Nachhilfeunterricht ist bei Thomas R. E. Lentze offenbar zwecklos!

Intensivlehrer, Dienstag, 07. Februar 2012, 21:56 (vor 2115 Tagen) @ admin
bearbeitet von Intensivlehrer, Dienstag, 07. Februar 2012, 22:20

Gleichwohl bedaure ich, daß Sie sich auf einen Standpunkt, der von Ihrem abweicht, nicht einlassen mögen.Ich bin meinerseits immer noch bereit, mich auf Spenglers Weltbild einzulassen, nur eben nicht so vorbehaltlos wie Sie. Ich habe da einen gewissen Abstand.

Ich lasse mich sehr wohl auf einen Standpunkt ein, der von meinem abweicht, aber Ihre Aussagen weichen so sehr von den naturwissenschaftlichen Erkenntnissen ab, daß ein Nachhilfeunterricht nicht mehr in Frage kommen kann. Warum müssen Sie immer alles schon vorwegdeuten und so für sich festlegen? Wenn ein Nachhilfeunterricht nicht mehr in Frage kommt, heißt das nicht, daß (a) auch ein Gespräch zwischen uns nicht mehr in Frage käme oder (b) ich mich nicht auf Ihren Standpunkt einzulassen bereit oder (c) vorbehaltlos wäre. Es ist doch ganz einfach zu verstehen, wenn ich sage: „Es hat keinen Zweck, Ihnen weiterhin Nachhilfeunterricht zu geben. Ich gebe auf.“ Wo ist das Problem? Ich habe ja nicht geschrieben, daß Sie aufgeben (sollen) o.ä., sondern daß ich aufgebe - aufgebe mit dem Anspruch, Ihnen Nachhilfeunterricht zu geben. Wo ist das Problem? Das ist wenigstens ehrlich! Warum müssen Sie das für sich umdeuten? Warum nehmen Sie das nicht einfach zur Kenntnis? Mehr nicht! Sie aber machen daraus einen Disput, ein Streitgespräch, indem Sie mir etwas unterstellen, was einfach nicht richtig ist!

Man kann doch auch eine Aussage wie „Ich gebe auf“ so verstehen, daß jemand aufgeben will - so, wie es da zu lesen ist. Aber nein: Sie müssen immer alles so deuten, wie Sie es deuten wollen. Das ist selektive Wahrnehmung. Ich habe hier schon mehrere Texte von Ihnen gelesen, und festgestellt, daß Sie jedesmal dann, wenn Sie auf andere Kommentatoren antworten, eben entsprechend dieser selektiven Wahrnehmung antworten, d.h.: Sie nehmen nur ganz kurz Bezug auf das Gesagte des anderen Kommentatoren, um möglichst bald auf Ihr Anliegen, nämlich Ihr eigenes Weltbild, zu kommen. Das ist Ihr gutes Recht! Ich hätte dies auch nie angesprochen, wenn Sie mir zuvor nicht genau dies unterstellt hätten. In Wirklichkeit sind nämlich Sie (a) zu einem echten Gespräch nicht bereit und (b) wollen sich auf den anderen Standpunkt nicht einlassen und (c) sind vorbehaltlos - jedenfalls eher als ich. Versuchen Sie doch einmal, auf das Gesagte des Anderen auch wirklich einzugehen, und zwar angefangen damit, daß Sie dessen Text erst einmal richtig lesen.

Es ist auch nicht richtig, daß sie - offenbar, weil Sie die Erwartung der Erwartung haben - bereit sein müßten, auf Spenglers Weltbild einzugehen. Interpretieren Sie Gelesenes doch einfach so, wie es dasteht: Ich hatte nicht die Erwartung, daß Sie so oder so auf mich eingehen sollen, sondern einfach nur die, daß wir über ein Thema so sprechen können, daß ein Konsens hergestellt werden kann, und genau das ist offenbar nicht möglich. Daß ich dabei den Anspruch habe, Sie zu belehren, ist mein gutes Recht und ehrlich gemeint, jedenfalls nicht schlimm oder sonstwas - und übrigens: daß ausgerechnet Sie von „Diskussion unter Gleichen“ sprechen, der Sie sonst gegen alle Gleichmacherei wettern (was mir an sich sehr sympathisch ist), rückt sie nicht gerade ins Licht eines ehrlichen Menschen. Auch Sie wollen belehren, aber Sie geben es nicht zu. Dies ist der Unterscheid zwischen uns: der Ehrliche bin ich.

Freundliche Grüße!

Ihr Ex-Intensivlehrer


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