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Wie man die Lebensdauer von Glühlampen auf (nahezu) unendlich steigert

admin @, Mittwoch, 19. September 2012, 00:31 (vor 1796 Tagen)
bearbeitet von admin, Donnerstag, 19. November 2015, 20:13

Eine der seltsamsten - ich meine sogar: beunruhigendsten - Tatsachen der Gegenwart ist das Glühlampen-Verbot durch die EU.

Nun gibt es ja viele Möglichkeiten, dieses Verbot zu umgehen, etwa durch die Benutzung von Spezial-Glühlampen, welche nicht unter diese Verordnung fallen. Paradoxerweise sind das oft Glühlampen, deren Wirkungsgrad noch geringer ist als die von gewöhnlichen Lampen.

Beispiele: Stoß-unempfindliche Glühlampen; Backofenlampen. Beide, besonders letztere, haben den Vorteil, sehr lange zu halten. - Oder man nimmt Halogen-Lampen, die aber kein so warmes Licht erzeugen.

"Bräunungs"-Glühlampen können sogar erotisierend - und anderweitig aufregend - wirken:

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Eine andere Möglichkeit der Verbots-Umgehung besteht darin, normale Glühlampen - soweit noch vorhanden - mit Unterspannung zu betreiben. Schon bei geringfügiger Spannungsminderung steigt die Lebensdauer rapide an. (Für Halogenlampen gilt das nicht; diese brauchen eine hohe Glühfadentemperatur, um korrekt zu funktionieren.)

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Nach glaubwürdiger Angabe der Wikipedia wird durch Halbierung der Betriebspannung die Lebensdauer von (normalen) Glühlampen "um mehr als das Tausendfache" erhöht. Das reicht fürs Leben!

Diese Halbierung der Betriebsspannung wird ganz einfach durch Reihenschaltung zweier Glühlampen erreicht. Man braucht dazu natürlich auch zwei Schraubfassungen. Und selbstverständlich müssen beide Glühlampen gleiche Wattstärke besitzen.

Ist in der Leuchte kein Platz für zwei Fassungen, kann man auch eine Siliziumdiode vorschalten, welche eine Halbwellen-Gleichrichtung bewirkt. Die dadurch ins Netz eingespeiste Blindkomponente ist bei geringen Leistungen vertretbar. Ansonsten kann man anderswo eine zweite Lampe mit umgekehrt gepolter Diode betreiben; die schädliche Wirkung wird dadurch aufgehoben. Nachteilig bei der Halbwellen-Gleichrichtung ist das verstärkte Flimmern, weil ja während jeder unterdrückten Halbwelle kein Strom mehr fließt und der Faden dann abkühlt.

Dimmen hat übrigens einen ähnlichen Effekt sowohl auf Lebensdauer als auch auf das Flimmern. (Man sieht das Flimmern nicht unbedingt, aber gesundheitsschädlich kann es dennoch sein.) Günstig sind Lampen mit dickem Glühfaden, weil diese nicht so schnell abkühlen. Also solche mit hoher Wattleistung, oder noch besser Niedervoltlampen, etwa für Autoscheinwerfer. Die kann man mit einem Trafo betreiben.

Wenn man das Flimmern völlig vermeiden will, muß man Gleichstrom benutzen. Bei gleichgerichtetem Netz-Wechselstrom ist zur Spannungsglättung zwischen Gleichrichter und Lampe ein Elektrolytkondensator (z.B. 100uF/350V, auf richtige Polung achten) mit Schutz- bzw. Vorwiderstand einzuschalten. Durch geeignete Wahl des Widerstandes läßt sich die Spannung beliebig, wenn auch verlustbehaftet, herabsetzen. Zusätzlich vermindert oder verhindert der Widerstand den Einschaltstoß, was wiederum die Lebensdauer der Glühlampe erhöht. Für Niederspannung gibt es Netzgeräte, welche von Vornherein eine stabilisierte Gleichspannung abgeben, und zudem oft noch regelbar sind.

Glühlampenlicht mit Unterspannung wirkt nicht nur wärmer; es ist auch wärmer, d.h. es erzeugt physikalische Wärme.

Mein Rat: Benutzt Glühlampen! Trickst die EU-Tyranninnen aus!

admin

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