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Ein Vergleich der äußeren Erscheinungen der Popmusiker M.Jackson und "Prince"

admin @, Sonntag, 26. August 2012, 18:21 (vor 1855 Tagen)
bearbeitet von admin, Sonntag, 26. August 2012, 18:29

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Vorweg: Popmusik interessiert mich nicht. Ich sehe zwar in den Nachrichtendiensten Fotos von Popmusikern, verbinde aber in meinem Bewußtsein keine Musikstücke mit ihnen, zumal ich nicht Radio höre und keinen Fernseher benutze.

Aber an den Bildern kommt man ja nicht herum. Was Michael Jackson betrifft, so fand ich sein Gesicht nie besonders schön, schon gar nicht in seiner letzten Zeit, wo dieser arme Mensch aussah wie ein Zombie. Darum, und weil ihn sowieso Jeder kennt, bilde ich ihn hier auch nicht ab.

Doch das Gesicht von Prince hat mich interessiert. Als ich nun kürzlich auf Google-Bilder schaute, ist mir auch das Foto links oben aufgefallen.

Ich muß sagen: Keine Frau kann schönere Augen haben als dieser junge Mann!

Zunächst habe ich die Möglichkeit erwogen, daß das Foto manipuliert sei. Dann bin ich auf dieses Video gestoßen und mußte erkennen, daß er auch in Wirklichkeit so ausgesehen hat (etwa 1980). Daraus habe ich einen Ausschnitt fotografiert und zum Vergleich dem ersten Bild angefügt, siehe oben.

Dann habe ich mich gefragt, warum M.Jackson sich noch besser verkauft hat als Prince. Darauf wird es eine einfache Antwort geben: seine Musik ist besser. Aber das kann ich, aus oben genannten Gründen, nicht beurteilen. Für mich, der die Musik dieser Leute ohnehin nicht hört, ist jedenfalls Prince entschieden attraktiver.

Weiterhin habe ich versucht, ein wenig Einblick in ihre Lebensgeschichten zu nehmen. M.Jackson war wohl der Unglücklichere von beiden. Er sah schon von Vornherein nicht herausragend schön (wenn auch nicht direkt schlecht) aus und wurde durch Unfälle und durch nachfolgende - z.T. wohl auch unnötige - Operationen zunehmend entstellt. Gelitten hat er auch unter Falschanschuldigungen; überhaupt scheint er seelisch wenig robust gewesen zu sein. Das führte ihn zur tödlichen Abhängigkeit von Schlafmitteln.

Von Prince, obwohl anscheinend auch er in einem unglücklichen Elternhaus aufwuchs, kann man einen geradezu konträren Eindruck bekommen. Er scheint sein Leben ohne große Probleme gemeistert zu haben und sieht auch jetzt für sein Alter (54) noch gut aus. Seine Figur ist einwandfrei; das Gesicht wirkt eher schmaler und kantiger als früher. Er wirkt gereift im guten Sinne. So extravagant er auch immer aufgetreten sein mag: In den Interviews, die ich mir über "youtube" angesehen habe, machte er auf mich einen bescheidenen, zurückhaltenden, irgendwie "artigen" Eindruck.

Leider konnte ich nicht viel über seine Herkunft erfahren. Sein Vater dürfte Halb-Italiener sein, die Mutter ebenfalls gemischt. Merkwürdig ist, daß er ihnen nur wenig ähnelt. Wo hat er die Augen her? Diese sind es ja, welche das Faszinierende an seiner Erscheinung ausmachen. Für sich besehen, sind sie weiblich. Ich zweifle daher nicht, daß Prince auf Homosexuelle immer anziehend gewirkt hat, obwohl er selbst keine entsprechenden Neigungen zu haben scheint.

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Bleibt noch zu sagen: Wer ein Exempel sucht für eine "luziferische" Erscheinung im Sinne, wie Luzifer in der Anthroposophie verstanden wird, der kommt fast zwangsläufig auf den Popmusiker Prince. Und auch nur darum wurde er für mich interessant. In Artikeln über ihn fand ich u.a. die (freundlich gemeinte) Bezeichnung "Satansengel", was etwa Dasselbe bedeutet wie Luzifer. Und als solcher hat er sich zeitweilig ja auch inszeniert.

admin

Bolz-Zitat

Alles-mach-Hose, Montag, 27. August 2012, 21:48 (vor 1854 Tagen) @ admin

Deswegen folgendes Zitat:

