lieber allein hassen und vernichten. Daher: „jede Nation für sich“ (Küchenzaubermeister, Selbst beim Suizid sollen wir noch Nationalisten sein ..., 03.02.2012, 12:18 **). Und - siehe da: genauso verhalten sich die Abendländer auch!

„Man muß die nationalen, europäischen Identitäten vereinigen, sie als einander ergänzend betrachten und sie nicht gegenüberstellen.“ (Guillaume Faye, Die neuen ideologischen Herausforderungen, in: Pierre Krebs [Hrsg.], Mut zur Identität, 1988, S, 214 **).

Vielleicht können die Abendländer aber auch nicht anders, als immer nur das zu tun, wozu sie von Anfang an bestimmt waren. (Vgl. die Kulturtheorien von Oswald Spengler und Hubert Brune (**|**|**|**|**|**). Doch dann werden sie eh bald so gut wie verloren sein, denn: ihre Zeit wird, wenn sie so weitermachen, bald abgelaufen sein. Wenn sie jedoch nur noch die Möglichkeit haben, ihren eigenen Untergang zu gestalten, bevor sie ganz verschwunden sein werden, wieso gestalten sie ihn dann nicht mit mehr Klugheit? Diese Möglichkeit sollte doch - bitte - nicht etwa darin bestehen, daß der Untergang sogar noch von den Abendländern selbst beschleunigt wird! Oder etwa doch?

Ich hätte es auch lieber, wenn die abendländische Kultur nicht untergehen würde - allein schon deshalb, weil keine andere Kultur soviel Großartiges geleistet hat wie sie - vor allem in Wissenschaft, Technik, Kunst (hier besonders: Musik und Architektur)! Doch was kann ich allein gegen diesen Untergang unternehmen?

Die apollinische Antike hat es immerhin geschafft, ihren Untergang hinauszuschieben und - vor allem - ihren Kulturangehörigen das Gefühl zu geben, daß es sich für sie lohnte und mit Stolz (!) erfüllte, wenn sie dazugehören durften - das war nach meiner Interpretation die wirklich größte Leistung des Römischen Reiches. Warum schafft es das faustische Abendland nicht, seinen Kulturangehöriegen einen Stolz zu geben?

Die Hauptverantwortlichen für den Untergang einer Kultur sind Angehörige dieser Kultur! Das beurteilt ja auch Herr Lentze ähnlich. Die Mitläufer machen das, was die Hauptverantwortlichen von ihnen erwarten; die meisten machen sich dadurch zu Mittätern - vergessen wir nicht, daß dieser Untergangsprozeß von einem Ethnozid begleitet wird! Das beurteilt ja auch Herr Küchenzaubermeister ähnlich (**|**|**|**|**|**).

Zur 1. Abbildung (v.l.):
[image][image]
1) 6,1% zahlen 70% der Steuern;
2) 24,4% zahlen 30% der Steuern;
3) 19,5% sind von Steuern befreit;
4) 50% sind zu 100% Sozialfälle.

1+ 2) 30,5% Steueraktive;
3 + 4) 69,5% Steuerneutrale, - passive.

Zur 2. Abbildung (v.l.):

1) 70% der Steuern von 6,1% bezahlt;
2) 30% der Steuern von 24,4% bezahlt.

1+ 2) 100% der Steuern von 30,5% bezahlt.


Wenn wir nur eine einfache Rechnung aufmachen, sehen wir, daß die Prozentzahl derer, die noch Leistungsträger sind, immer kleiner wird. Gegenwärtig liegt er noch bei 30,5% (siehe Text neben den Abbildungen), während bereits 50% zu den Sozialfällen zählen, also dafür sorgen, daß der „Sozialismus siegen wird“ (also: der Untergang; Herr Lentze würde jetzt sagen: der „Antichrist“), weil diese Prozentzahl rapide zunehmen wird, wenn der Westen so weitermacht. Wenn man die 1% ausmachenden Hauptverantwortlichen dazurechnet - und das muß man deswegen, weil sie es ja sind, die die Leistungsträger ausbeuten (im Namen der Sozialfälle - wie zynisch!) -, sind es 51% von 101%, also 50,5% und damit nach den Spielregeln der Demokratie, die es ja bei uns nicht (mehr) gibt, die Mehrheit! Die mittlerweile zur Minderheit gewordenen Leistungsträger haben überhaupt keine Lobby; sie werden von niemanden vertreten; deshalb werden sie so sehr ausgebeutet und so sehr diffamiert, ja diskrimiert; sie sind die wirklich Diskriminierten - sonst niemand!

Es gibt - wenn man von metaphysischen Aspekten absieht - meiner Ansicht nach vier wesentliche Bereiche, die über Mittel verfügen, mit denen man den Untergang des Abendlandes verhindern oder doch zumindest hinauszögern kann:

1.) Demographie-Bereich: Beendigung der abendländischen Bevölkerungsabnahme;

2.) Ökonomie-Bereich: Loslösung vom „Money-Trust“ („Dollar-Imperium“);

3.) Politik-Bereich: (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger;

4.) Psychopolitik-Bereich: (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes.

Der unter 1.) angeführte Bereich führt uns zu einer Sozialismus-Variante, die sich „Feminismus“ nennt und verhindert, daß es zu einer Beendigung der abendländischen Bevölkerungsabanahme kommt oder - in absehbarer Zeit - kommen wird. Dieses Thema ist auch der Grund dafür, daß ich in diesem „Reserveforum“ (wieso heißt das eigentlich so, Herr Lentze?) kommentiere. Im unter 2.) angeführten Bereich könnte es tatsächlich bald zu einer Loslösung vom „Money-Trust“ kommen, doch die Betonung liegt leider auf dem Hilfsverb „könnte“, weil die Globalisten alles daransetzen werden, um das zu verhindern - und sei es durch einen Krieg gegen China oder wieder einmal gegen die ganze Welt! Von den unter 1.) und 2.) angeführten Bereichen wird es auch abhängen, ob der unter 3.) angeführte Bereich eine (Wieder-)Vertretung der Interessen aller Leistungsträger zulassen wird oder nicht. Das gilt ebenfalls für die (Wieder-)Vermittlung des abendländischen Stolzes im unter4.) angeführten Bereich.

Viele vergessen immer wieder, daß es die Leistungsträger sind, denen sowohl die Unter- als auch die Oberschicht die Umverteilung zu verdanken haben. Statt die Leistungsträger zu fördern und/oder sich wenigstens bei ihnen zu bedanken, werden sie von den wahren Verbrechern zu „Verbrechern“ abgestempelt.

Um den Bogen zu den Thesen des Herrn Küchenzaubermeister (**|**|**|**|**|**) hinzubekommen, bleibt festzuhalten, daß es wirklich keinen Sinn mehr hat, mit nationalen Alleingängen den Untergang des Abendlandes aufhalten zu wollen, sondern daß die Abendländer trotz Beibehaltung ihrer nationalen Gefühle die Notwendigkeit erkennen, daß sie nur als Gemeinschaft ihren Untergang gestalten oder hinauszögern oder gar verhindern können, und entsprechend dieser Erkenntnis konsequent handeln.


Viele Grüße

Herr Schütze


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