„Prägnanter kann man die Vulgär-Gnosis unserer Zeit nicht charakterisieren: den Kult des Bösen in der Pop-Kultur. Indem er das Sakrament durch das Sakrileg ersetzt, erweist sich dieser Kult des Bösen als eine inverse Religion. Und damit wird auch die Janusköpfigkeit des Teufels als Gutmensch und Dandy verständlich. Denn gerade in einer Gesellschaft der »Gutmenschen«, die die »Menschheit« vergöttlicht, kann der Dandy als Antichrist auftreten. Mick Jagger war Oscar Wildes Luzifer: »his lips were like a proud red flower«. Wie kein zweiter verkörperte er den Teufel als Dandy, präsentierte »Luzifer als infernalisches Mannequin« (Ernst Osterkamp, Darstellungsformen des Bösen, in: Sprachkunst, Jg. V, 1974, S. 193), das man auf dem Laufsteg des Open-Air-Konzerts feierte - »at her satanic majesty's request«. Und die »Gutmenschen« feierten ihren Pop-Gottesdienst dann im Namen von »Jesus Christ, Superstar« - der Teufel selbst hätte es nicht besser formulieren können.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 70).

„Wie wird der Kampf mit dem Teufel enden? Bekanntlich glauben die Christen daran, daß Jesus wiederkehren wird, um den Widersacher zu vernichten. Doch nun sind schon zweitausend Jahre verstrichen, ohne daß der Endkampf stattgefunden hätte - und das muß man den Gläubigen erklären. Paulus hat es im Zweiten Brief an die Thessaloniker (2,4-9) mit der Geschichte vom Katechon versucht. Der Widersacher (ho antikeimenos) wird einmal den Tempel besetzen und vorgeben, Gott zu sein. Der Antichrist wird erscheinen wie Christus und Wunder tun - er ist, mit Erik Petersons großartiger Formel, »der Automat Satans.« (Erik Peterson, Satan und die Mächte der Finsternis, in: Der erste Brief an die Korinther und Paulus-Studien, in: Ausgewählte Schriften, Band VII, S. 445). In den Worten des Paulus nach der Einheitsübersetzung: »Der Gesetzwidrige aber wird, wenn er kommt, die Kraft des Satans haben. Er wird mit großer Macht auftreten und trügerische Zeichen und Wunder tun.« (Paulus, Zweiter Brief an die Thessaloniker, 2,9).“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 70).

„Daß der Gesetzwidrige (ho anomos) bis heute nicht offenbar geworden ist, liegt daran, daß es einen gibt, der ihn jetzt noch aufhält (ho katechon). Der Katechon ist der Aufhalter des Antichrist, und so wie der Antichrist nimmt auch der Katechon in der Geschichte immer wieder konkrete Gestalt an. Das ist das christliche Geschichtsbild, das der katholische Staatsrechtler Carl Schmitt gezeichnet hat. Um die Geschichte post Christum natum sinnvoll zu finden, muß es demnach möglich sein, für jede Epoche den Katechon zu benennen, dessen Leistung je und je darin besteht, das Erscheinen des Antichrist und das Ende des Weltalters aufzuhalten. Schmitt nennt hier ganz konkret die christlichen Kaiser und das »Reich«, aber auch die großen Aufhalter des Islam und des Anarchismus.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 70).

„Das Geschichtsbild des Katechon kennt die Beschleuniger und Verzögerer des Endes - aber auch jene Zögerlichen, die die Aufgabe des Katechon verfehlen und dadurch zu »Beschleunigern wider Willen« werden. (Vgl. Carl Schmitt, Staat, Droßraum, Nomos, S. 436). Die Katechontik verleiht der christlichen Geschichtsbetrachtung einen heilsgeschichtlichen Halt, der es Carl Schmitt ermöglicht, der mythischen Selbstverklärung der neuzeitlichen Selbstbehauptung in der Figur des Prometheus eine Gegenfigur christlichen Handelns entgegenzustellen: den christlichen Epimetheus. In scharfer Antithese zur prometheische Technik des Fortschritts ist christliches Handeln Aufhalten und Vorgebot.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 71).

„Indem Carl Schmitt die Figur des Katechon, von der Paulus ja noch eindeutig sagt, daß sie »weggetan« (Luther), beseitigt werden muß, historisch positiviert, verändert er die Vorzeichen: Die Katechontik ersetzt die Apokalyptik. Wenn das Ende naht, wird Selbstbehauptung sinnlos. Der Katechon überwindet ja die »eschatologische Lähmung«; er ist die »Geschichtskraft«, die das Böse niederhält. (Vgl. Carl Schmitt, Der Nomos der Erde, 1950, S. 29 und ders., Briefwechsel, S. 164). Geschichtsbewußtsein wird erst möglich, wenn die Eschatologie ausgeschlossen ist; das leistet die Idee des Katechon.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 71).

„Immer wieder verkörpert sich der Teufel, und immer wieder tritt ein Katechon auf, der ihn niederhält. Es ist also das Ärgernis für den Glauben, die Parusieverzögerung, die dem Katechon seinen Platz gibt. Und das erweist die Kirche als legitime Geschichtskraft. Schopenhauer hat erkannt, daß gerade die unendliche Parusieverzögerung, die Enttäuschung der eschatologischen Erwartung als Beweis für die Echtheit des Evangeliums verstanden werden kann. Wäre die frohe Botschaft erst hundert Jahre nach Christus und ohne Fundierung in gleichzeitigen Dokumenten verfaßt worden, so hätten sich die Autoren die Peinlichkeit einer unerfüllten Prophezeiung gewiß erspart. Die Antwort an die zweifelnden Gläubigen lautet: Das Ende ist noch nicht gekommen, weil es je und je aufgehalten worden ist. Und hier zeichnet sich schließlich der konservative Grenzwert jeder Katechontik ab: Der Gnadenschatz der Kirche macht die Eschatologie überflüssig.“ (Norbert Bolz, Den Teufel ernst nehmen, in: ders., Das Wissen der Religion, 2008, S. 71).

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Bolz-Zitat

admin @, Montag, 27. August 2012, 23:52 (vor 1854 Tagen) @ Alles-mach-Hose

Der Begriff des "Katechon" (Aufhalter) ist mir bis jetzt ziemlich fremd gewesen. Soeben habe ich anhand der Wikipedia versucht, mich zu orientieren. Demnach spielt dieser Begriff in der Moderne bei Carl Schmitt und bei Dietrich Bonhöffer eine gewisse Rolle. In der anthroposophischen Literatur habe ich ihn noch nie gefunden. Ich weiß bis jetzt also nicht, was ich mit dieser Idee anfangen könnte. Vielleicht sollte ich doch endlich mal etwas von dem viel gerühmten Carl Schmitt lesen.

Was in diesem Zusammenhang Mick Jagger angeht - nun, ich hatte als junger Mann einmal, ich weiß nicht, warum, einen Kinofilm gesehen, in dem er die Hauptrolle spielt. Besonders beeindruckt hat er mich nicht. Er wirkte pubertär und großschnäuzig; nicht direkt unsympathisch, aber auch nicht gerade anbetungswürdig. Schön oder gar erotisch war bzw. ist er in meinen Augen auch nicht.

Was Prince betrifft, so soll er - ich orientiere mich an dem sehr langen Wikipedia-Artikel - eine Zeitlang seine frivole und exaltierte Seite sehr herausgekehrt und insofern für Aufmerksamkeit und Verkaufserfolge gesorgt haben, irgendwann aber den Zeugen Jehovas, also Bibel-Fundamentalisten, beigetreten sein. Seitdem habe er sich "gebessert".

Was Norbert Bolz betrifft, so habe ich sein Buch "Diskurs über die Ungleichheit. Ein Anti-Rousseau" gelesen. Ist im Stil etwas hochgestochen, dennoch gewinnbringend. Leider hatte ich es nur ausgeliehen und konnte es nicht zweimal lesen.

Nochmal zu Prince: Es ist tatsächlich die äußere Erscheinung, so wie sie auf den Fotos festgehalten ist, die mich fasziniert hat. Diese Erscheinung ist verführerisch. Im anthroposophischen Verständnis handelt es sich da freilich nur um einen bestimmten Aspekt des Bösen, nämlich dem luziferischen. Luzifer ist aber relativ leicht zu "durchschauen". Ich jedenfalls empfinde kein Verlangen, eine besonders luziferisch wirkende Frau - in der Regel sind es ja Frauen, die durch verführerische Schönheit bestechen - näher kennenzulernen. Die Begegnung wäre enttäuschend; sie kann nicht halten, was sie verspricht. Ist dagegen auch der Charakter luziferisch, so kann es an- und aufregend werden, aber meist nicht im günstigen Sinne. Am Besten, man genießt die Schönheit aus Abstand.

Gruß
admin

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